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	<title>TelecomDE.com &#187; Featured</title>
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	<description>Blog zu aktuellen Trends &#38; Themen aus der deutschen Telekommunikationsbranche.  TelecomDE versteht sich als News-Aggregator und Vordenkertreffpunkt. Führungskräfte, Visionäre und Know How-Träger schreiben und diskutieren über neue Techniken, neue Produkte und Probleme im deutschen Telefonie- &#38; InternetAccess-Markt.</description>
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		<title>Best-Practise Beispiel Arnsberg: Breitbandausbau in Gewerbegebieten mit NGA-Netzen, Ausbau in Wohnvierteln und Vernetzung des Klinikums</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 15:02:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Stadt Arnsberg hatte schon vor der Durchführung des Breitbandprojekts eine mehrheitlich gute Breitbandversorgung in den Wohngebieten, insbesondere durch eine weitgehende Abdeckung mit dem Kabel-TV Netz von Unitymedia. Mit der Umstellung auf den Standard DOCSIS ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2011/06/stadt_arnsberg.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3578];player=img;"><img class="alignleft size-full wp-image-3579" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="stadt_arnsberg" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2011/06/stadt_arnsberg.jpg" alt="" width="180" height="107" /></a>Die Stadt Arnsberg hatte schon vor der Durchführung des Breitbandprojekts eine mehrheitlich gute <a href="http://www.telecomde.com/tag/breitbandversorgung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Breitbandversorgung">Breitbandversorgung</a> in den Wohngebieten, insbesondere durch eine weitgehende Abdeckung mit dem Kabel-TV Netz von Unitymedia. Mit der Umstellung auf den Standard DOCSIS 3.0 ist damit in weiten Teilen der Stadt eine Bandbreite von 128 MBit/s im Downstream verfügbar. Bürgermeister Vogel hat nach der Zuweisung der Mittel aus dem Konjunkturpaket II entschieden, einen Großteil für den weiteren <a href="http://www.telecomde.com/tag/breitbandausbau/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Breitbandausbau">Breitbandausbau</a> im Stadtgebiet einzusetzen, um bestehende Versorgungslücken in der Kernstadt zu beseitigen und die Gewerbegebiete mit zukunftssicherer Bandbreite auszustatten.</p>
<p>Im Gebiet der Kernstadt sind nur noch zwei kleinere Wohngebiete schlecht versorgt mit deutlich unter 1 MBit/s. Da diese Gebiete recht klein sind und umgeben von durch Unitymedia gut versorgten Regionen, war es absehbar, dass es schwierig wird, einen anderen Betreiber für einen Ausbau zu gewinnen. Andererseits ist ein Ausbau mit einem Kabel-TV Ansatz teuer, da in jede der zu versorgenden Straßen über Tiefbauarbeiten Koaxialkabel verlegt werden müssen.</p>
<p>Die Stadt Arnsberg beherbergt eine ganze Reihe von Gewerbegebieten. Da Gewerbegebiete in der Vergangenheit von Kabel-TV Anbietern mangels eines passenden Dienste-Angebotes nicht versorgt wurden, ist auch in den meisten Gewerbegebieten in Arnsberg die Breitbandversorgung unzureichend.</p>
<p>Mit dieser Ausgangslage wurde das Breitbandprojekt gestartet und STZ-Consulting mit der Begleitung beauftragt. Für STZ-Consulting hat Dr. Kaack die Projektleitung übernommen und zusammen mit dem Projektleiter der Stadt zunächst ein Konzept für die Umsetzung erarbeitet, in dem konkrete Einzelmaßnahmen definiert wurden. Da sich in der zuvor durchgeführten, allgemein gehaltenen Markterkundung keine Betreiber mit konkreten Konzepten gemeldet haben, wurde zunächst Workshops mit interessierten Betreibern durchgeführt, um Interessen und Voraussetzungen für einen Ausbau zu klären. Hierfür wurden Informationen über die Struktur der Unternehmen (z.B. Branche, Größe) zusammengestellt und das Vorhandensein von gegebenenfalls nutzbarer Infrastruktur in den Gewerbegebieten überprüft. Auch die Möglichkeiten für die Zuführung der Bandbreite in die einzelnen Gebiete über vorhandene Infrastrukturen wurden analysiert. Diese Schritte waren notwendig, um nach Möglichkeit einerseits die Kosten für einen Ausbau zu reduzieren und andererseits die Attraktivität für den Breitbandausbau aus Sicht des Netzbetreibers zu steigern.</p>
<p>Als Ergebnis aus den Workshops lagen unterschiedliche technische Konzepte für einen Ausbau vor, die von einer Funkversorgung über einen „klassischen“ <a href="http://www.telecomde.com/tag/fiber/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fiber">Fiber</a>-to-the-Curb“-Ausbau bis zu Direktanbindungsansätzen mit <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaser/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaser">Glasfaser</a> oder Koaxialkabel. Mit den Erkenntnissen aus den Workshops wurde nach einem Vorschlag von Dr. Kaack in internen Diskussionen entschieden, die unterversorgten Wohngebiete im Kernstadtbereich über das Angebot einer Zuwendung zur Deckung einer Wirtschaftlichkeitslücke auszuschreiben. Auch für drei Gewerbegebiete sollte der Ausbau über den Ausgleich der Wirtschaftlichkeitslücke erfolgen. Dann wurden Gewerbegebiete ausgewählt, in denen ein <a href="http://www.telecomde.com/tag/nga/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with NGA">NGA</a> (Next-Generation-Access)-Netz aufgebaut werden soll. Hiermit wurde einerseits Neuland für Arnsberg betreten, andererseits der Grundstein für nachhaltige Zukunftssicherheit bei flexibler Auslegung der erforderlichen Bandbreiten gelegt.</p>
<p>Während der Ausbau gegen Ausgleich einer Wirtschaftlichkeitslücke bei vielen Breitbandprojekten bereits erprobt und erfolgreich umgesetzt wurde, gibt es für den Aufbau von NGA-Netzen in Gewerbegebieten noch nicht viele Vorbildprojekte. Aus Sicht der Stadt war klar, dass die eigene Leistung bei der Bereitstellung der passiven Infrastruktur im Sinne eines Kabelschutzrohres endet. Der Betrieb von aktiver Technik durch „Beleuchten“ einer Glasfaser erfordert zusätzliche Erfahrungen und Ressourcen. Selbst beim Einziehen einer unbeleuchteten Faser („Dark-Fiber“) können durch unterschiedliche Glasfasertypen Akzeptanzprobleme für die Nutzung eintreten. Die Beschränkung auf das reine <a href="http://www.telecomde.com/tag/leerrohr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Leerrohr">Leerrohr</a> bringt zudem den Vorteil, dass eine gewisse Technologie-Neutralität gewahrt bleibt, da sowohl Glasfaser als auch Koaxialkabel eingezogen werden können.</p>
<p>Damit der Bau der passiven Infrastruktur nicht zu einer längerfristig ungenutzten Investitionsruine führt, wurde entscheiden, vor der Ausschreibung für den Tiefbau und die Leerrohr-Verlegung nach späteren Nutzern zu suchen. Hierfür wurde eine öffentliche Ausschreibung durchgeführt, die der Suche des aus wirtschaftlicher Sicht für die Stadt attraktivsten Betreibers diente. Neben den wirtschaftlichen Aspekten wurden Kriterien für die Angebotsauswahl aufgestellt, die helfen sollen, das technische und betriebliche Konzept des Betreibers sowie die Nachhaltigkeit der Lösung im Vergleich zu bewerten.</p>
<p>Neben attraktiven Konzepten zum Ausbau mit Glasfaser bis zum Hausanschluss (Fiber-to-the-Building) wurde die Verlegung von Koaxialkabeln durch die Leerrohre vorgeschlagen. Im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit ist dieses Konzept für die Stadt Arnsberg das günstigste und auch für die Unternehmen stellt die Preisstellung eine attraktive Alternative zu anderen Geschäftskundenprodukten dar. Nach der Bewertung der Angebote fiel die Entscheidung der Stadt zugunsten des Koaxialkabel-Angebots von Unitymedia. Die Nutzung von DOCSIS 3.0 für Geschäftskunden-Produkte stellt ein Novum für beide Seiten dar, bislang gibt es keine Erfahrungen zur Akzeptanz von DOCSIS-Diensten bei Unternehmen. Hohe Bandbreiten im Downstream (128 MBit/s) und im Upstream (5 MBit/s) in Verbindung mit vergleichsweise niedrigen Preisen lassen insbesondere bei Gewerbebetrieben und mittelständischen Unternehmen hohe Akzeptanz erwarten. Die Nachteile fehlender symmetrischer Bandbreiten und der noch nicht verfügbaren festen IP-Adressen trifft in erster Linie größere Unternehmen. Die Mehrzahl von diesen hat allerdings bereits einen Glasfaser-Direkt-Anschluss. Der Pilotversuch und sein Ergebnis werden Auswirkungen auf die Weiterentwicklung von Geschäftskunden-Produkten haben.</p>
<p>Nach der Entscheidung für einen Nutzer der Leerrohre konnten im nächsten Schritt die Tiefbauarbeiten und die Verlegung der Leerrohre ausgeschrieben werden. Rechtzeitig vor dem 31.12.2010 konnte somit sowohl die Nutzung der Leerrohre als auch die Verlegung vergeben werden. Die Fertigstellung wird rechtzeitig vor dem Ende des Jahres 2011 sein, so dass auch die Voraussetzungen einer Förderung nach dem Zukunftsinvestitionsgesetz erfüllt werden.</p>
<p>Auch auf die Ausschreibungen der beiden unterversorgten Wohnviertel und von drei Gewerbegebieten für einen Ausbau gegen Ausgleich einer Wirtschaftlichkeitslücke stieß auf Interesse bei Betreibern, wenn auch in geringerem Ausmaß als bei der Ausschreibung der NGA-Netze. Auch in diesem Fall erhielt Unitymedia den Zuschlag für alle Losgebiete. Die erforderlichen Tiefbaumaßnahmen erfolgen in diesem Fall im Rahmen der Wirtschaftlichkeitslücke durch den Betreiber. Als Ergebnis ergibt sich eine fast flächendeckende Versorgung in Arnsberg durch Unitymedia.</p>
<p>Neben dem Ausbau der Wohn- und Gewerbegebiete wurde bei der Konzeption auch die Vernetzung der drei Standorte des Klinikums Arnsberg als eine Maßnahme identifiziert. Zur Intensivierung der Zusammenarbeit und einer Ausweitung der Arbeitsteilung wird eine breitbandige und symmetrische Vernetzung der Krankenhäuser im Bereich von mindestens 800 MBit/s erforderlich. Da die drei Standorte relativ weit verteilt im Stadtgebiet liegen ist eine direkte Vernetzung nicht unkompliziert. Als Übertragungstechnologie kommen in diesem Bandbreitenbereich nur eine Glasfaserverbindung oder Richtfunk in Betracht. Allerdings gibt es keine durchgehende Leerrohrstrecke zwischen den Krankenhäusern, die zum Einziehen von Lichtwellenleiter geeignet wären. Auch eine direkte Sichtverbindung ist aufgrund der Topographie nicht gegeben, so dass auf jeden Fall Relaisstationen erforderlich werden.</p>
<p>Da die Breitbandverbindung für den laufenden Betrieb genutzt werden sollen, wird neben der Primärvernetzung ergänzend eine physikalisch getrennte Backup-Lösung mit mindestens 100 MBit/s angestrebt. Der Betreiber soll über eine öffentliche Ausschreibung erfolgen und die Finanzierung einer Deckungslücke über das Zukunftsinvestitionsgesetz erfolgen. Die entsprechend durchgeführte Ausschreibung ist auf vergleichsweise großes Interesse gestoßen und es wurden Angebote mit einer Umsetzung mittels Richtfunk und Glasfaser abgegeben. Die eingereichten Konzepte waren durchweg gut ausgearbeitet und hochwertig. Die Auswertung der Angebote hat nicht zuletzt unter Würdigung der sehr unterschiedlichen Investitions- und Betriebskosten eine Entscheidung zugunsten des Angebots von Innofactory ergeben. Da die vorhandenen Budget-Mittel nicht für die Beauftragung von physikalisch getrennten Lösungen ausreichen, wurde nur die Richtfunklösung beauftragt. Mit der Lösung von Innofactory wird durch die Verwendung von unterschiedlichen Polarisationen für die Übertragung in zwei unabhängigen Systemen eine erhebliche Steigerung der Verfügbarkeit erreicht. Im Normalbetrieb arbeiten beide Systeme ergänzend. Fällt eines der Systeme aus, verbleibt immerhin noch die Hälfte der Bandbreite für einen Notbetrieb.</p>
<p>Die für Arnsberg umgesetzten Maßnahmen sind ein gutes Beispiel dafür, was im Rahmen des Konjunkturpakets zur Verbesserung der Breitbandinfrastruktur möglich war. Dank der Umsicht des Bürgermeisters von Arnsberg konnten in vorbildlicher Weise Maßnahmen umgesetzt werden, die insbesondere die Attraktivität von Arnsberg als Wohn- und Wirtschafts-Standorts nachhaltig absichert.</p>
<p>von Dr. rer. nat. Jürgen Kaack (<a href="http://www.telecomde.com/tag/telecomde/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with TelecomDE">TelecomDE</a>.com, weitere Informationen zum <a href="http://www.telecomde.com/dsl/die-autoren/">Autor</a>)</p>
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		<title>TelecomDE zu Internet, Demokratie und Politik</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 15:30:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Internet verändert in zunehmenden Maße Lebensgewohnheiten im beruflichen und privaten Umfeld. Dabei sind die Einstellung und der Abruf von Informationen zu jeder Zeit und an nahezu jedem Ort nur eine Facette. Emails verdrängen Briefe ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2009/01/kaack_foto.png" rel="shadowbox[sbpost-3555];player=img;"><img class="alignleft size-full wp-image-579" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Dr. rer. nat. Jürgen Kaack" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2009/01/kaack_foto.png" alt="" width="105" height="160" /></a>Das Internet verändert in zunehmenden Maße Lebensgewohnheiten im beruflichen und privaten Umfeld. Dabei sind die Einstellung und der Abruf von Informationen zu jeder Zeit und an nahezu jedem Ort nur eine Facette. Emails verdrängen Briefe und Faxe, selbst für rechtssichere Kommunikation, die bislang Papierform erforderte, entstehen z.B. mit der „De-mail“ Alternativen im Online-Bereich. Die „De-mail“ soll insbesondere die Kommunikation zwischen Bürgern und der öffentlichen Verwaltung erleichtern und Medienbrüche beseitigen, aber auch Verträge können auf diesem Wege rechtsverbindlich geschlossen werden.</p>
<p>In ähnlicher Weise wie die rechtssichere Kommunikation sind andere Anwendungen aus dem Bereich des eGovernment über das Medium Internet zu werten, als Mittel zur Effizienzsteigerung und der Erleichterung. Mit dem eigentlichen politischen Handeln haben diese Anwendungen allerdings so gut wie nichts zu tun.</p>
<p>In diesen Bereich stoßen allerdings mit zunehmender Kraft die sozialen Netzwerke, die erstmals 1997 auf den Markt gekommen sind. Anfangs war die Anwendung zu komplex und der Nutzen zu wenig transparent. Außerdem war die Breitbandinfrastruktur zu diesem Zeitpunkt noch nicht gut genug ausgebaut und mit Analoganschluss und Modem dauert der Seitenaufbau meist inakzeptabel lange. Ein weiteres Hindernis für die Massenanwendung war sicher auch die geringe Verfügbarkeit von Digitalfotos.</p>
<p>Ab 2004 waren viele Voraussetzungen für eine Verbreitung von sozialen Netzwerken wesentlich besser, die Breitbandinfrastruktur über ADSL oder Kabelmodem war in den Ballungsgebieten schon ausgebaut und Digitalkameras verdrängten die analoge Photographie. Mit der Verfügbarkeit von Open-Source Software-Tools wie das Datenbank-Programm MySQL konnten ohne die Barriere hoher Lizenzgebühren Anwendungen programmiert werden. Konsequenterweise entstanden mehr oder weniger zeitgleich eine Reihe von sozialen Netzwerken für unterschiedliche Zielgruppen und mit teils unterschiedlicher Funktionalität, von denen einige auch heute noch online sind wie z.B. Facebook, MySpace, orkut oder LinkedIn. Zunächst hatte MySpace die größeren Nutzerzahlen als Facebook. Durch intelligente Produktgestaltung und eine anwendungsgerechte Gestaltung hat Facebook dann aber alle anderen Netzwerke weit überholt, so dass mittlerweile (Anfang 2011) mehr als 600 Millionen Nutzer regelmäßig das Netzwerk nutzen, bei MySpace sind immerhin auch ca. 300 Millionen Nutzer registriert.</p>
<p>Die sozialen Netzwerke profitieren von der Bereitschaft insbesondere der jüngeren Bevölkerung nicht nur vorhandene Inhalte zu konsumieren, sondern selber eigene Inhalte zu generieren und dabei auch persönliche Informationen online zu stellen. Ein Kernnutzen ist sicher die Pflege von Kontakten und die Gewinnung neuer Bekanntschaften. Die Kommunikation zwischen Bekannten über die Netzwerke verdrängt dabei sogar den Austausch über das „klassische“ Medium Email. Die Möglichkeit, eigene Inhalte einzustellen und diese schnell im Kreis der Bekannten zu verteilen, schafft die Voraussetzung schnell auf Ereignisse zu reagieren und Meinungen Online zu diskutieren.</p>
<p>Die diskutierten Inhalte können ein breites Spektrum abdecken, z.B. Musik, Filme und Partys aber auch politische Themen abdecken. Auffällig war der Einfluss der sozialen Netzwerke und insbesondere von Facebook im Rahmen des Präsidentschaftswahlkampfes von Obama Ende 2008. Auf diesem Wege konnten erstaunlich viele Wahlhelfer motiviert und Wahlkampfspenden eingesammelt werden. Seither versuchen viele Politiker diesen Erfolg zu kopieren und man findet die meisten Politiker mit einer eigenen Seite bei Facebook.</p>
<p>Ebenfalls im Jahr 2008 wurde in Kolumbien über Facebook eine umfassende Protestaktion gegen die kolumbianische Guerilla-Organisation FARC organisiert, die eine Million Menschen auf die Straße gebracht hat. Eine Aktion über soziale Netzwerke kann offensichtlich dann besonders effizient erfolgen, wenn die die Nutzer emotional betroffen sind, wie dies wohl in Kolumbien der Fall war nach langen Jahren des Terrors.</p>
<p>Ein interessantes Beispiel für die Rolle der sozialen Netzwerke ist der Fall des ehemaligen Bundesverteidigungsministers zu Guttenberg. Nachdem es immer offenkundiger wurde, dass der Ex-Verteidigungsminister seinen Doktortitel mit nicht legalen Mitteln erschlichen hat und das Krisenmanagement eher stümperhaft erfolgte, schien die Regierung wieder zur Tagesordnung übergehen wollte, bildete sich Widerstand aus dem akademischen Umfeld. Hierfür war das Netzwerk Facebook eine ideale Basis. Erstaunlich ist, dass innerhalb kurzer Zeit über Facebook ein offener Brief von über 60.000 Akademikern und Unterstützern mit vollem Namen unterschrieben wurde. Für diese eher zurückhaltende Zielgruppe ist das eine erstaunlich hohe Zahl. Ob der offene Brief eine Rolle bei dem kurz darauf erfolgenden Rücktritt spielte, ist natürlich nicht festzustellen. Parallel zu der Bewegung der betroffenen Akademiker haben sich auch die Unterstützer von zu Guttenberg bei Facebook organisiert. Der Fall zeigt, wie ein Vorfall polarisierend wirken kann und in der Wirkung durch die sozialen Netzwerke und die Rückwirkung aus dem Kreis der Bekannten verstärkend wirkt.</p>
<p>Bei den aktuellen Revolutionen in Nordafrika hat das Internet und insbesondere wieder Facebook. Das soziale Netzwerk hat bei fehlender freier Presse für einen unzensierten Informationsaustausch gesorgt und gleichzeitig die Organisation von räumlich getrennten Gruppen ermöglicht. So spielt das Internet in allen Regionen mit zensiertem und begrenztem Informationszugang eine Alternative, die sich einer staatlichen Kontrolle weitgehend entzieht. Auch in China hat die Regierung schon mehrfach Aktionen gegen das Internet mit seiner selbstorganisierenden dezentralen Struktur durchgeführt und versucht das Internet zu kontrollieren. Auf Dauer werden solche Aktionen aber vermutlich nicht erfolgreich sein.</p>
<p>Über das Medium Internet und die sozialen Netzwerke werden somit Kommunikations- und Vernetzungsplattformen geschaffen, die räumliche, zeitliche und soziale Grenzen sprengen und eine unmittelbare Verbindung mit vielen anderen ermöglichen, die sich Großteils nicht mal persönlich kennen. Der Erfolgsfaktor einer einfachen und intuitiven Benutzeroberfläche hilft dabei, die Nutzung in einem weiten Kreis der Bevölkerung und über unterschiedliche Kulturkreise hinweg zu ermöglichen.</p>
<p>Welche Auswirkung können gerade soziale Netzwerke auf die politische Willensbildung und das politische Handel haben? Die Tatsache, dass die meisten Politiker heute ein eigenes Profil bei Facebook und anderen sozialen Plattformen haben bzw. diese durch ihre Büros betreiben lassen, ändert zunächst nicht viel im politischen Meinungsbildungsprozess. Andererseits haben Bürger durch die sozialen Netzwerke eine einfache und unmittelbare Möglichkeit gefunden, Meinungen zu äußern und mit anderen in einen Austausch einzutreten. Zunächst ist dies eine deutliche Erweiterung der früheren „Stammtisch-Diskussionen“. Auf diesem Wege können wieder größere Bevölkerungskreise für politische Themen und den Entscheidungsprozess interessieren. Die Entwicklung kann sich in Richtung einer direkteren Einflussnahme, quasi vergleichbar mit unkontrollierten und nicht-offiziellen Volksabstimmungen erweitern. Dabei können Aktivitäten im Internet unter Umständen die Rolle der etablierten Parteistrukturen unterlaufen oder einen Bypass zu den politischen Parteien bilden.</p>
<p>Eine solche Entwicklung muss keineswegs nur positiv wirken, da der Prozess der Meinungsbildung im Internet keinen demokratisch kontrollierten Abläufen entspricht. Mit der richtigen Auswahl und Aufbereitung von Fakten lassen sich Nutzer auf der emotionalen Ebene und unter Missachtung rationaler Argumente beeinflussen. Abstimmungen im Internet und in Foren sozialer Netzwerke sind eigentlich nie auch nur annähernd repräsentativ, da die Grundgesamtheit nicht bekannt ist und die Regeln repräsentativer Befragung nicht eingehalten oder kontrolliert werden können. Durch gefälschte – oder vielleicht sogar gekaufte Identitäten lassen sich so genannte Abstimmungen in die gewünschte Richtung manipulieren.</p>
<p>Dieses Risiko ist aber nicht Internet-spezifisch. Insbesondere Themen mit emotionaler Aufladung werden oft ohne gesicherte Faktenlage diskutiert und bewertet. Ein aktuelles Beispiel ist die Risiko-Diskussion um die Nutzung der Kernenergie. Mit Ängsten und komplexen Zusammenhängen lässt sich durch Simplifizierung und emotionale Aufbereitung eine Grundstimmung erzeugen, die über soziale Netzwerke leicht multiplizierbar ist und durch die Verkürzung von Argumentationen eingängig wird. Hierin liegt sicher eine der Gefahren von Diskussionen und Meinungsbildung über soziale Netzwerke. Auf der anderen Seite zeigt das Beispiel von Wikipedia, dass selbst eine chaotische Form der Wissensgenerierung bei Schaffung einer selbstorganisierten Struktur zu außergewöhnlichen Ergebnissen führen kann. Wikipedia ist heute die vermutlich weltweit umfangreichste Sammlung von lexikalischem Wissen und vor allem wesentlich aktueller als jedes gedruckte Lexikon. Dabei werden Fehler durch die Mitwirkung eines großen Kreises von freiwilligen Lektoren in kurzer Zeit gefunden und beseitigt. Die bewusste Fälschung oder Verfälschung ist zwar nicht ausgeschlossen, aber die Wahrscheinlichkeit einer sehr schnellen Korrektur ist ein ausgleichendes Regulativ. In der Anfangszeit von Wikipedia wurde dies von Vertretern der klassischen Medien und der „Wissensgesellschaft“ noch anders gesehen.</p>
<p>Selbst Organisationen wie WikiLeaks entfalten ihre Bedeutung, indem nicht-öffentliche Quellen einer breiteren Schicht interessierter Nutzung zugänglich gemacht werden. Dieses Vorgehen ist nicht neu, sowohl im Rahmen des investigativen Journalismus als auch in der Industriespionage wird das Ziel verfolgt, als geheim eingestufte Informationen aufzudecken. Grundsätzlich ist Transparenz eine sinnvolle Größe, sofern hierdurch einzelnen Personen oder Gruppen kein Schaden zugefügt wird. Das Beispiel von Präsident Nixon und der Watergate-Skandal sind ein gutes Beispiel für das Wirken investigativer Aufklärung.</p>
<p>Um die Energie der politischen Internet-Aktiven konstruktiv nutzen zu können, ist es notwendig, dass nicht nur die Gegner einer strittigen Angelegenheit vertreten sind. Derzeit sind die Gegner im Vorteil bei Internet-Aktionen und die „Sprachlosigkeit“ oder Abwesenheit der Befürworter verhindert den konstruktiven Dialog. Dies wird deutlich bei den Revolutionen in Nordafrika oder bei den Stuttgart-21 Demonstrationen. Selbst wenn sich die Vertreter unterschiedlicher Positionen in Gruppen organisieren, so gibt es heute kaum eine Kommunikation zwischen den getrennten Gruppen. Solange es bei der Kommunikation innerhalb der Gruppen bleibt, wird für den demokratischen Prozess kein besonderer Fortschritt erreicht.</p>
<p>Für den Dialog unterschiedlicher Interessenvertreter bedarf es für einen Erfolg einem strukturierten Prozess und einer Moderation in ähnlicher Weise wie bei einem Schlichtungsverfahren. Für die Umsetzung in sozialen Netzwerken sind wohl weitere Innovationen erforderlich. Für die Rolle des Moderators ist eine neutrale und allseits akzeptierte Institution erforderlich.</p>
<p>Grundsätzlich bietet das Internet und hier ganz besonders die sozialen Netzwerke eine gute Chance, Demokratie zu stärken und Bürger wieder an den politischen Prozess heran zu führen und eine Teilhabe zu ermöglichen, die die politischen Parteien offensichtlich nicht in gleicher Weise schaffen. Es bedarf allerdings noch einer Struktur und eines selbstorganisierenden Prozesses vergleichbar Wikipedia, um einen offensichtlichen Missbrauch einzuschränken. Insbesondere ist es unabdingbar, dass die politischen Parteien und Organisationen selber aktiv mit dem Medium umgehen und offene Diskussionen fördern.</p>
<p>Auf dieser Basis kann die breite Intelligenz neue Potenziale entfalten, die im Sinne der Bürgerbeteiligung nicht nur für die emotional wirksamen Themen genutzt werden kann, sondern als Vorbereitung zur breiten Entscheidungsfindung. Mit eParticipation wird dies bereits in ausgewählten Projekten wie Planfeststellungsverfahren oder Bürgerhaushalten genutzt. Eine breite Bürgerbeteiligung kann das vorhandene Wissen und die Erfahrung der Bevölkerung nutzbringend eingesetzt werden. Dabei sollte der breite Diskurs über unterschiedliche Fragestellungen mit Internet-Applikationen nicht mit der Einführung einer allgemeinen direkten Demokratie missverstanden werden. Allerdings kann die Grundlage für Entscheidungen verbessert werden und zusätzliche Alternativen abgewogen werden. Vermutlich gelingt es so, die Wahrscheinlichkeit von Fehlentscheidungen einzugrenzen. Es macht auf der anderen Seite aber sicher keinen Sinn, politische Entscheidung über reine Mehrheitsentscheidungen und Online-Abstimmungen zu fällen.</p>
<p>von Dr. rer. nat. Jürgen Kaack (<a href="http://www.telecomde.com/tag/telecomde/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with TelecomDE">TelecomDE</a>.com, weitere Informationen zum <a href="http://www.telecomde.com/dsl/die-autoren/">Autor</a>)</p>
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		<title>Deutsche Telekom startet Glasfaserausbau in Deutschland</title>
		<link>http://www.telecomde.com/festnetz/deutsche-telekom-startet-glasfaserausbau-in-deutschland/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Feb 2011 11:33:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[- FTTH: Glasfaseranbindung für zehn Städte in 2011
- Ausbau des VDSL-/DSL-Netzes mit bis zu 50 Mbit/s
- Einrichtung erster LTE 1800- und LTE 2600-Netze
- Köln wird LTE-City
- Steigerung der maximalen Bandbreite im 3G-Mobilfunknetz auf 42 Mbit/s
- Schließung weißer Flecken durch Technologie-Mix]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2011/02/090311-vandamme-171-pi3.jpeg" rel="shadowbox[sbpost-3475];player=img;"><img class="alignleft size-medium wp-image-3495" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Niek Jan van Damme" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2011/02/090311-vandamme-171-pi3-300x250.jpg" alt="" width="210" height="175" /></a>Für die <a href="http://www.telecomde.com/tag/deutsche-telekom/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutsche Telekom">Deutsche Telekom</a> stehen schnelle und effiziente Telekommunikationsnetze im Fokus der diesjährigen CeBIT. Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s im Download und bis zu 0,5 Gbit/s im Upload werden im Netz der <a href="http://www.telecomde.com/tag/telekom/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Telekom">Telekom</a> zukünftig möglich sein. 2011 gibt das Unternehmen den Startschuss für den <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaserausbau/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaserausbau">Glasfaserausbau</a>: Allein in diesem Jahr werden bis zu 160 000 Haushalte in zehn deutschen Städten versorgt.</p>
<p>&#8220;Mit unserer Entscheidung, <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaser/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaser">Glasfaser</a> in <a href="http://www.telecomde.com/tag/deutschland/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutschland">Deutschland</a> auszubauen, bekennen wir uns klar zu unserem Heimatmarkt. Mit dem heutigen Start des Ausbaus setzen wir unsere Strategie konsequent um&#8221;, so <a href="http://www.telecomde.com/tag/niek-jan-van-damme/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Niek Jan van Damme">Niek Jan van Damme</a>, Vor-stand der Deutschen Telekom AG, zuständig für das Deutschlandgeschäft. &#8220;Nur durch einen intelligenten Technologie-Mix aus <a href="http://www.telecomde.com/tag/mobilfunk/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mobilfunk">Mobilfunk</a> und Festnetz können wir unseren Kunden schnelle Anschlüsse, eine hohe Qualität und attraktive Preise bieten.&#8221;</p>
<p>Vernetztes Leben und Arbeiten ist keine Vision, sondern gelebte Praxis: Zu Hause und unterwegs pflegen Menschen ihre Kontakte über soziale Netzwerke und shoppen online; sie kommunizieren mit Kollegen und Geschäftspartnern per Webkonferenz und greifen über mobile Verbindungen auf Daten und Anwendungen ihres Unternehmens zu. Für all diese Anwendungen sind schnelle Netze die Grundlage: Deutschland stehe an der Schwelle zur Gigabit-Gesellschaft, erläutert van Damme die Entscheidung, mit dem Glasfaserausbau zu beginnen.</p>
<p>Ausgewählte Stadtteile der Städte Braunschweig, Brühl, Hannover, Hennigsdorf, Neu-Isenburg, Kornwestheim, Mettmann, Offenburg, Potsdam und Rastatt werden 2011 mit Glasfaser versorgt werden. Die Telekom favorisiert die Fibre to the Home (<a href="http://www.telecomde.com/tag/ftth/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FTTH">FTTH</a>) Lösung, d. h. Glasfaserleitungen bis in die Wohnung der Kunden. Voraussetzung für den Ausbau und letztendlich auch für maximale Geschwindigkeiten sind moderne Gebäudenetze. &#8220;Wir müssen beim Ausbau mit den Eigentümern zusammenarbeiten und uns gemeinsam auf den Weg in Richtung Gigabit-Gesellschaft machen. Dadurch steigt nicht nur der Wohnwert, sondern auch die Attraktivität einer Immobilie&#8221;, so Niek Jan van Damme. Um den Aufbau der <a href="http://www.telecomde.com/tag/ftth/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FTTH">FTTH</a>-Netze zu beschleunigen, ist insgesamt eine moderne, investitionsfreundliche Regulierung notwendig. &#8220;Es ist erforderlich, dass alle bereits vorhandenen Infrastrukturen wie z. B. Kabelkanäle anderer Netzindustrien oder auch Gebäudenetze mitgenutzt werden dürfen, um Kosten zu sparen und Synergiepotenziale zu heben. Außerdem müssen wir einen &#8220;Flickenteppich&#8221; lokaler <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfasernetze/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfasernetze">Glasfasernetze</a> in Deutschland vermeiden, deshalb muss sich die Branche auf einen gegenseitigen, offenen Netzzugang einigen&#8221;, appelliert van Damme.</p>
<h4>Technologie-Mix für das Gigabitnetz</h4>
<p>Der Hunger nach Bandbreite ist noch nicht gestillt: Studien zufolge steigt der Datenverkehr im Festnetz bis 2013 um das Fünffache, im Mobilfunk sogar um das 60fache. Um dieser steigenden Nachfrage gerecht zu werden, treibt die Telekom den Ausbau der erforderlichen intelligenten und leistungsstarken Breitbandnetze weiter voran. Dabei setzt das Unternehmen auf einen zukunftsweisenden Technologie-Mix aus Glasfaser- und Kupferanbindungen, sowie breitbandige Mobilfunktechniken wie HSPA+, <a href="http://www.telecomde.com/tag/lte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with LTE">LTE</a> und <a href="http://www.telecomde.com/tag/wlan/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WLAN">WLAN</a>-Angebote. Durch diesen Mix entsteht ein flächendeckendes, leistungsstarkes und breitbandiges Gigabitnetz.<br />
2010 starteten die Glasfaser-Pilotprojekte in Hennigsdorf und Braunschweig. Außerdem wurde ein Pilot-Haushalt in Dresden per Glasfaser-Direktanbindung (FTTH) mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1 Gbit/s versorgt. <a href="http://www.telecomde.com/tag/vdsl/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with VDSL">VDSL</a> steht in 50 deutschen Städten zur Verfügung und mehr als 60 Prozent der Haushalte in Deutschland können mit Übertragungsraten von sechs bis 16 Mbit/s surfen.</p>
<h4>Highspeed über Funk</h4>
<p>Im August 2010 nahm die Telekom die bundesweit erste LTE-Mobilfunkstation im brandenburgischen Kyritz ans Netz. Zudem steigerte das Unternehmen im vergangenen Jahr in großen Teilen des HSPA/UMTS-Netzes das Spitzentempo auf 21 Mbit/s und erhöhte die Abdeckung um über zehn Prozent auf 83 Prozent der Bevölkerung. Im zweiten Quartal beginnt die Vermarktung der entsprechenden Datentarife.</p>
<p>Noch bessere Abdeckung und noch höhere Übertragungsraten &#8211; das sind auch im Bereich Mobilfunk zentrale Ziele für 2011. So wird die Telekom das HSPA/UMTS-Netz noch einmal ausweiten und bis zum Jahresende im gesamten Netz die verfügbare Bandbreite auf bis zu 42 Mbit/s verdoppeln. Noch wesentlich mehr Tempo liefert die LTE-Technik auf Basis der Frequenz-bänder in den Bereichen 1,8 und 2,6 GHz. Anvisiert sind bis zu 100 Mbit/s. Im Frühsommer 2011 wird die Telekom diese Technik ausgewählten Geschäftskunden im Rahmen von &#8220;Friendly-user-Tests&#8221; zur Verfügung stellen. Zudem wird <a href="http://www.telecomde.com/tag/koln/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Köln">Köln</a> mit LTE auf Basis der 1,8 und 2,6 GHz Frequenzen großflächig ausgebaut und im Anschluss kommerziell für Privatkunden verfügbar gemacht. Der LTE-Stick von Huawei ist das erste 4G-Endgerät. Der Stick unterstützt neben LTE auch die vorhandenen 2G- und 3G-Netze und wählt automatisch die jeweils schnellste verfügbare Übertragungstechnik.</p>
<h4>Deutsche Telekom erschließt weiße Flecken</h4>
<p>Sowohl die DSL-Technik als auch die Funktechnologien HSPA und LTE spielen bei der Schließung sogenannter weißer Flecken eine wichtige Rolle: Die Telekom setzt die verschiedenen Technologien gezielt im Mix ein, um ländliche Gebiete ohne Breitbandversorgung effektiv und effizient an das Highspeed-Netz anzubinden. Um DSL aufs Land zu bringen, hat das Unternehmen im vergangenen Jahr über 800 Kooperationsverträge mit Kommunen geschlossen. Damit sind für weitere rund<br />
360 000 Haushalte Bandbreiten von bis zu 16 Mbit/s verfügbar. Für dieses Jahr rechnet die Telekom erneut mit 700 bis 800 Kooperationsvereinbarungen mit Gemeinden. Im Rahmen solcher Vereinbarungen soll künftig wesentlich häufiger als bislang die besonders schnelle VDSL-Technik mit Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s zum Einsatz kommen: 2011 werden rund 600 000 zusätzliche Haushalte mit VDSL versorgt werden. Rund die Hälfte der weißen Flecken konnte die Telekom 2010 mit HSPA- und LTE 800-Technik erschließen. Auch diesen Weg über schnelle mobile Verbindungen wird das Unternehmen 2011 fortsetzen: Geplant ist, rund 1 500 Gebiete mit modernster Mobilfunktechnik auszubauen.</p>
<p>Erweitern wird die Telekom auch ihr öffentliches WLAN-Angebot HotSpot. Es umfasst aktuell in Deutschland rund 8 000 Standorte. Die Telekom wird unter anderem weitere ICE-Züge der Deutschen Bahn und weitere Flugzeuge der Lufthansa mit WLAN-Technik ausstatten und damit insbesondere ihren Businesskunden ein nahtloses Highspeed-Netz entlang vieler Reiserouten bereitstellen.</p>
<p>via <a href="http://www.telecomde.com/tag/dtag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DTAG">DTAG</a> Newsletter</p>
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		<title>Kommentar zur Einrichtung eines Breitband-Büros des Bundes (BBB)</title>
		<link>http://www.telecomde.com/dsl/kommentar-zur-einrichtung-eines-breitband-buros-des-bundes-bbb/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 15:15:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 01.12.2010 hat das Bundeswirtschaftsministerium nach einem zweistufigen Auswahlverfahren die Vergabe eines Breitband-Büros des Bundes (BBB) an die beiden Unternehmen Serviceplan und Atene KOM bekanntgegeben (http://bit.ly/idc7Co). Die Einrichtung eines Breitbandbüros zusätzlich zu den in den ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3370" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="tde_kommentar" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/12/tde_kommentar.png" alt="" width="195" height="135" />Am 01.12.2010 hat das Bundeswirtschaftsministerium nach einem zweistufigen Auswahlverfahren die Vergabe eines <a href="http://www.telecomde.com/tag/breitband/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Breitband">Breitband</a>-Büros des Bundes (BBB) an die beiden Unternehmen Serviceplan und Atene KOM bekanntgegeben (<a href="http://bit.ly/idc7Co" target="_blank">http://bit.ly/idc7Co</a>). Die Einrichtung eines Breitbandbüros zusätzlich zu den in den meisten Bundesländern bereits vorhandenen Breitbandkompetenzzentren wird von Experten schon seit längerem gefordert. Dr. Kaack von der STZ-Consulting Group bereits Mitte 2008 die Schaffung eines zentralen Breitbandkompetenzzentrums angeregt (<a href="http://bit.ly/e2IwjN" target="_blank">http://bit.ly/e2IwjN</a>). Seit 2008 hat sich der <a href="http://www.telecomde.com/tag/breitbandausbau/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Breitbandausbau">Breitbandausbau</a> rasant weiterentwickelt, in den Ballungsgebieten sind erste <a href="http://www.telecomde.com/tag/fiber/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fiber">Fiber</a>-to-the-Building (FttB) Anschlüsse verlegt und die Beseitigung von „weißen“ Flecken mit mehrheitlich weniger als 1 MBit/s macht deutliche Fortschritte. Trotzdem macht die Einrichtung des BBB unverändert sehr viel Sinn.</p>
<p>Der Breitband-Ausbau in <a href="http://www.telecomde.com/tag/deutschland/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutschland">Deutschland</a> bringt eine Reihe von Herausforderungen für Kommunen, Kreise, Länder und die <a href="http://www.telecomde.com/tag/netzbetreiber/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzbetreiber">Netzbetreiber</a>. Dabei ist die Schließung der „weißen“ Flecken, d.h. solcher Ortsteile, die entweder ganz unversorgt sind oder mehrheitlich eine Bandbreite von weniger als 1 MBit/s aufweisen, nur ein Zwischenschritt. Diese Gebiete sind nur aus einem Grund immer noch nicht ausreichend versorgt: der Ausbau ist für die Betreiber unwirtschaftlich! Um dieses Problem zu vermeiden hat der Bund Fördermittel für den Ausbau bereitgestellt, die von Kommunen unter bestimmten Voraussetzungen genutzt werden können, um den größten Teil (bis zu 90%) der Wirtschaftlichkeitslücke aus zu gleichen. Bis Ende 2011 wird es mithilfe der Förderprogramme gelingen, den größten Teil der heute noch unterversorgten Regionen aus zu bauen.</p>
<p>Es ist allerdings zu befürchten dass auch Ende 2011 noch schlecht versorgte Ortschaften übrigbleiben. In manch einem dünn besiedelten Gebieten mit geringem Kundenpotential, die weit entfernt von einem Backbone liegen, reicht selbst die einmalige Zahlung zum Ausgleich einer Wirtschaftlichkeitslücke nicht aus, da auch der laufende Betrieb eine Unterdeckung bringt. Für diese Regionen gibt es bislang noch keine Lösung.</p>
<p>Selbst wenn es eine Lösung für die Schließung der weißen Flecken gibt, entstehen in Verbindung mit Förderprogrammen oft Fleckenteppiche von Ausbaugebieten mit unterschiedlichen Technologien. Gelingt ein nachhaltiger Ausbau, z.B. mit einer Fiber-to-the-Curb Lösung, bei der die Standorte der <a href="http://www.telecomde.com/tag/kabelverzweiger/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kabelverzweiger">Kabelverzweiger</a> mit <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaser/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaser">Glasfaser</a> angebunden werden, so sind dort flächendeckend Bandbreiten von 16 MBit/s (oder bei Einsatz von <a href="http://www.telecomde.com/tag/vdsl/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with VDSL">VDSL</a> als Übertragungstechnik auch mit 50 MBit/s) verfügbar. Oft entsteht in den eigentlich ausreichend mit z.B. 2 MBit/s versorgten Nachbar-Ortschaften nach dem Ausbau ein neuer Bedarf und die „schwarzen“ Flecken werden zunehmend zu „grauen“ Flecken.</p>
<p>Dieser Zyklus wird erst unterbrochen, wenn an jedem Anschluss mit einer Glasfaser-Leitung eine beliebig hohe Bandbreite verfügbar ist. Ein flächendeckender Ausbau mit Glasfaser-Anschlüssen kostet zwischen 50 und 100 Mrd. €, die weder die Netzbetreiber noch die Kommunen finanzieren können. Daher ist eine langfristige Planung über 10 bis 15 Jahren mit einem Masterplan und der Nutzung von anstehenden Tiefbaumaßnahmen für eine Verlegung im Beilauf erforderlich. Die Kosten für den Ausbau werden auf diesem Wege auf einen Betrag in Höhe von 10 bis 20 Mrd. € über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren sinken.</p>
<p>Die Erfahrungen der letzten Jahre lassen befürchten, dass diese Entwicklung nicht von alleine erfolgen wird. Weder die Kommunen noch die Netzbetreiber sind auf eine solche Aufgabe vorbereitet oder halten Ressourcen für die Durchführung bereit. Zudem wird es vermutlich erforderlich sein, dass regional unterschiedliche Kooperationen und <a href="http://www.telecomde.com/tag/geschaftsmodelle/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschäftsmodelle">Geschäftsmodelle</a> für die Umsetzung erforderlich werden. Sollte diese Aufgabe nicht in großen Teilen des Landes nachdrücklich angegangen werden, könnten in zehn Jahren so hohe Investitionskosten erforderlich werden, dass sie nicht erbracht werden können. Dann wird die digitale Kluft zwischen Stadt und Land weiter vertieft.</p>
<p>Für eine weitere Beschleunigung der Beseitigung der weißen Flecken kommt das Anfang Dezember 2010 beim Bundes-Wirtschaftsministerium (<a href="http://www.telecomde.com/tag/bmwi/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BMWI">BMWi</a>) eingerichtete Breitband-Büro des Bundes eher etwas zu spät. Auch dürfte der Bedarf an einer Bürgermeister-Hotline heute nicht mehr allzu groß sein. Trotzdem gibt es immer noch offene Fragen, die bislang keine Anlaufstelle finden, z.B. bei Fragen zur Beihilfeproblematik, sobald der Weg der <a href="http://www.telecomde.com/tag/eu/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with EU">EU</a>-notifizierten Prozesse verlassen wird. Oder auch die Frage, nach welchen Regeln Breitband-Ausschreibungen zu behandeln sind, nach VOL-A, als Dienstleistungs-Konzession oder als einfache Auswahlverfahren? Hieran hängen unmittelbar weitere Fragen, wie die Anwendung der <a href="http://www.telecomde.com/tag/eu/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with EU">EU</a>-Grenzwerte für eine europaweite Ausschreibung bei Breitband-Vorhaben. Für die Koordination und Unterstützung bei der flächendeckenden Versorgung mit Glasfaser-Anschlüssen (Fiber-to-the-Building) kann das BBB aber auf jeden Fall wertvolle Beiträge liefern und  verhindern, dass Aktivitäten so lange verschoben werden, bis es für eine wirtschaftliche Lösung zu spät ist. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Weichen zu stellen für eine flächendeckende Glasfaser-Versorgung in 15 Jahren!</p>
<p>von Dr. rer. nat. Jürgen Kaack (<a href="http://www.telecomde.com/tag/telecomde/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with TelecomDE">TelecomDe</a>.com, weitere Informationen zum <a href="http://www.telecomde.com/die-autoren/">Autor</a>)</p>
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		<title>Best Practise Beispiel Erftstadt &#8211; Das bislang größte Breitband-Ausbauprojekt in NRW</title>
		<link>http://www.telecomde.com/dsl/best-practise-beispiel-erftstadt-das-bislang-groste-breitband-ausbauprojekt-in-nrw/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Nov 2010 19:57:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JdC</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Mehrzahl der Projekte zum Breitband-Ausbau im ländlichen Raum erfolgt mit Fördermitteln. Die für einen Betreiber wirtschaftlich, d.h. ohne Deckungslücke ausbaubaren Gebiete dürften mittlerweile vollständig erschlossen sein. Somit bleiben die aus wirtschaftlicher Sicht problematischen Regionen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2009/01/kaack6.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3350];player=img;"><img class="alignleft size-medium wp-image-528" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Dr. rer. nat. Jürgen Kaack" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2009/01/kaack6-196x300.jpg" alt="" width="118" height="180" /></a>Die Mehrzahl der Projekte zum <a href="http://www.telecomde.com/tag/breitband/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Breitband">Breitband</a>-Ausbau im ländlichen Raum erfolgt mit Fördermitteln. Die für einen Betreiber wirtschaftlich, d.h. ohne Deckungslücke ausbaubaren Gebiete dürften mittlerweile vollständig erschlossen sein. Somit bleiben die aus wirtschaftlicher Sicht problematischen Regionen mit dünner Besiedlungsdichte und größerer Entfernung zum Backbone. Zwischen zusätzlichen Umsatzerlösen nach dem Ausbau und den Investitions- und Betriebskosten klafft oft die so genannte Wirtschaftlichkeitslücke, die entweder aus Haushaltsmitteln gedeckt werden kann oder unter Zuhilfenahme von Fördermitteln der Länder. Dabei steigt die Anzahl der mit Fördermitteln umgesetzten <a href="http://www.telecomde.com/tag/breitband/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Breitband">Breitband</a>-Projekte in den letzten Monaten deutlich an.</p>
<p>Neben Projekten nach dem GAK-Programm wird derzeit noch eine Reihe von Vorhaben mit Finanzierung aus dem Konjunkturpaket II umgesetzt. Da eine Voraussetzung für die Nutzung von Mitteln aus dem Zukunftsinvestitionsgesetz ein Baubeginn vor dem 31.12.2010 ist, geht die Zeit für die Nutzung dieser Fördermöglichkeit schnell zu Ende. Das GAK-Programm dagegen ist bis Ende 2013 verlängert worden. Ob diese Frist tatsächlich genutzt werden kann, hängt in der Umsetzung von den Bundesländern ab.</p>
<p>Eine Förderung nach dem GAK-Programm unterliegt engen Auflagen und führt daher in vielen Fällen zu kleinteiligen Lösungen für Ortschaften oder Ortsteile, für die eine Unterversorgung nachgewiesen werden konnte. Daher ist es umso bemerkenswerter, dass mit dem Breitbandprojekt für Erftstadt eine Umsetzung nach dem <a href="http://www.telecomde.com/tag/fiber/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fiber">Fiber</a>-to-the-Curb (<a href="http://www.telecomde.com/tag/fttc/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FttC">FttC</a>) Konzept in insgesamt fünf Stadtteilen mit insgesamt über 15.000 Einwohnern möglich ist. <a href="http://www.telecomde.com/tag/fttc/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FttC">FttC</a> ist ein für den Ausbau anerkanntes für eine nachhaltige Versorgung. Mit diesem Ansatz wird eine <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaser/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaser">Glasfaser</a>-Versorgung bis in die Ortschaften (zu den Standorten der Kabelverweiger) vorangetrieben. Durch einen konsequenten und geplanten Ausbau des <a href="http://www.telecomde.com/tag/leerrohr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Leerrohr">Leerrohr</a>-Netzes kann aufbauend auf dem FttC-Netz in einigen Jahren ein Glasfaser-Anschluss-Netz realisiert werden.</p>
<p>In die fünf Ortsteile Bliesheim, Dirmerzheim, Erp, Friesheim und Gymnich werden in den nächsten Monaten 31 Kilometer Glasfaser-Kabel verlegt werden. Insgesamt werden 32 Kabelverzweiger mit Multifunktionsgehäusen (MfG) zum Outdoor-DSLAM überbaut und mit Stromanschlüssen für die dann dort installierte aktive Übertragungstechnik ausgerüstet. Im Ergebnis werden dann für die überwiegenden Mehrzahl der Anschlüsse wird nach dem Infrastruktur-Ausbau eine Bandbreite von 16 MBit/s nutzbar sein anstatt der heute im Schnitt mit unter 1 MBit/s unzureichenden Bandbreite.</p>
<p>Dem Vertragsabschluss mit der <a href="http://www.telecomde.com/tag/deutsche-telekom/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutsche Telekom">Deutsche Telekom</a> als dem ausgewählten <a href="http://www.telecomde.com/tag/netzbetreiber/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzbetreiber">Netzbetreiber</a> ist ein Projekt mit einer Dauer von einem Jahr vorausgegangen. Ende 2009 beauftragte die Stadt Herrn Dr. Kaack von der STZ-Consulting Group mit der Durchführung der notwendigen Projektarbeiten. Dabei wurde zunächst die Unterversorgung durch Versorgungstabellen nachgewiesen und eine Markterkundung bei den Netzbetreibern durchgeführt. Für Dr. Kaack ist es wenig erstaunlich, dass sich auch in Erftstadt kein Anbieter finden ließ, der einen wirtschaftlichen und nachhaltig zukunftssicheren Ausbau ohne öffentliche Zuwendungen plant. Ergänzende Erkundungen bei der Deutschen Bahn, den Stadtwerken, dem örtlichen Gas- und dem Energieversorger haben keine geeignete Leerrohrinfrastruktur zutage gefördert, die für einen Breitband-Ausbau nutzbar gewesen wäre.</p>
<p>Als nächstes wurde eine schriftliche Befragung bei allen Haushalten durchgeführt, die die Unterversorgung mit 79% der Anschlüsse der Befragten unter einem MBit/s (im Durchschnitt der Befragten 714 Kbit/s) bestätigen. Durch die frühzeitige Einbeziehung der Ortsbürgermeister und deren aktive Unterstützung bei der Befragung konnte mit bis zu 25% eine recht hohe Rücklaufquote erreicht werden. Die Unzufriedenheit mit der derzeitigen Versorgung liegt 94% hoch und auch die Wechselbereitschaft von 83% der Befragten unterstreicht den vorhandenen Bedarf. Die Ergebnisse bei den befragten Unternehmen liegen auf ähnlichen Werten (91% Unzufriedenheit). Aufgrund der derzeit fehlenden Angeboten mit alternativer Zugangstechnik in den unterversorgten Ortsteilen ist es nicht verwunderlich, dass ca. 85% der Befragten DSL als die derzeit genutzte Breitband-Technologie angegeben haben. Nach DSL ist die Nutzung von Modems für den Analog- oder ISDN-Anschluss die am meist genutzte Technologie für den Internet-Zugang. Mit den Ergebnissen der Befragung und einer parallel durchgeführten statistischen Ableitung des theoretischen Kundenpotenzials ist die Potenzialanalyse abgeschlossen und eine weitere Voraussetzung zur Stellung des Förderantrages erfüllt.</p>
<p>Im Laufe der Projektdurchführung wurde die Grenze für eine Unterversorgung von 1 auf 2 MBit/s angehoben. Damit konnten anderthalb weitere Ortsteile in die Projektarbeit einbezogen werden, die heute eine Versorgung von etwa 1,5 MBit/s haben. Durch diese Erweiterung konnten mit fünf geschlossenen Ortsteilen erhebliche Teile des Stadtgebietes für einen Ausbau bearbeitet werden. Für die Konkretisierung ist eine transparente Ausschreibung nach den Regeln des GAK-Programms erforderlich, die technologieneutral aufgestellt sein muss, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.</p>
<p>Um die Auswahl unter den Anbietern nicht nur mit qualitativen Argumenten zu treffen, hat Dr. Kaack für die Ausschreibung in Erftstadt quantitative Bewertungskriterien entwickelt, die mittlerweile erfolgreich in verschiedenen Vorhaben eingesetzt wurden. Dabei haben wirtschaftliche Aspekte wie die Höhe der Wirtschaftlichkeitslücke und die Kaufkraftabschöpfung durch höhere Kundenkonditionen besondere Bedeutung. Andere Aspekte wie die verfügbare Bandbreite und das Angebot von weiteren Diensten wie z.B. Telefonie werden berücksichtigt. Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass das Förderprogramm fordert, dass die mit Subventionen errichtete Infrastruktur über mindestens sieben Jahr in Betrieb gehalten werden muss. Dies stellt Anforderungen an die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Anbieters. Für den späteren Kunden sind ergänzend die Serviceleistungen des Anbieters von Bedeutung, falls es Fragen zum Dienst oder zur Rechnung gibt und insbesondere im Falle von Störungen. Die Einhaltung der Datenschutz-Bestimmungen und ein durchdachtes Sicherheitskonzept für den Betrieb sollten zwar selbstverständlich sein, eine Prüfung empfiehlt sich trotzdem im Interesse der Kunden und zur Vermeidung späterer Beschwerden.</p>
<p>Für den Anbieter wird die Erstellung eines erfolgversprechenden Angebotes einfacher, wenn er die Bewertungskriterien bereits bei der Erstellung kennt. Bewertungskriterien und eine Leistungsbeschreibung mit ergänzenden Informationen über die auszubauenden Ortschaften, Besiedlungsstrukturen und die Ziele beim <a href="http://www.telecomde.com/tag/breitbandausbau/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Breitbandausbau">Breitbandausbau</a> wurden daher interessierten Bietern auf Anfrage während der Ausschreibungsfrist bereitgestellt. Die eigentliche Dauer der Ausschreibung sollte zwei Monate nicht unterschreiten, damit alternative Anbieter die Chance haben, Informationen über Netzinfrastrukturen und Trassenverläufe von der Deutschen <a href="http://www.telecomde.com/tag/telekom/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Telekom">Telekom</a> zu erhalten.</p>
<p>Nach der Submission werden die eingegangenen Angebote bewertet und eine Vergabeempfehlung erarbeitet. Jetzt kann der endgültige Förderantrag an das zuständige Dezernat der Bezirksregierung gerichtet werden. Sollte die Zeit bis zur Entscheidung der Bezirksregierung nicht ausreichen, ohne die Bindefrist des ausgewählten Betreibers zu überschreiten, kann ein Antrag auf einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn gestellt werden. Nach dessen Eingang oder nach Bewilligung des Förderantrags können die eigentlichen Vertragsverhandlungen zwischen der Kommune und dem Betreiber aufgenommen werden. Nach Unterzeichnung des Kooperationsvertrages beginnt der Infrastrukturausbau, der in der Regel innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen sein sollte. Ein erfolgreiches Breitbandprojekt kann bis zur Bereitstellung des neuen Dienstes somit durchaus zwei Jahre dauern.</p>
<p>In Erftstadt werden in der zweiten Jahreshälfte 2011 die ersten Ortschaften fertig ausgebaut sein. Bis zum Ausbau der letzten Ortschaften kann es aber bis 2012 dauern. Der mittlerweile vertraglich vereinbarte Breitbandausbau für mehr als 4.000 Haushalte belastet den städtischen Haushalt mit 27.000 Euro. Bei gut 4.000 unterversorgten Haushalten ergibt sich somit ein öffentlicher Zuschuss in Höhe von 6,75 Euro pro unterversorgten Haushalt. Aus Sicht von Dr. Kaack ein sehr niedriger Wert zur Absicherung der Zukunftsfähigkeit – selbst für eine Kommune mit Nothaushalt.</p>
<p>Bis zur Inbetriebnahme sind nicht unerhebliche Tiefbauarbeiten zur Verlegung der benötigten 31 Kilometer <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaserstrecken/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaserstrecken">Glasfaserstrecken</a> und die Stromversorgung von 32 Multifunktionsgehäusen zu erbringen. Nach Fertigstellung der Infrastruktur ist über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren der weitere Breitbandausbau voraussichtlich kein weiteres Problem für die Kommune. Durch Änderungen in der aktiven Übertragungstechnik ist mit geringem Aufwand eine frühere oder spätere Erweiterung von ADSL zu <a href="http://www.telecomde.com/tag/vdsl/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with VDSL">VDSL</a> möglich, d.h. Bandbreiten von 50 MBit/s in Abhängigkeit von der Länge der nach wie vor in Kupfer betriebenen Teilnehmeranschlussleitung (<a href="http://www.telecomde.com/tag/tal/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with TAL">TAL</a>). Über einen längeren Zeitraum hinweg wird auch in Erftstadt nichts an einem Ausbau mit Glasfaser bis zum Hausanschluss (Fiber-to-the-Building) vorbei führen ist sich Dr. Kaack sicher. Aber auf der Basis des Fiber-to-the-Curb Ausbaus ist dies bei rechtzeitiger Vorplanung mit überschaubarem Aufwand zu realisieren. Die Vorplanung sollte allerdings nicht verschleppt werden, sonst droht später ein erheblicher Investitionsaufwand für die Verlegung von <a href="http://www.telecomde.com/tag/leerrohren/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Leerrohren">Leerrohren</a> bis zum Hausanschluss.</p>
<p>von Dr. rer. nat. Jürgen Kaack (<a href="http://www.telecomde.com/tag/telecomde/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with TelecomDE">TelecomDe</a>.com, weitere Informationen zum <a href="http://www.telecomde.com/dsl/dsl/die-autoren/">Autor</a>)</p>
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		<title>Der stufenweise Weg zum Glasfasernetz</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Nov 2010 11:22:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
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1. Ausgangslage
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/03/glasfaser.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3312];player=img;"><img class="alignleft size-medium wp-image-1987" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="© Benjamin Haas - Fotolia.com" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/03/glasfaser-200x300.jpg" alt="" width="120" height="180" /></a></p>
<h4>1. Ausgangslage</h4>
<p>Wie wird sich die Gesellschaft durch den Einfluss des Internets in 20 Jahren verändern und wie wird sich das Verhältnis von Stadt zu Land darstellen? Müssen Arbeitnehmer umziehen, wenn ihr Arbeitgeber einen Heimarbeitsplatz mit guter Anbindung an das Firmennetz fordert und sich die Arbeitswelt verändert? Müssen Elternvielleicht vom Land in die Stadt ziehen, wenn ihre Kinder am bisherigen Wohnort keine ausreichende Breitbandversorgung haben, um Hausaufgaben und Referate zu bearbeiten? Bleibt für Senioren nur der Umzug ins Altersheim oder in die nächste Großstadt, um Lösungen der Telemedizin und des „Ambient Assisted Living“ nutzen zu können und so länger in der eigenen Wohnung leben zu können?</p>
<p>Die Versorgung mit schnellen Internetzugängen ist für Kommunen bereits heute ein wichtiger Standortfaktor für die Neuansiedlung von Unternehmen und Bürgern, aber auch für die Verhinderung von einem Wegzug. Eine im Wettbewerb der Kommunen schlechte Breitbandanbindung bedeutet mittelfristig sinkende Gewerbesteuer-Einnahmen und eine schlechtere Vermietbarkeit von Wohnungen mit der Folge eines sinkenden Wertes von Immobilien. Ohne eine leistungsfähige Infrastruktur steigt die digitale Spaltung zwischen Stadt und Land und es droht die Überalterung oder gar Verödung von schlecht erschlossenen Regionen. Zu einer guten Infrastruktur gehört schon seit einigen Jahren neben der Straßenanbindung und dem öffentlichen Nahverkehr auch eine leistungsfähige Breitbandanbindung. Daher sind heute schon Kommunen bereit, selber aus Haushaltsmitteln (gegebenenfalls unter Nutzung von öffentlichen Fördermitteln) in die Verbesserung der Infrastruktur zu investieren. Ein Beispiel hierfür ist die Stadt Coburg, die einen bislang unversorgten Ortsteil mit Glasfaser (FttB) versorgt hat. Für die Anbindung von 540 investieren die Städtischen Überlandwerke Coburg  (SÜC) einen Betrag in Höhe von 2,3 Mio. € und verlegt seit August 2009 insgesamt 720.000 Meter Lichtwellenleiter.</p>
<p>Betrachtet man die verschiedenen Anschlusstechnologien, so gilt die Glasfaser zu Recht als das Übertragungsmedium für Telekommunikationsdiente der nächsten Jahre und Jahrzehnte. Andere Länder sind aufgrund der teilweise schlechteren technischen Ausgangslage bei den vorhandenen Netzen bereits deutlich weiter in der Durchdringung mit Glasfaseranschlüssen. Insbesondere die Deutschland eingesetzte <a href="http://www.telecomde.com/tag/vdsl/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with VDSL">VDSL</a>-Technik und der Ausbau der Kabel-TV Netze befriedigen den durchschnittlichen Bedarf von Haushalten und Unternehmen mit Bandbreiten von 16 bis 50 MBit/s. In Verbindung mit den hohen Ausbaukosten ist bei den Anschluss-Netzbetreibern keine hohe Dringlichkeit für den Glasfaserausbau in Deutschland zu beobachten. Gleichzeitig ist die Wirtschaftlichkeit von Netzen in vielen Regionen mit niedriger Besiedlungsdichte gering oder es lässt sich bei einem herkömmlichen Ausbau überhaupt keine Wirtschaftlichkeit darstellen. In diesen Fällen sind alternative Wege zu beschreiten. Trotzdem wird es auch in 20 Jahren noch abgelegene Weiler und Einzelgehöfte geben, die keinen eigenen Glasfaseranschluss haben. Der wäre entweder auf Kosten der jeweiligen Grundstückseigentümer zu erstellen wie es ähnlich in Finnland für die letzten zwei Kilometer gehandhabt wird. Oder es werden hierfür Funkalternativen eingesetzt mit geringerer Bandbreite. Fast überall ist als Überbrückungslösung oder für den längerfristigen Einsatz ein Anschluss über Satelliten-DSL möglich, allerdings derzeit nur bis 4 MBit/s.</p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-11.36.58.png" rel="shadowbox[sbpost-3312];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-3313" title="Bildschirmfoto 2010-11-19 um 11.36.58" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-11.36.58-300x200.png" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Gibt es in Deutschland bislang auch nur wenige umgesetzte Projekte für den Ausbau mit Glasfaser bis zum Haushalt (FttB oder <a href="http://www.telecomde.com/tag/ftth/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FTTH">FttH</a>: <a href="http://www.telecomde.com/tag/fiber/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fiber">Fiber</a>-to-the Building, <a href="http://www.telecomde.com/tag/fiber-to-the-home/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fiber-to-the-Home">Fiber-to-the-Home</a>), so sind doch bis 2013 immerhin über 2 Millionen Glasfaseranschlüsse konkret geplant. Die Umsetzung verteilt sich auf verschiedene Betreiber, wobei die folgende Auflistung nur eine Auswahl darstellt:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.telecomde.com/tag/netcologne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with NetCologne">NetCologne</a>: 400.000 Haushalte in <a href="http://www.telecomde.com/tag/koln/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Köln">Köln</a>, Bonn und Aachen bis 2011</li>
<li>Wilhelm.tel: Glasfaserausbau in Norderstedt, Ausweitung nach Hamburg in Vorbereitung</li>
<li>Hansenet: Planung für 130.000 Haushalte</li>
<li>VSE-Net: 7.500 Haushalte im Saarland</li>
<li>Versatel: 76.000 Haushalte in Frankfurt geplant, 81.000 in Essen, 5.000 in Freiburg</li>
<li><a href="http://www.telecomde.com/tag/m-net/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with M-net">M-Net</a>: 40.000 Gebäude  in Augsburg und München bis 2013 geplant, Ziel 580.000 Gebäude</li>
<li>Deutsche <a href="http://www.telecomde.com/tag/telekom/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Telekom">Telekom</a>: 27.000 Haushalte in Dresden, weitere Planungen für Ballungsgebiete</li>
<li>Stadtwerke Bochum: 100.000 Haushalte bis 2016 an Glasfaser anschließen</li>
<li>EWE Tel, Helinet, Stadtwerke Sindelfingen, und Schwerte: teilweise bereits in der Umsetzung</li>
</ul>
<p>Bis 2018 werden nach Expertenschätzung 6-8 Millionen Glasfaseranschlüsse realisiert, der Fokus der Ausbauaktivitäten liegt allerdings zunächst auf der Versorgung der Ballungsgebiete. Darüber hinaus sind neue Wege für die Versorgung in der Breite zu beschreiten.</p>
<h4>2. Markt wird durch Bandbreitenwachstum bestimmt</h4>
<p>1993 begann die breite Nutzung des Internets mit der Einführung des Hyperlink-Protokolls und dem ersten Browser (Netscape). Nach ca. 17 Jahren und einem starken Wachstum sind 2010 72% der deutschen Bevölkerung Online und der jährliche Zuwachs der Nutzer liegt bei 4%. In der Altersgruppe von 14 bis 29 ist die Internetnutzung bereits eine Selbstverständlichkeit (94,5% Durchdringung). Anfang 2010 nutzten 49,6% der Bevölkerung einen Breitbandanschluss (mehr als 1 MBit/s). Auch hier liegt das jährliche Wachstum bei 4% bei gleichzeitig steigenden Bandbreiten. In den Ballungsgebieten sind heute Bandbreiten von 16 MBit/s Standard, in einer Reihe von Großstädten wird noch in diesem Jahr eine Download-Geschwindigkeit von 100 MBit/s bis 1 Gbit/s verfügbar sein.</p>
<p>Treiber für die steigende Bandbreite sind im privaten Bereich die steigende Multimedianutzung (Videos, Bilder, Musik) und die Teilnahme an Social Networks (MySpace, Facebook, StudiVZ, Twitter, Xing etc.). Alleine YouTube benötigt 13% des gesamten Internet-Datenvolumens. Die Verlagerung der Kommunikation zu Chats und Instant-Medien verstärkt die Nachfrage nach Breitband-Anschlüssen. Aber nicht nur die Anwendungen erfordern für multimediale Elemente höhere Bandbreite, auch die regelmäßige Nutzungszeit des Internets steigt. Das durchschnittliche jährliche Datenvolumen pro Nutzer liegt 2010 bei 14,4 GB und damit um 25% über dem Vorjahreswert. Der Bedarf an höheren Bandbreiten ist über die letzten 10 Jahre permanent angestiegen und wird nach aller Voraussicht weiter steigen (einerseits bedingt durch jährlich um ca. 4% steigende Zahl von Internetnutzern, zum anderen bedingt durch das steigende Datenvolumen je Nutzer.</p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-11.40.11.png" rel="shadowbox[sbpost-3312];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-3314" title="Bildschirmfoto 2010-11-19 um 11.40.11" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-11.40.11-300x191.png" alt="" width="300" height="191" /></a></p>
<p>Im professionellen Bereich sind Kollaborations-Lösungen zur Optimierung des vernetzten Arbeitens über Unternehmensgrenzen hinweg, mit Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern und die Auslagerung von IT-Leistungen in Verbindung mit der Automatisierung von Prozessen (z.B. Online-Shops, Logistik-Abläufe) entscheidende Treiber für eine zunehmende Breitbandnutzung. Sinkende Datenkommunikations-Kosten und Flatrates begünstigen die Verbreitung von Cloud-Computing Lösungen, die heute einen noch kaum spürbaren Einfluss haben. Wenn aber in den nächsten Jahren Computer und Workstations zu „dummen“ Ein- und Ausgabegeräten werden und die eigentliche Verarbeitung und Speicherung bei IT-Dienstleistern erfolgt, wird das übertragene Datenvolumen weiter signifikant ansteigen.</p>
<p>Unabhängig von dieser Entwicklung entsteht mit dem Internet-der-Dinge ein neuer Anwendungsbereich für die Datenkommunikation (in der Regel nach dem Internet-Protokoll), der Übertragungskapazitäten bedingt. Neben RFID-Anwendungen in Produktion und Handel sowie Telemedizin-Lösungen gewinnt der Bereich Energie-Zählererfassung (Smart-Metering), die Optimierung der Energieverteilung (Smart Grid) und die Steuerung von Stromverbrauchern und Heizung im Haushalt (Smart Home) für das Internet-der-Dinge an Bedeutung. Während die Zählerfernablesung nur weniger Bytes je Ablese-Vorgang bedarf, entsteht durch die Menge der Daten, entsprechend der Anzahl aller Strom-, Gas- und Wasser-Zähler und einer Ablese-Frequenz von zu erwartenden 15 Minuten ein zusätzlich zu bewältigendes Datenvolumen. Aber auch Videoübertragungen werden in im Rahmen von Hausautomations-Konzepten verstärkt genutzt werden, z.B. für Sicherheits-Überwachungen. Auch im Verkehr ergeben sich mit dem Internet-der-Dinge durch die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander und mit Sensoren in der Straße neue Anwendungsfelder für eine bessere Verkehrsführung und höhere Sicherheit.</p>
<p>Zur Stimulierung des weiteren Breitband-Ausbaus in Deutschland hat die Bundesregierung Anfang 2009 das Ziel verkündet, bis 2014 75% aller Haushalte mit Anschlüssen zu versorgen, die mehr als 50 MBit/s ermöglichen. Zum anderen ist auf Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums bei der Bundesnetzagentur im Mai 2010 ein „<a href="http://www.telecomde.com/tag/nga/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with NGA">NGA</a>-Forum“ eingerichtet worden („<a href="http://www.telecomde.com/tag/nga/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with NGA">NGA</a>“ steht für Next-Generation-Access Netze, die eine Bandbreite von 50 MBit/s und mehr ermöglichen), bei dem die großen Netzbetreiber mitwirken und Lösungen für einen beschleunigten Ausbau schneller Breitbandnetze gesucht werden:</p>
<p><a href="http://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/RegulierungTelekommunikation/NGAForum/NGAForum_node.html">http://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/RegulierungTelekommunikation/NGAForum/NGAForum_node.html</a></p>
<h4>3. Technische Optionen für den Netzausbau</h4>
<p>Technologien zur Realisierung von Bandbreiten oberhalb von 100 MBit/s und mehr sind vorhanden und vielfach im Einsatz. Es gibt allerdings Barrieren für einen schnellen Ausbau der Hochleistungs-Infrastrukturen, da in Deutschland, anders als in anderen Ländern (Südkorea, Japan, Australien, Niederlande, Schweden, Finnland, Luxemburg …), der Ausbau nicht als öffentliche Infrastruktur sondern als kommerzielle Angebote der Netzbetreiber im Wettbewerb erfolgen soll.</p>
<p>Ein Telekommunikations-Netz untergliedert sich in den Weitverkehrsbereich (heute durchgängig mit Lichtwellenleitern ausgebaut), ein Regionalnetz, das das Weitverkehrsnetz mit den lokalen Knoten (Hauptverteilern) und den Kabelverzweigern (beim Breitbandausbau zu Outdoor-DSLAM überbaut) verbindet. Die immer noch vorhandene starke Präsenz von Kupferkabeln im Regionalnetz (insbesondere im ländlichen Raum) bereitet aufgrund der Dämpfung hochfrequenter Signale Probleme beim Breitbandausbau. So bleibt bei Leitungslängen von über 3 Kilometer nur eine Bandbreite von unter 1 MBit/s übrig.<br />
<a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-11.42.35.png" rel="shadowbox[sbpost-3312];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-3315" title="Bildschirmfoto 2010-11-19 um 11.42.35" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-11.42.35-300x118.png" alt="" width="300" height="118" /></a></p>
<p>Die staatlichen Förderprogramme ermöglichen trotz der Forderung nach einer technologieneutralen Suche grundsätzlich auch die Umsetzung leitungsgebundener Lösungen auf den Ausbau der regionalen Netze mit Glasfaser bis zu Kabelverzweigern (Fiber-to-the-Curb).</p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-11.43.50.png" rel="shadowbox[sbpost-3312];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-3316" title="Bildschirmfoto 2010-11-19 um 11.43.50" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-11.43.50-300x180.png" alt="" width="300" height="180" /></a></p>
<p>Die unterste Netz-Ebene bildet das Teilnehmer-Anschlussnetz von den Kabelverzweigern zum Hausanschluss mit der Teilnehmer-Anschluss-Leitung (<a href="http://www.telecomde.com/tag/tal/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with TAL">TAL</a>). Bis auf wenige Regionen in den Ballungsgebieten besteht die <a href="http://www.telecomde.com/tag/tal/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with TAL">TAL</a> derzeit zu über 99% aus Kupferdoppeladern. Mit der in der Post-Strukturreform 2 1989 eingeleiteten Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes und der späteren Privatisierung der damaligen Deutschen Post wurde der Grundstein für die heute schwache Durchdringung mit Glasfaser-Anschlüssen in Deutschland gelegt. Dieser Prozess ist aufgrund der geschaffenen Tatsachen als unumkehrbar anzusehen und auch die gelegentlich aufkommende Diskussion um en Breitbandzugang als Universaldienst ist heute nicht mehr zielführend. Die 1990 erzwungene Ausgliederung des Breitbandkabel-Netzes aus der Deutschen Telekom und der spätere Verkauf ab dem Jahr 2000 an verschiedene Betreiber hat das Kabelnetz als Breitband-Zugangsnetz zurückgeworfen und DSL als die dominierende Breitband-Technologie in Deutschland gefestigt. Erst in den letzten Jahren haben die Kabel-TV Anbieter mit Rückkanal-fähigen Netzen erheblich aufgeholt bei neuen Breitbandanschlüssen.</p>
<p>Die im Vergleich zu vielen anderen Ländern qualitativ hochwertige Kupferverkabelung im Anschlussbereich ermöglicht mit ADSL-Technologie und einer Glasfaser-Versorgung bis zu den Kabelverzweigern fast überall eine Bandbreite von 16 MBit/s (allerding mit einer über die Entfernung steigenden Dämpfung des Signals), mit VDSL-Technologie sind unter Nutzung der Kupferdoppelader Bandbreiten bis 80 MBit/s. Steigt die Länge der Kupferleitung über 5 Kilometer, bleibt von der Bandbreite bestenfalls ein Signal unter 1 MBit/s übrig. Erst mit Glasfaser bis zum Teilnehmer spielt die Weglänge keine Rolle mehr und Bandbreiten von über 10 Gbit/s sind realisierbar. Wird statt der Kupferdoppelader ein Koaxialkabel im Hausanschluss-Netz genutzt sind bis zu 130 MBit/s im Download möglich, die für die absehbare Zeit in den meisten Fällen ebenfalls ausreichen. Im Koaxialkabel wird die Dämpfung weniger stark herabgesetzt als in der Kupferdoppelader, trotzdem werden in Abständen von ca. einem Kilometer Verstärker im Netz benötigt.</p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-11.45.35.png" rel="shadowbox[sbpost-3312];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-3317" title="Bildschirmfoto 2010-11-19 um 11.45.35" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-11.45.35-300x194.png" alt="" width="300" height="194" /></a></p>
<p>Durch den Aufwand bei Tiefbauarbeiten in Strecken mit versiegelter Oberfläche, beträgt der Kostenanteil für die unabhängige Verlegung der Leerrohre oft ca. 70% der Gesamtkosten. Eine Folge der hohen Kosten ist die teilweise zögerliche Umsetzung von Breitbandanfragen bzw. die Bindung der Ausbauzusage an die Bereitstellung von öffentlichen Mitteln als Zuwendungen. Glasfaseranschlüsse (FttB oder FttH) werden im Zeitraum von 10 bis 15 auch in Deutschland die Mehrzahl aller Gebäude versorgen, daher sollten bereits heute von den Kreisen und Kommunen alle Vorkehrungen getroffen werden, um Leerrohre als wesentliche Bestandteile einer passiven Breitbandinfrastruktur und als Voraussetzung zur Versorgung mit Lichtwellenleitern kostengünstig zu verlegen. Daher sollte die Verlegung in Neubaugebieten im Rahmen der Schaffung von Hausanschlüssen (Strom, Wasser, Kanal, Gas) oder bei Sanierungsarbeiten im Straßenraum schon längst selbstverständlich sein. Bislang hat aber nur das Bundesland Baden-Württemberg dies verpflichtend für die Kommunen geregelt.</p>
<p>Einen Überblick über Leistungsmerkmale der verschiedenen Übertragungsmedien und –techniken zeigt die folgende Tabelle. Da sich in Teilbereichen durch Optimierung und Weiterentwicklungen laufende Verbesserungen ergeben, sind die einzelnen Werte nur indikativ zu verstehen. In der Tabelle ist der neue Mobilfunkstandard <a href="http://www.telecomde.com/tag/lte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with LTE">LTE</a> (Long-Term-Evolution) nicht enthalten, der durch hohe Frequenzökonomie bestehende Standards ablösen wird. <a href="http://www.telecomde.com/tag/lte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with LTE">LTE</a> ist noch nicht vollständig marktreif (so fehlen noch Endgeräte für den Nutzer und die Tarif-Strukturen zeichnen sich erst ab). Bei kleinen Zellradien von ca. 500 Metern sind mit <a href="http://www.telecomde.com/tag/lte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with LTE">LTE</a> Bandbreiten von über 50 MBit/s im Download für den operativen Einsatz zu erwarten. Diese Zellradien sind allerdings nur in Ballungsgebieten (Fußgängerzonen, touristische Zentren, Universitäten oder Campus-Flächen) wirtschaftlich. Für die Breitband-Versorgung in der Fläche mit Zellradien von ca. 15 Kilometern unter Einsatz der durch die Digitalisierung des Fernsehens freigewordenen 800 MHz-Bänder („digitale Dividende“) wird aber nach bisherigen Bekundungen der Betreiber nur eine Download-Bandbreite von 2 MBit/s garantiert. Generell sind Funklösungen nur in Ausnahmefällen (weite Entfernung von einem Backbone und sehr dünne Besiedelungs-Dichte) als Substitutionslösung zu leitungsgebundenen Anschlüssen zu sehen. Im Regelfall ergänzen Funklösungen leitungsgebundene (stationäre) Technologien komplementär für den portabeln und mobilen Einsatz.</p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-11.47.18.png" rel="shadowbox[sbpost-3312];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-3318" title="Bildschirmfoto 2010-11-19 um 11.47.18" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-11.47.18-300x193.png" alt="" width="300" height="193" /></a></p>
<h4>4. Förderprogramme zum Ausbau der Breitbandinfrastruktur</h4>
<p>Damit Kommunen mit unterversorgten (d.h. in der Regel für einen Netzbetreiber unwirtschaftlichen) Ortsteilen einen Ausbau realisieren können, hat der Bund Förderprogrammen aufgelegt, die die Wirtschaftlichkeitslücke zwischen Investitions- und Betriebskosten und den zu erwartenden Zusatzumsätzen schließen sollen. Ergibt die Kalkulation für eine Region eine langfristige Unterdeckung, können Fördermittel allerdings nicht helfen. Für die Förderung im ländlichen Raum kommen in erster Linie Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrarentwicklung und Küstenschutz der <a href="http://www.telecomde.com/tag/eu/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with EU">EU</a> (GAK) in Betracht, mit denen Projekte in Ortschaften mit weniger als 10.000 Einwohnern mit einem maximalen Projektvolumen von 500.000 € bis zu 90% gefördert werden können.</p>
<p>Zu einem Förderprogramm gehören verschiedene Teilaufgaben. So ist zunächst anhand der Versorgungsunterlagen der Netzbetreiber die bestehende Unterversorgung nach zu weisen. Der vorhandene Bedarf an einer schnelleren Breitbandversorgung ist durch eine Befragung aller Haushalte und Unternehmen festzustellen, auch wenn sich hierdurch eigentlich nie ein von den statistischen Werten abweichendes Ergebnis ergibt. Im Rahmen einer Markterkundung werden die Netzbetreiber befragt, ob sie in den nächsten drei Jahren einen Ausbau ohne öffentliche Zuwendungen planen. Dabei können interessierte Betreiber ihre Konzepte für einen Breitbandausbau vorstellen. Vor einer Vergabe muss die interessierte Kommune eine transparente und technologieneutrale Ausschreibung durchführen, in der eine Mindestversorgung von 2 MBit/s gefordert wird. Neben qualitativen Faktoren ist die Wirtschaftlichkeit der Lösung für die Auswahl eines Angebots von vordringlicher Bedeutung. Nach der Vergabe-Entscheidung ist ein Förderantrag bei der zuständigen Bezirksregierung zu stellen. Erst nach einem Bewilligungsbescheid werden Verhandlungen über einen Kooperations-Vertrag mit dem ausgewählten Netzbetreiber aufgenommen. Der gesamte Ablauf bis zum Beginn des Netzausbaus dauert je nach den regionalen Gegebenheiten ca. neun Monate. Der eigentliche Infrastruktur- Ausbau dauert dann meist noch mal 12 Monate.</p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-11.49.08.png" rel="shadowbox[sbpost-3312];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-3319" title="Bildschirmfoto 2010-11-19 um 11.49.08" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-11.49.08-300x189.png" alt="" width="300" height="189" /></a></p>
<p>Der Prozess zur Beantragung von Fördermitteln ist recht aufwändig, teils bürokratisch und birgt verschiedene Risiken. Neben der oft fehlenden fachlichen Qualifikation und den Ressourcen in den Kommunal-Verwaltungen bringen die Anforderung an Technologieneutralität Restriktionen bei der Umsetzung von nachhaltigen Konzepten. Kommunen in der Haushaltssicherung oder mit Nothaushalt können nicht mal Fördermittel beantragen, da der Breitbandausbau zu den freiwilligen Leistungen gehört. Manchmal lassen sich diese Restriktionen durch Eigenleistungen in Form von Tiefbauarbeiten oder der Beschaffung von Vorverträgen umgehen. Hierbei sind allerdings die Anforderungen aus dem europäischen Beihilferecht zu beachten, da nicht nur finanzielle Leistungen einer Kommune an einen Betreiber als Beihilfe zu sehen sind. Oft entstehen mit Förderprojekten Fleckenteppiche mit lokalen Einzellösungen für Ortschaften oder Teil-Ortschaften, da nur die nicht oder unterversorgten Ortsteile förderfähig sind. In manchen Fällen sorgt dies nach einem Ausbau von „weißen“ Flecken zur Entstehung von „grauen“ Flecken in der Nachbarschaft, wenn die bislang schlechter versorgten Ortsteile nach dem Ausbau mit höheren Bandbreiten ausgebaut wurden. Für die Kommunen entsteht so die Gefahr, mit dem Breitbandausbau ein Dauerthema zu bekommen, für das nur ein Teil des Ausbaus mit Fördermitteln finanziert werden kann. Die Fördermaßnahmen reichen auf keinen Fall für eine flächendeckende Versorgung mit schnellen Breitbandanschlüssen. Die Zuwendungen sind als Beihilfen an den Netzbetreiber aus Sicht der Kommunen verlorene Zuschüsse und die mithilfe der Zuwendungen verlegten Leerrohre können von der Kommune weder abgeschrieben oder anderweitig genutzt werden.</p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-11.50.49.png" rel="shadowbox[sbpost-3312];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-3320" title="Bildschirmfoto 2010-11-19 um 11.50.49" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-11.50.49-300x192.png" alt="" width="300" height="192" /></a></p>
<h4>5. Vorsorgliche Leerrohrverlegung nach einem Masterplan</h4>
<p>Für die Realisierung eines nachhaltigen Breitbandausbaus ist die Verlegung von Leerrohren meist eine notwendige Voraussetzung. Der Kostenanteil für Tiefbauarbeiten im Rahmen von Projekten zum Breitband-Ausbau liegt bei versiegelter Oberfläche oft bei über 70%. Die Kommune sollte daher Vorsorge treffen, damit in den nächsten 10 &#8211; 20 Jahren ein weitgehend flächendeckendes Leerrohrnetz entsteht. Bei entsprechender Planung ist dies mit moderaten Kosten möglich.</p>
<p>Während die nachträgliche Verlegung von Leerrohren bei versiegelter Oberfläche bis zu 95 Euro pro Meter kostet, schlägt eine Verlegung im Beilauf mit maximal 6 Euro pro Meter zu Buche (primär Kosten des Leerrohres, Verlegungskosten und Dokumentationsaufwand. Sofern es nicht für andere Zwecke erfolgt, sollten für je vier Grundstücke sowie an Kreuzungen Schächte oder strategische Muffen gesetzt werden, die eine spätere Arbeit zur Verlegung von Glasfasern erleichtern. Ein zusätzlicher Schacht ist mit ca. 300 Euro an zu setzen. Enden von Leerrohren sollten mit Muffen versehen werden, damit Verschmutzungen im Inneren vermieden werden.</p>
<p>Damit anstehende Sanierungsarbeiten effizient für den Aufbau eines geschlossenen Leerrohrnetzes genutzt werden kann, sollte im Konzessionsgebiet ein Masterplan erstellt werden für die Zielstruktur der Infrastruktur. Solange das Geschäftsmodell und Kooperationsfragen noch nicht abgeschlossen sind, sollte im Hinblick auf den erheblichen Kostenunterschied jede Baumaßnahme für die Verlegung von Leerrohren genutzt werden. Die Kosten für die Verlegung im Beilauf können als Opportunitätskosten betrachtet werden, da im besiedelten Gebiet fast überall auf absehbare Zeit Leerrohre gebraucht werden.</p>
<p>In vielen Fällen wird es trotzdem nicht unmittelbar nach Verlegung der Leerrohre zu einer Nutzung kommen und erst die Schaffung ausgedehnter und weitgehend flächendeckender Leerrohr-Netze bringt die erforderlichen Kosteneinsparungen für den Aufbau von Glasfaser-Anschluss-Netzen (Next-Generation-Access Netze). Daher ist es wirtschaftlich nicht sinnvoll, das Leerrohrnetz mit anteiligen Tiefbaukosten zu belasten. Dies erscheint nur dann zweckmäßig, wenn z.B. zur Schließung von Lücken in der Infrastruktur gezielt Baumaßnahmen zur Leerrohrverlegung vorgenommen oder Maßnahmen hierfür umgeplant werden, bei denen in absehbarer Zeit ein Nutzungsvertrag geschlossen werden kann.</p>
<p>Während sich die meisten Förderprogramme im Breitband-Umfeld das Schließen weißer Flecken zum Ziel setzen, geht die im Sommer 2010 von der EU-notifizierte Bundesrahmenregelung zur Leerrohr-Verlegung einen Schritt in Richtung eines nachhaltigen Breitbandausbaus und ermöglicht Kommunen die Verlegung von eigenen Leerrohren, die an interessierte Netzbetreiber zur Nutzung vermietet werden können. Eine Voraussetzung für die Nutzung der Fördermittel ist der Nachweis, dass kein Netzbetreiber in den nächsten drei Jahren ohne öffentliche Zuwendungen ein NGA-Netz (Next-Generation-Access) für die Bereitstellung von Diensten mit 25 MBit/s und mehr aufbauen will. Im Rahmen des Förderprogramms ist auch eine Doppelförderung möglich. Bleibt also trotz der Bereitstellung der Leerrohre bei den Betreibern eine Wirtschaftlichkeitslücke, so kann auch diese mit Fördermitteln geschlossen werden. Die Förderung nach dem GAK-Programm schließt diese Art der Doppelförderung aus. Das maximale Fördervolumen für eine Maßnahme beträgt 500.000 € und dürfte in vielen Fällen für den Ausbau nach dem Fiber-to-the-Curb (<a href="http://www.telecomde.com/tag/fttc/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FttC">FttC</a>) Konzept ausreichen. Für den Glasfaser-Hausanschluss führt dann immer noch kein Weg an entsprechenden Eigenleistungen der Kommunen vorbei.</p>
<h4>6. <a href="http://www.telecomde.com/tag/geschaftsmodelle/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschäftsmodelle">Geschäftsmodelle</a> und Kooperationsmodelle</h4>
<p>Im Telekommunikationsmarkt gibt es traditionell vertikal integrierte Unternehmen wie die <a href="http://www.telecomde.com/tag/deutsche-telekom/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutsche Telekom">Deutsche Telekom</a>, France Telecom, BT oder Telefonica, die von der Infrastruktur über die Übertragungstechnik und Dienste auch das Kundenmanagement übernehmen. Zu Zeiten analoger Dienste waren Dienste und Netz nicht sinnvoll zu trennen und diese Unternehmen pflegen auch heute weiter nach Möglichkeit die vertikale Integration über die gesamte Wertschöpfungskette.</p>
<p>Mit dem Aufkommen digitaler Dienste kann eine Aufteilung der Wertschöpfungsstufen erfolgen. In größerem Umfang ist dies bereits mit den Resellern auf der Vertriebs und Kundenmanagement-Ebene erfolgt. Auch Anbieter von Mehrwertdiensten sind mit ihrem Angebot in Kooperation mit Anschluss-Netzbetreibern tätig. Die Problematik der Versorgung aller Haushalte mit Glasfaser-Anschlüssen (Fiber-to-the-Building) wird in den nächsten Jahren den Anbieter von Netz-Infrastrukturen als Partner der Anschlussnetzbetreiber und Diensteanbieter fördern. Dabei sind zwei Ausprägungen möglich:</p>
<ul>
<li> Betreiber von passiven Infrastrukturen im Anschluss- und Regional-Netz (Leerrohr-Trassen mit Schächten und Muffen) für den Einzug von Lichtwellenleitern oder Kupferleitungen, hierbei aufgrund der möglichen Bandbreite allerdings bevorzugt Koaxialkabel. Auch bei passiven Infrastrukturen können bereits Glasfaser eingezogen sein, die allerdings ohne Übertragungstechnik angeboten werden („Dark-Fiber“). Nicht alle Netzbetreiber nutzen aufgrund fehlender Systemdurchgängigkeit „fremde“ Lichtwellenleiter.</li>
<li> Betreiber Infrastrukturen (Leerrohren), die mit Glasfasern und einer Laser-Übertragungstechnik („beleuchtete“ Fasern) ausgestattet sind und Plattformen anbinden, die  über individuelle Schnittstellen Netzbetreibern und Diensteanbietern eine Ankoppelung und Dienste-Durchleitung ermöglichen.</li>
</ul>
<p>Die zweite Variante ist technisch anspruchsvoll und insbesondere für geschlossene Siedlungsräume mit Wettbewerb zwischen den Netzbetreibern sinnvoll. Ein Beispiel für die Umsetzung im ländlichen Raum ist das mit EU-Mitteln geförderte deutsch-holländische Unternehmen NDIX (<a href="http://www.ndix.net/">www.ndix.net</a>), das <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfasernetze/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfasernetze">Glasfasernetze</a> von der Anbindung an das Weitverkehrsnetz bis zum Hausanschluss verlegt und Dienstebetreibern die Anbindung über einen virtuellen Marktplatz ermöglicht. Zukünftig werden auch <!-- @font-face {   font-family: "Arial"; }@font-face {   font-family: "Tms Rmn"; }@font-face {   font-family: "FuturaLight"; }p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-align: center; font-size: 12pt; font-family: "Times New Roman"; color: black; }span.Firmaklein { font-family: FuturaLight; color: silver; }div.Section1 { page: Section1; } --> die etablierten Netzbetreiber ihre Dienste über den virtuellen Marktplatz wie denjenigen von NDIX anbieten.<br />
<span style="color: #ff0000;"> </span><br />
<a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-12.06.282.png" rel="shadowbox[sbpost-3312];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-3329" title="Bildschirmfoto 2010-11-19 um 12.06.28" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-12.06.282-300x183.png" alt="" width="300" height="183" /></a></p>
<p>Beispiele für diese Entwicklung finden sich in verschiedenen Kommunen. Die Stadtwerke in Schwerte und Bern folgen dem Modell des Infrastrukturbetreibers und bieten über das eigene Glasfasernetz eigene Dienste an. RWE in Essen verfolgt offensichtlich bislang eher den Weg, fallweise und auf Anfrage von Netzbetreibern und Kommunen Leerrohrkapazitäten oder Fasern zur Verfügung zu stellen. In Rheinland-Pfalz wurde dagegen eine strategische Kooperation zwischen dem Land und RWE vereinbart, um im Rahmen des Ausbaus der Energieverteilnetze NGA (Next-Generation-Access) Netze im ländlichen Raum zu errichten. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Leerrohre bis zum Hausanschluss zur Verlegung von Glasfaser-Kabeln. Die Stadtwerke in Hamm, Ahlen, Soest, Lünen, Kamen, Bergkamen und Bönen haben sich als Gesellschafter zusammengeschlossen, um mit der Tochtergesellschaft HeLiNet in ihrem Versorgungsgebiet Standard-Telekommunikationsdienste und zunehmend Glasfaser-Anschlüsse zu realisieren. HeLiNet betreibt derzeit ein Lichtwellenleiter-Netz mit 250 Kilometer Länge. Die Stadtwerke Bochum haben mit dem Infrastruktur-Systemhaus Conlinet ein Joint-Venture gegründet, das mit Investitionen in Höhe von 74 Mio. € bis 2016 ca. 100.000 Wohneinheiten (60% des Stadtgebietes) an ein eigenes Glasfasernetz anbinden will. Weitere Aktivitäten entwickeln sich an unterschiedlichen Orten und mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen.</p>
<p>Die teilweise ungelöste Schnittstellen-Frage für unterschiedliche Dienste erfordert für den zweiten Ansatz einer Infrastruktur mit „beleuchteten“ Fasern und eigener Diensteplattform eine enge Kooperation mit ausgewählten Netzbetreibern und Inhalteanbietern bereits im Vorfeld des Netzaufbaus. Die erste Variante einer passiven Infrastruktur ist dagegen bereits heute mit verschiedenen Partnern und Diensten umsetzbar.</p>
<p>In einem solchen Szenario können mehrere Netz- und Dienstebetreiber im Wettbewerb zueinander die angebotene Infrastruktur nutzen, da die verlegten Leerrohre oder Lichtwellenleiter-Bündel aufgeteilt verschiedenen Nutzern angeboten werden können und sich im Betrieb gegenseitig nicht stören. Wichtig dabei ist die transparente Gleichbehandlung der interessierten Nutzer in einem solchen Open-Access-Umfeld.</p>
<p>Für die Zugangs-Realisierung gibt es aufgrund der asymmetrischen Marktposition der einzelnen Anbieter des Festnetzmarktes eine Reihe von Verordnungen, die sich auf der Homepage der Bundesnetzagentur finden. Die zugrunde gelegten Werte für die Anmietung von Leerrohren, des Multifunktionsgehäuses oder der Teilnehmer-Anschluss-Leitung (TAL) werden in der Regel für einen Zeitraum von ein oder zwei Jahren festgelegt und dann unter Würdigung von Marktveränderungen gegebenenfalls angepasst. Obwohl die Werte nur verbindlich für die Nutzung der Telekom-Infrastruktur geregelt werden, haben sie sich als Quasi-Standard auch für andere Anbieter entwickelt. Je nach vorliegenden Gegebenheiten und möglichen Synergien weichen Marktteilnehmer teilweise deutlich von diesen Werten ab. Es gibt durchaus Fälle, in denen Versorgungsunternehmen die Nutzung ihrer Leerrohre unentgeltlich anbieten, damit Kommunen im Konzessionsgebiet eine bessere Versorgung unter wirtschaftlich tragfähigen Bedingungen ermöglicht wird.</p>
<p>Betreiber einer aus Leerrohren bestehenden passiven Infrastruktur können im Falle einer Nutzung durch einen Netzbetreiber eine Vereinbarung zur Deckung der laufende Betriebskosten vereinbart werden, die sich an den von der Bundesnetzagentur für die Telekom festgelegte Miete für Leerrohrstrecken in Höhe von 0,12 € pro Meter und Monat orientiert. Werden im Kabelschutzrohr Microducts verwendet, so können mehrere Nutzer gleichzeitig und ohne sich gegenseitig zu stören, Lichtwellenleiter im gleichen Leerrohr verwenden. Ein gängiger Standard ist die Verwendung von 7 Microducts. In diesem Fall kann die Miete auch auf die einzelnen Nutzer aufgeteilt werden, z.B. 0,017 € pro Meter eines Microduct-Rohres und Monat. Bei 6 Kilometer Leerrohrstrecke entspräche dies einem Betrag in Höhe von 8.640 € im Jahr. Da der Betrag von 0,12 € pro Meter und Monat nur für die Telekom verbindlich geregelt ist, könnte auch jeder andere Wert angesetzt werden. Die Betrachtungen in der folgenden Überschlags-Rechnung beziehen sich nur auf die Vermietung an einen Betreiber. Sofern mehrere Nutzer parallel gewonnen werden können, erhöht oder verteilt sich der Umsatz entsprechend. Neben Netzbetreibern kommen auch Unternehmen als Mieter von Leerrohr-Trassen in Betracht, die Unternehmensteile oder Lieferanten und Kunden über Dark-Fiber an das eigene Unternehmensnetz anbinden wollen.</p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-11.58.15.png" rel="shadowbox[sbpost-3312];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-3325" title="Bildschirmfoto 2010-11-19 um 11.58.15" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/11/Bildschirmfoto-2010-11-19-um-11.58.15-300x130.png" alt="" width="300" height="130" /></a></p>
<p>Selbst über einen längeren Zeitraum betrachtet wird es den Betreibern einer aktiven oder passiven Infrastruktur zum Hausanschluss voraussichtlich nicht gelingen, nur durch Verlegung von Leerrohren im Beilauf ein geschlossenes Netz auf zu bauen. Für die Erschließung eines Wohn- oder Gewerbegebietes wird es fast immer erforderlich sein, Leerrohre auch unabhängig von anderen Baumaßnahmen zu verlegen. Diese Anforderung und die mit den Tiefbauarbeiten verbundenen Kosten sind Grundlage der meisten z.Z. laufenden Förderprojekte für die Schließung von Wirtschaftlichkeitslücken der Betreiber bei Breitbandvorhaben In diesen Fällen kann fallweise eine Förderung mit öffentlichen Mitteln (z.B. nach dem GAK („Gemeinschaftsaufgabe Agrarentwicklung und Küstenschutz“) Programm der EU helfen. Die im Juli 2010 von der EU notifizierte Rahmenregelung zur Leerrohrförderung kann gegebenenfalls ebenfalls genutzt werden. Grundsätzlich kann die Förderung dann in Anspruch genommen werden, wenn kein Netzbetreiber den Aufbau eines NGA-Netzes (mit Bandbreiten von mehr als 50 MBit/s) ohne Fördermittel plant. Je Maßnahme können bis zu 500.000 € gefördert werden. Neben Kommunen sollen auch reine Infrastrukturbetreiber (keine Netzbetreiber) zu den Begünstigten gehören.</p>
<p>Neben der Vermietung von Leerrohren kann bei einem vom Hausanschluss bis zum Netzknoten geschlossenen Leerrohrnetz auch die gesamte Strecke nach den Bedingungen der TAL-Überlassung vermietet werden. Die Bundesnetzagentur hat im Hinblick auf die Deutsche Telekom, die bislang immer noch über 90% aller Hausanschlüsse betreibt, einen monatlichen Mietpreis in Höhe von 10,20 € festgelegt. Dieser Wert kann ebenso wie der Mietpreis für Leerrohre als Marktstandard angesehen werden, wenn er auch für andere Marktteilnehmer als die Telekom frei verhandelbar ist. Vermutlich nutzt NetCologne die Einsparungen für die TAL-Miete zur Gegen-Finanzierung der Glasfaser-Verlegung. Da sich NetCologne derzeit auf Gebäude mit mehreren Wohneinheiten konzentriert, amortisiert sich die Verlegung der Glasfaser deutlich schneller. Bei 8 Wohneinheiten an einem Hausanschluss betrachtet über die marktübliche 24 monatige Mindest-Vertragslaufzeit ergibt sich beispielsweise ein Betrag in Höhe von fast 2.000 €. Damit kann ein erheblicher Kostenanteil für die gesonderte Verlegung von Leerrohren und das Einziehen oder Einblasen von Glasfasern abgedeckt werden. In Einfamilienhäusern verlängert sich die Amortisationszeit entsprechend, wenn keine Verlegung im Beilauf möglich ist.</p>
<h4>7. Schritte zum Aufbau eines Hochleistungs-Anschlussnetzes</h4>
<p>Der Markt für Glasfaseranschlüsse entwickelt sich schnell mit der steigenden Breitbandnutzung und neuen Anwendungen. Bislang konzentriert sich der Ausbau auf die Ballungsgebiete, da hier schnelle eine größere Zahl an Nutzern erreicht werden können. Der Ausbau wird in der Zielsetzung allerdings flächendeckend erfolgen. Eine Eintrittsbarriere für die Versorgung mit FttB-Anschlüssen liegt in den Tiefbaukosten zur Verlegung von Leerrohren bis zum Hausanschluss.</p>
<p>Da es keinen staatlichen Auftrag zur Bereitstellung eines Breitbandnetzes gibt, haben die Kommunen die Verantwortung, Eigeninitiative zu entwickeln und an der Gestaltung von Konzepten aktiv mit zu wirken. Dies schließt die Entwicklung von Umsetzungskonzepten ein, Workshops mit geeigneten Netzbetreibern, die Identifikation von vorhandenen Infrastrukturen im Kommunal-Gebiet und die Mitwirkung bei der Schaffung von Wirtschaftlichkeit beim Breitbandausbau. Hierzu kann fallweise die Erbringung von Tiefbauarbeiten in Eigenleistung gehören oder die Sammlung von Vorverträgen für die Betreiber. Die Beschäftigung mit dem Aufbau eines flächendeckenden Leerrohrnetzes sollte allerdings besondere Aufmerksamkeit erhalten. Die Verlegung von Leerrohren im Beilauf zu allen Tiefbauarbeiten sollte dabei genauso selbstverständlich sein wie die Verlegung von Leerrohren bis zum Hausanschluss in Neubaugebieten.</p>
<p>Die Realisierung eines Next-Generation-Access (NGA) Netzes erfordert Aktivitäten wie das Aufsetzen eines langfristig angelegten Masterplans und fallweise das Initiieren einer regionalen Infrastrukturbetreiber-Gesellschaft. Versorgungsunternehmen und Stadtwerke sind aufgrund der Aktivitäten am Hausanschluss gute geeignete Partner. Insbesondere im ländlichen Raum ist aufgrund der hohen Kosten zur Errichtung eines Glasfaser-Anschlussnetzes nicht zu erwarten, dass mehrere passive Infrastrukturen parallel zueinander aufgebaut werden, so dass sich „natürliche“ Monopole bilden können. Insbesondere Kommunen, Versorgungsunternehmen und Stadtwerke haben aufgrund der Aktivitäten im Hausanschluss-Bereich gute Voraussetzungen zur Besetzung dieses Marktsegments. Mit einer passiven Infrastruktur können Kooperationen mit mehreren Betreibern eingegangen werden, die beim Kunden im Wettbewerb zueinander stehen. Zur Nutzung der Geschäftschancen im Breitbandmarkt und zur Vermeidung von später höheren Kosten für einen unabhängigen Ausbau sollten folgende Entscheidungen kurzfristig und unabhängig von weitergehenden Überlegungen zu einem Netzaufbau getroffen werden:</p>
<ul>
<li>Verlegung von Standard-Leerrohren bis zum Hausanschluss in allen Neubaugebieten</li>
<li>Verlegung von Leerrohren im Beilauf zu allen Tiefbauarbeiten im Straßenraum</li>
<li>Errichtung einer ausreichenden Zahl von Schächten und Muffen</li>
</ul>
<p>Als Kabelschutzrohre (Leerrohre) sollte im Straßenverlauf ein Standard-Leerrohr 3-fach DN50 oder ein DN100er Leerrohr verlegt werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Leerrohr für unterschiedliche Nutzer unterteilt werden kann. So können mehrere Mieter parallel das gleiche Leerrohr nutzen. Für Strecken, die einen höheren Bedarf an Leerrohrtrassen erwarten lassen, z.B. in der Zuführung zu Netzknoten und Hauptverteilern empfiehlt sich die Verlegung von mehreren parallel verlaufenden Leerrohren. Die Kosten für die Leerrohre fallen gegenüber den Kosten für den Tiefbau kaum ins Gewicht.</p>
<p>Für die Strecke zwischen dem Leerrohr in der Straße und dem Hausanschluss sind im allgemeinen Microducts (Micropipes, Speedpipes) ausreichend, die einen kleineren Durchmesser als die Standard-Kabelschutzrohre haben und z.B. mit bis zu vier Fasern bestückt werden können. Je nach Bodengegebenheiten können Micropipes auch ohne Erdarbeiten verlegt (gepresst oder geschossen) werden. Microducts können auch im Inneren von Standard-Leerrohren verlegt werden und so einem Nutzer einen von anderen Nutzern unabhängigen Bereich für seine Fasern geben. Die Verlegung der Leerrohre sollte aufgrund der besseren Zugänglichkeit möglichst im Bereich der Bürgersteige erfolgen. Zur Versorgung von Gebäuden auf der anderen Straßenseite sind in regelmäßigen Abständen Querungen unter der Fahrbahn hindurch vorzusehen.</p>
<p>Eine Verlegung von Glasfasern im Gebäude (Privatwohnungen oder Unternehmen) im Sinne einer durchgängigen Fiber-to-the-Curb sollte in erster Linie dann umgesetzt werden, wenn gleichzeitig Inhouse-Lösungen z.B. für die Hausautomation realisiert werden sollen oder ein Kooperationspartner (z.B. eine Wohnbaugesellschaft) eine solche Vernetzung benötigt. Die Verlegetechniken im Haus sind andere als im Freigelände und es fehlt anders als für die Teilnehmeranschlussleitung bislang ein allgemein gültiges Geschäftsmodell hierfür. Zudem sollte insbesondere bei der Verlegung im Gebäude die Haftungsfrage im Vorfeld geklärt werden.</p>
<p>Für den späteren Zugang zum Leerrohrnetz werden in dichten Abständen Schächte oder Muffen benötigt. Muffen haben den Vorteil, dass spätere Instandhaltungskosten für die Schächte entfallen und eine höhere Sicherheit gegen einen unbefugten Zugang zum Kabel gewährleistet wird. Bei einseitiger Verlegung sind zudem in regelmäßigen Abständen Querungen unter der Fahrbahn vor zu sehen.</p>
<p>Für die längerfristige Etablierung als Betreiber von Breitband-Infrastrukturen für den Anschlussbereich sind unter anderen folgenden Aufgaben zu erledigen:</p>
<ul>
<li>Abschätzung des möglichen Kundenpotenzials im geplanten Versorgungsgebiet anhand der aktuellen Versorgungs-Situation durch die heutigen Betreiber, Analysen von statistischen Daten und Gesprächen mit Vertretern von Kreisen und Kommunen</li>
</ul>
<ul>
<li> Führung von Kooperationsgesprächen mit verschiedenen Netzbetreibern als potentielle Partner im Breitbandgeschäft auf möglichst breiter Basis, die sowohl große Betreiber wie z.B. die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefonica einbinden als auch kleine Anbieter aus dem regionalen Umfeld und Spezialanbieter. Aber auch Kabel-TV Anbieter könnten ein Interesse an einer Erweiterung des Versorgungsgebietes haben. Sollte kein Netzbetreiber für eine Kooperation gefunden werden kann, kann dies als Meilenstein für die Modifikation der weiteren Vorgehensweise angesehen werden. Dies kann gegeben sein, wenn der Ausbau trotz der Bereitstellung der geplanten Leerrohre eine Wirtschaftlichkeitslücke enthält. Trotzdem ist auch in einer solchen Situation die Verlegung von Leerrohren im Beilauf sinnvoll, um Zukunftsoptionen zu sichern und Marktchancen offen zu halten.</li>
</ul>
<ul>
<li>Führung von Kooperationsgesprächen mit derzeit unterversorgten bzw. schlecht versorgten Kommunen oder Landkreisen im geplanten Ausbaugebiet, wenn sich nach der Abschätzung der Potenziale abzeichnet, welche Kommunen zum einen tatsächlichen Bedarf haben und zum anderen einen Breitbandausbau mit Eigeninitiativen unterstützen wollen. Als mögliche Realisierungsvariante kommt in einem Zwischenschritt auch ein Fiber-to-the-Curb Ausbau in Betracht.</li>
</ul>
<ul>
<li>Prüfung der Voraussetzungen und Abschätzung des Aufwandes für den Aufbau eigener Übertragungstechnik und Netzwerkplattform als Grundlage für eine Entscheidung auf der Basis von Gesprächen mit anderen Anbietern als Erfahrungsaustausch. Zudem sind Informationen und Kostenrahmen von Herstellern und Systemintegratoren (z.B. Nokia-Siemens, Ericsson, Huawei, Keymile, Conlinet) einzuholen. Neben der Prüfung des Aufwands für erforderliche Technik ist auch der Personalbedarf für den laufenden Betrieb und weitere Betriebskosten (z.B. Housing, Kollokation, Netzüberwachung, Second-Level-Support) zu bewerten.</li>
</ul>
<ul>
<li>Ausgestaltung der Kooperationen und Erstellung eines Business-Plans für den gemeinsamen Netzaufbau nach Auswahl der zu beteiligenden Partner und gemeinsamer Festlegung der Form der angestrebten Zusammenarbeit (fallweise Kooperation, strategische Partnerschaft, Joint-Venture …).</li>
</ul>
<ul>
<li>Prüfung der Finanzierungsmöglichkeiten für den Aufbau einer passiven Breitband-Infrastruktur auf der Basis der Finanzierungs- und Bürgschaftsangeboten des Bundes und der Länder (z.B. durch die KfW-Bank). Die Finanzierung kann aber durchaus auch für die Hausbanken interessant sein. Erste Bankinstitute haben erkannt, dass der Aufbau und Betrieb einer passiven Breitband-Infrastruktur durchaus vergleichbar zu bewerten ist mit einem größeren Immobilienvorhaben.</li>
</ul>
<p>Neben dem Aufbau und der Vermarktung von passiven Infrastrukturen können ergänzende Angebote spezieller Dienstleistungen den Geschäftsplan zusätzlich attraktiv gestalten, z.B. durch eine operative Betätigung im Bereich Cloud-Computing für mittelständische Unternehmen oder mit Smart Grid Lösungen und Angeboten für das „Smart Home“ durch Kooperationen mit Herstellern von elektronischen Zählern (Smart-Metering) und von Systemen für die Haus-Automation. Da schon in der ersten Ausbaustufe mit Smart-Metern eine Datenanbindung zur laufenden Übertragung erforderlich ist, ergeben sich unmittelbar Synergien in Verbindung mit einer durchgängigen Breitbandinfrastruktur. So kann eine eigene Faser über den Hausanschluss bis zu einem Home-Server oder Daten-Konzentrator geführt werden. Zwar ist die übertragene Datenmenge auch bei einer viertelstündlichen Auslesung des Zählers minimal, aber mit einer eigenen Faser entfallen externe Kosten für die Datenleitung. Über dieselbe Leitung könnten andere Zählerstände (Gas, Wasser, Heizung, Solarstrom-Einspeisung) mit übertragen und als Dienstleistung ausgewertet werden. Zum Aufbau von Smart-Grids im Sinne einer regional ausgerichteten Energieverteilung unter Einbeziehung von lokalen Erzeugern sind neben den Energie-Verteil-Netzen auch Kommunikations-Infrastrukturen zum Messen und Steuern erforderlich.</p>
<p>Bei einer Ausweitung der Dienstleistung können z.B. Videosysteme zur Objektüberwachung mit Sicherheitszentralen verbunden und Aktuatoren im Haus (Heizung, Klimaanlagen, Gartenbewässerung, Stromverbraucher) nach definierten Profilen von Ferne gesteuert werden. Diese zusätzlichen Dienstleistungen eröffnen einerseits zusätzliche Umsatz-Potenziale, sie bieten aber insbesondere eine Chance zur Intensivierung der Kundenbeziehung. So kann eine Differenzierung gegenüber Billig-Stromanbietern erreicht werden. Weitere potenzielle Dienstleistung ergeben sich im Bereich der Telemedizin zur Fernüberwachung von definierten Vitalwerten und dem in Zukunft durch die demographische Entwicklung bedeutender werdenden Angebote für das „Ambient Assisted Living“.</p>
<h4>8. Zielvision für den Breitbandmarkt</h4>
<p>Wenn in 10 bis 20 Jahren die überwiegende Mehrheit der Häuser in Deutschland mit Glasfaser-Anschlüssen versorgt ist, steht auf absehbare Zeit ausreichende Bandbreite zur Verfügung. Je nach umgesetzter Glasfaser- und Übertragungstechnik sind bereits heute Bandbreiten von 100 MBit/s realisiert und erste Anschlüsse mit 1 GBit/s werden in Kürze angeboten. Damit ist auch für weiter ansteigenden Breitbandhunger genügend Kapazität vorhanden. Aufgrund der hohen Kosten zur Errichtung eines Glasfasernetzes außerhalb von Ballungsgebieten mit hoher Siedlungsdichte im ländlichen Raum wird es voraussichtlich regional nur eine passive Infrastruktur geben. Diese „natürlichen“ Monopole werden sich nicht negativ auf die Wettbewerbssituation auswirken, wenn die Infrastruktur allen Dienstebetreibern als Open-Access Plattform diskriminierungsfrei offen steht.</p>
<p>Unter diesen Randbedingungen wird sich der Wettbewerb verlagern vom heutigen Wettbewerb um Bandbreiten und Anschluss-Preise zu einem Wettbewerb um Dienste und Service-Qualitäten. Wenn das Anschlussnetz bereit- und für interessierte Betreiber offen steht, können Dienstebetreiber auch Lösungen für kleine Zielgruppen realisieren, die sich heute nicht wirtschaftlich darstellen lassen. Kunden können in diesem Szenario das für sie optimale Diensteportfolio zusammenstellen oder wie heute auch ein komplettes Dienstepaket erwerben. Von einer solchen Konstellation profitieren sowohl die Kunden als auch neue Anbieter.</p>
<p>von Dr. rer. nat. Jürgen Kaack (TelecomDe.com, weitere Informationen zum <a href="../dsl/die-autoren/">Autor</a>)</p>
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		<title>Glasfaser als neue Erlösquelle für Stadtwerke?</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 08:23:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JdC</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stadtwerke – die Telekommunikationsanbieter der Zukunft?
Seit Ende 2009 haben die Berichte über Glasfaser-Aktivitäten von Stadtwerken in Deutschland vehement zugenommen. Der besondere Fokus der Diskussion liegt dabei auf glasfaserbasierten breitbandigen Internetzugängen für Privatkunden und nicht mehr ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2184" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Dr. Beate Rickert" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/08/Bildschirmfoto-2010-08-22-um-10.21.16.png" alt="" width="112" height="178" /><a href="http://www.telecomde.com/tag/stadtwerke/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Stadtwerke">Stadtwerke</a> – die Telekommunikationsanbieter der Zukunft?</p>
<p>Seit Ende 2009 haben die Berichte über <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaser/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaser">Glasfaser</a>-Aktivitäten von Stadtwerken in Deutschland vehement zugenommen. Der besondere Fokus der Diskussion liegt dabei auf glasfaserbasierten breitbandigen Internetzugängen für Privatkunden und nicht mehr nur für Geschäftskunden. Haupttreiber sind erst- malig nicht mehr die klassischen Telekommunikations- und Kabelnetzbetreiber, sondern die Energie- versorger. Zahlreiche deutsche Stadtwerke prüfen gegenwärtig die Errichtung eigener <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfasernetze/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfasernetze">Glasfasernetze</a> im Wettbewerb zu den vorhandenen Kabel- und <a href="http://www.telecomde.com/tag/vdsl/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with VDSL">VDSL</a>-Netzen in ihrem Konzessionsgebiet. Neben der Frage, ob die Errichtung einer Glasfaserinfrastruktur im eigenen Verbreitungsgebiet grundsätzlich sinn- voll ist, stellt sich für die Stadtwerke auch die Frage, auf welcher Wertschöpfungsebene sie sich betä- tigen sollen, sofern die Grundsatzentscheidung für die Errichtung der Glasfaserinfrastruktur positiv aus- fällt. Es ist zwischen den folgenden drei Ebenen der Wertschöpfung zu differenzieren:<br />
<a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/08/Bildschirmfoto-2010-08-22-um-10.11.05.png" rel="shadowbox[sbpost-2179];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-2180" title="Bildschirmfoto 2010-08-22 um 10.11.05" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/08/Bildschirmfoto-2010-08-22-um-10.11.05-300x141.png" alt="" width="300" height="141" /></a></p>
<p>Aufgrund der bereits vorhandenen Tiefbauaktivitäten in ihrem Kerngeschäft liegt eine Betätigung von <strong>2 </strong>Stadtwerken auf der ersten Ebene der Wertschöpfung, also der Infrastrukturebene sehr nahe. Anders sieht es jedoch auf den anderen Ebenen der Wertschöpfung, bei dem Betrieb der aktiven Infrastruktur und der Diensteebene aus. Die hierfür erforderliche Expertise ist bei den meisten Energieversorgern nicht bzw. nur eingeschränkt vorhanden. Dennoch stellt sich insoweit die Frage, ob die Errichtung einer neuen Telekommunikationssäule neben dem bisherigen Kerngeschäft eine sinnvolle Ergänzung zur ge- genwärtigen Marktpositionierung darstellt. Die hierfür erforderliche Kompetenz kann schließlich auch extern beschafft werden.Der Frankfurter Glasfasertag</p>
<p>Mit der Fragestellung, ob FTTB/H eine neue Erlösquelle für Stadtwerke darstellt, befasste sich der Frankfurter Glasfasertag, der am 28. April 2010 von der KPR Capital GmbH in Kooperation mit der WV Energie AG für deutsche Stadtwerke ausgerichtet wurde. Gemeinsam mit Dr. Peter Knauth, dem für Grundsatzfragen für Telekommunikation zuständigen Ministerialrat aus dem Bundeswirtschafts- ministerium, Benedikt Kind, dem Geschäftsführer des Bundesverband Glasfaseranschluss e.V. (<a href="http://www.telecomde.com/tag/buglas/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BUGLAS">BUGLAS</a>), <a href="http://www.telecomde.com/tag/werner-hanf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werner Hanf">Werner Hanf</a>, dem CEO von <a href="http://www.telecomde.com/tag/netcologne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with NetCologne">NetCologne</a> und Volker Becker von der Conlinet-Gruppe, die versucht, einen Ruhrgebietsanbieter zu etablieren, diskutierten die Teilnehmer mit Geschäftsführern und Führungs- kräften aus dem Energiesektor die Rahmenbedingungen und verschiedenen Anbietervarianten beim FTTX-Ausbau in Deutschland. Auch wenn das <a href="http://www.telecomde.com/tag/bmwi/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BMWI">BMWi</a> regulatorisch zur Technologieneutralität ver- pflichtet ist und deshalb nicht allzu offensiv für einen Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in Deutsch- land werben durfte, um nicht den Protest der Kabelnetzbetreiber und der Deutschen <a href="http://www.telecomde.com/tag/telekom/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Telekom">Telekom</a> herauf- zubeschwören, die ihre Investition in ihr VDSL-Netz konterkariert sehen könnte, waren sich alle Refe- renten einig, dass Glasfaser die Infrastruktur der Zukunft ist und es mittelfristig hierzu keine Alter- native geben wird. Der stetig steigende Bandbreitenbedarf wird mit den vorhandenen Infrastrukturen nicht zu decken sein.</p>
<h4>Notwendigkeit eines Glasfaserausbaus in Deutschland</h4>
<p>Die Notwendigkeit des Glasfaserausbaus in Deutschland wird vorrangig durch die Endkundennachfrage nach mehr Bandbreite bestimmt. Der Hauptgrund hierfür besteht in der verstärkten Nutzung parallel laufender Online-Anwendungen durch die Endkunden. Hierbei kann es sich sowohl um parallele Hinter- grundanwendungen wie beispielsweise Videokameras und Internet PVRs oder auch parallele aktive Nut- zungen handeln wie beispielsweise das Durchführen einer Internetrecherche mit gleichzeitiger Nutzung von Internetradio. Anders als in der Vergangenheit stehen dabei auch bei den Privathaushalten nicht mehr nur Downstream-Nutzungen im Vordergrund, sondern zunehmend auch Anwendungen, welche gleichermaßen eine hohe Upstream-Kapazität erfordern.</p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/08/Bildschirmfoto-2010-08-22-um-10.12.28.png" rel="shadowbox[sbpost-2179];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-2181" title="Bildschirmfoto 2010-08-22 um 10.12.28" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/08/Bildschirmfoto-2010-08-22-um-10.12.28-300x220.png" alt="" width="300" height="220" /><br />
</a></p>
<p>Bei derartig verändertem Endkundenverhalten wer- den auch die Grenzen der Wettbewerbsinfrastrukturen sehr schnell manifest. Keine andere Infrastruktur, weder das Kabel, noch die (V)DSL- Infrastruktur bietet mittelfris- tig ausreichende Upstream- Kapazitäten.</p>
<p>Aber auch die Grenzen der Downstream-Kapazitäten der Wettbewerbsinfrastruk- tur wurden sehr deutlich: So stellt der Download von großen HD-Videos auf der Basis einer DSL-Infrastruktur bzw. auf der Basis eines Docsis 2.0 Kabelnetzes kein realistisches Nutzungs- szenario für Endkunden dar. Ein <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaserausbau/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaserausbau">Glasfaserausbau</a> geht auch mit den Zielen der Bundesregierung einher, 75% der Bevölkerung bis Ende 2014 mit einen breitbandigen Internetzugang von mindestens 50 MBit/s versorgen zu wollen.</p>
<p>Selbst <a href="http://www.telecomde.com/tag/lte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with LTE">LTE</a>-Netze, für die am 20. Mai gerade die Frequenzen an die vier bestehenden Mobilfunknetz- betreiber versteigert wurden, wurden einhellig als ergänzende, nicht aber als substituierende Infra- struktur bewertet. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass die effiziente Nutzung von <a href="http://www.telecomde.com/tag/lte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with LTE">LTE</a>- Netzen nur dann möglich ist, wenn die entsprechenden Backbone-Kapazitäten zur Verfügung stehen. Hierfür bieten sich die geplanten Glasfasernetze an.</p>
<p>Auch ein Blick über die Grenzen Deutschlands hinaus bestätigt diesen Trend. Der FTTB/H-Anteil in Europa wächst stetig. In sechs Ländern Europas nutzen bereits 10% der Haushalte <a href="http://www.telecomde.com/tag/ftth/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FTTH">FTTH</a>/B; in vier dieser Länder liegt der Marktanteil bereits bei mehr als 15%. Auch in diesen Ländern – ebenso wie es sich jetzt in Deutschland ankündigt – haben Energieversorger eine bedeutende Rolle bei der Errichtung der Glas- faserinfrastruktur übernommen.</p>
<h4><a href="http://www.telecomde.com/tag/geschaftsmodelle/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschäftsmodelle">Geschäftsmodelle</a> bei der Vermarktung von Glasfaserinfrastrukturen</h4>
<p>Die einhellig erkannte Notwendigkeit einer flächendeckenden Glasfaserinfrastruktur führt auch dazu, dass sich in Deutschland bereits mehr als 700 Kommunen in irgendeiner Form mit dem Thema befassen. Im Regelfall wird die Umsetzung aber bei dem kommunalen Energieversorger und nicht bei der Stadt selber gesehen. Bei der Errichtung, dem Betrieb und der Vermarktung von Glasfaser sind im Wesent- lichen die vier folgenden Anbietervarianten denkbar:</p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/08/Bildschirmfoto-2010-08-22-um-10.14.29.png" rel="shadowbox[sbpost-2179];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-2182" title="Bildschirmfoto 2010-08-22 um 10.14.29" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/08/Bildschirmfoto-2010-08-22-um-10.14.29-300x173.png" alt="" width="300" height="173" /><br />
</a></p>
<p>Während die erste Variante dem traditionellen Modell des Teilnehmernetzbetreibers entspricht, handelt es sich bei der zweiten Variante um ein vollständig entbündeltes <a href="http://www.telecomde.com/tag/open-access/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Open Access">Open Access</a>-Modell auf jeder Wert- schöpfungsstufe. In der Praxis dürften aber weder Variante 1 noch Variante 2 häufig anzutreffen sein. Die erste Variante scheidet aus Sicht von Stadtwerken – mit Ausnahme der größeren, die auch die Erbring- ungen von Dienstleistungen für Dritte erwägen – häufig aus, weil es an der erforderlichen Betreiber- kompetenz mangelt. Die zweite Variante ist betriebswirtschaftlich im Regelfall nicht sinnvoll, weil es schwierig sein dürfte, auf der Basis desselben Stadtnetzes mehrere Betreibermodelle parallel profitabel umzusetzen. Die größten Realisierungschancen gibt es für die Varianten drei und vier. Allen Varianten ist jedoch gemein, dass auf der Diensteebene die Zugangs- und Diskriminierungsfreiheit gewahrt werden muss, um zugunsten des Endkunden Dienstevielfalt und stetige Innovation zu gewährleisten.</p>
<h4>Erste Erfahrungen bei der Realisierung von FTTB-Stadtnetzen</h4>
<p>Werner Hanf, der CEO von NetCologne, das als eines der ersten Unternehmen in Deutschland einen FTTB-Rollout startete und mittlerweile sowohl in <a href="http://www.telecomde.com/tag/koln/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Köln">Köln</a> als auch in Aachen 100 MBit-Anschlüsse ver- marktet, machte den Teilnehmern des Glasfasertages deutlich, dass das Projektmanagement bei den Tiefbauarbeiten eine ganz andere Herausforderung ist, wenn eine gesamte Stadt erschlossen wird, als wenn nur Teilstrecken an Tiefbau abgewickelt werden. Was die möglichen Synergiepotenziale aus Mit- verlegungen im Kerngeschäft anbelangt, herrschte zwischen Werner Hanf und Volker Becker allerdings keine Einigkeit. Während Herr Becker diese bei bis zu 20% der Tiefbaukosten ansiedelte, sah Herr Hanf diese als eher vernachlässigenswert an.</p>
<p>Aufgrund der enormen Resonanz und der großen Nachfrage seitens der Teilnehmer der Veranstaltung entschieden sich die Veranstalter KPR und WV Energie zu der Etablierung eines Arbeitskreises FTTX, in dem künftig operative Themen im Zusammenhang mit der Umsetzung von Glasfaservorhaben bearbei- tet werden sollen. Dabei sollen u.a. Fragen der Finanzierung und der Standardisierung von Prozessen adressiert werden. Die konstituierende Sitzung des Arbeitskreises fand am 21. Juni in Frankfurt statt.</p>
<p>von Dr. Beate Rickert ist Geschäftsführerin der <a href="http://www.kpr-capital.com" target="_blank">KPR Capital GmbH</a></p>
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		<title>LTE – Glücksfall für Politik und Netzbetreiber – Pech für die Kommunen?</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 11:45:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Internet Access]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilfunk]]></category>
		<category><![CDATA[3GPP Long Term Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[LTE]]></category>
		<category><![CDATA[LTE-Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[mobile Internet]]></category>
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		<description><![CDATA[Die LTE-Technologie wurde mit vielen Vorschuss-Lorbeeren behandelt und die Versteigerung der Mobilfunklizenzen im Mai 2010 hat die Öffentlichkeitswirksamkeit weiter gesteigert. Es scheint unstrittig, dass die verwendete Modulation eine höhere Frequenz-Effizienz ermöglicht als dies bei den ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2139" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="© Zauberhut - Fotolia.com" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/07/Fotolia_721046_XS.jpg" alt="" width="144" height="192" />Die <a href="http://www.telecomde.com/tag/lte-technologie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with LTE-Technologie">LTE-Technologie</a> wurde mit vielen Vorschuss-Lorbeeren behandelt und die Versteigerung der Mobilfunklizenzen im Mai 2010 hat die Öffentlichkeitswirksamkeit weiter gesteigert. Es scheint unstrittig, dass die verwendete Modulation eine höhere Frequenz-Effizienz ermöglicht als dies bei den 3G-Netzen der Fall war. Insofern verspricht <a href="http://www.telecomde.com/tag/lte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with LTE">LTE</a> eine Verbesserung für die mobile Internetnutzung, auch wenn hierfür zunächst noch Endgeräte und Anwendungen entwickelt werden müssen.</p>
<p>Über einige Wochen hinweg konnte man aus den Beiträgen in der Presse den Eindruck gewinnen, dass die Probleme zur Schließung der „weißen“ Flecken im ländlichen Raum, d.h. der Regionen, die heute entweder im Hinblick auf <a href="http://www.telecomde.com/tag/breitband/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Breitband">Breitband</a> unversorgt oder mit durchschnittlich weniger als 2 MBit/s unterversorgt sind, mit LTE leicht gelöst werden können. Auch wenn es bundesweit keine veröffentlichten Zahlen zum Umfang der weißen Flecken gibt, so kann man vermuten, dass zwischen 20 und 30 % der Haushalte derzeit Bandbreiten von weniger als 2 MBit/s haben und somit Internet-Anwendungen nur in begrenztem Rahmen nutzen können. Für den Ausbau hinderlich ist, dass die überwiegende Mehrzahl der heute noch unterversorgten Regionen aufgrund der topographischen Bedingungen oder der niedrigen Anzahl potenzieller Kunden für die Betreiber in Aufbau und Betrieb unwirtschaftlich ist. Daher wurden verschiedene Förderprogramme aufgelegt, die bei der Schließung der Wirtschaftlichkeitslücke der <a href="http://www.telecomde.com/tag/netzbetreiber/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzbetreiber">Netzbetreiber</a> helfen sollen.</p>
<p>Insbesondere in diesen Fällen wurde LTE als die schnelle Alternative gesehen, um das Versprechen der Bundesregierung von Anfang 2009 zu erfüllen, die weißen Flecken bis Ende 2010 zu schließen und mit mindestens 1 MBit/s zu versorgen. Gleichzeitig sorgen Demonstrationen von LTE-Teststellungen, bei denen im fahrenden Fahrzeug Videokonferenzen mit hoher Bildqualität demonstriert werden, für die Erwartung, dass zukünftig 100 MBit/s in jedem Haushalt verfügbar sein wird, ganz ohne eine lästige Leitungs-Anbindung. So kommen regelmäßig Anfragen aus betroffenen Kommunen, ob sie überhaupt einen durch Tiefbauarbeiten teuren <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaser/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaser">Glasfaser</a>-gestützten Ausbau verfolgen sollen, oder lieber auf eine 100 MBit/s Lösung LTE setzen sollen.</p>
<p>Mittlerweile zeichnet es sich ab, dass diese Ausbau-Option wohl nur eine Vision bleibt. LTE wird voraussichtlich im Rahmen von Förderprojekten zum <a href="http://www.telecomde.com/tag/breitbandausbau/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Breitbandausbau">Breitbandausbau</a> wie eine weitere Technologie-Komponente behandelt. Bereits heute werden UMTS-Lösungen im Rahmen eines Technologie-Mix bei der Planung berücksichtigt. In Zukunft kommt neben dem Glasfaser-Ausbau bis zum <a href="http://www.telecomde.com/tag/kabelverzweiger/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kabelverzweiger">Kabelverzweiger</a>, der Errichtung von Schaltverteilern und dem Einsatz von <a href="http://www.telecomde.com/tag/mobilfunk/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mobilfunk">Mobilfunk</a> mit UMTS und Satelliten-DSL noch LTE hinzu. Die Bandbreiten werden bei Zellgrößen von 10 Kilometern (im 800 MHz-Band) außer in unmittelbarer Nähe zur Sendestation nur im Bereich von wenigen MBit/s liegen. Wie bei anderen Funklösungen ist auch bei LTE als einem „shared medium“ mit einem deutlich Leistungsabfall zu rechnen, wenn viele Nutzer gleichzeitig auf das Internet zugreifen. Hohe Bandbreiten vergleichbar mit VDSL werden bei diesen Zellgröße mit LTE auch in den nächsten Jahren und bei Weiterentwicklung des Standards nicht erreichbar sein (bei kleineren Zellen und höheren Frequenzen wird dies sicher anders aussehen).</p>
<p>Die bei der Lizenzvergabe gemachte Auflage, mit LTE bevorzugt kleinere, unterversorgte Kommunen  auszubauen, eröffnet auf den ersten Blick eine positive Perspektive für die bislang schlecht versorgten Gegenden. Wenn sich allerdings bewahrheitet, dass mit LTE beim Ausbau im ländlichen Raum nur eine Bandbreite von 2 MBit/s im Download garantiert wird, dann entspricht dies vordergründig den Rahmenbedingungen für eine Förderung. Mit ADSL sind dagegen bei einem leitungsgebundenen Ausbau bereits in der Mehrzahl der versorgten Haushalte 16 MBit/s erreichbar, ab Sommer 2010 werden die Betreiber neue Bauvorhaben mehrheitlich mit VDSL-Technik, d.h. einer Bandbreite bis 50 MBit/s ausbauen. Dagegen erscheinen 2 MBit/s nicht mehr ganz zeitgemäß. Auch in der praktischen Anwendung sind 2 MBit/s nicht ausreichend für eine effiziente Nutzung des Internets, zumindest wenn dabei auch multimediale Anwendungen genutzt werden sollen.</p>
<p>LTE wird sich als Mobilfunklösung vermutlich von der Preisgestaltung eher an Mobilfunkangeboten orientieren als an leitungsgebundenen Diensten, auch wenn keiner der Anbieter bisher hierzu eine verbindliche Äußerung abgeben kann. So wird ein Breitbandanschluss mittels LTE vermutlich teurerer als ein ADSL- oder Kabel-TV-Anschluss heute bei gleichzeitig niedrigerer Leistung. Zudem könnte es eine Volumenbegrenzung geben, die bei Erreichen eines bestimmten Datenvolumens zu einer Reduktion der Übertragungsraten oder höheren Preisen pro Datenpaket führt.</p>
<p>Ob es einen Ausbau mit LTE unabhängig von Förderprojekten zum Breitbandausbau geben wird, ist wohl noch offen. Somit wird es für Kommunen in der Haushaltssicherung oder mit einem Nothaushalt unter Umständen auch mit LTE keinen Breitbandausbau geben! Überhaupt fehlen bislang noch Systemtechnik-Entscheidungen und Endgeräte für die LTE-Nutzung. Es ist daher damit zu rechnen, dass frühestens im Sommer 2011 Netze und Geräte für eine breitere Nutzung in unterversorgten Regionen zur Verfügung stehen. Eine Koordination beim Ausbau nach der bei der <a href="http://www.telecomde.com/tag/bundesnetzagentur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bundesnetzagentur">Bundesnetzagentur</a> hinterlegten Liste unterversorgter Ortschaften zwischen den Betreibern oder durch die <a href="http://www.telecomde.com/tag/politik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politik">Politik</a> scheint es nicht zu geben.</p>
<p>Für die Bundespolitik kommt LTE gerade richtig, ist so doch das im letzten Jahr formulierte Ziel, alle weißen Flecken bis Ende 2010 (fast) erreichbar – faktisch wird es zwar wohl eher bis Ende 2011 dauern, aber immerhin kann so das erste der Breitbandziele erreicht werden (zumindest dann, wenn die Politik eine Lösung für die große Anzahl von Kommune in der Haushaltssicherung oder mit Nothaushalten schafft). Gleichzeitig kann ein mögliches Problem durch aufgebrauchte Fördervolumina für die Politik umgangen werden. Eine Kommune, für die ein LTE-Ausbau in den nächsten drei Jahren geplant ist, gilt als versorgt und kann nach vorherrschender Experten-Meinung wohl keine weiteren Fördermittel aus dem GAK- oder GRW-Programm in Anspruch nehmen. Dies kommt zur rechten Zeit. 2008 und 2009 erfolgte der Fördermittel-Abruf aufgrund der bürokratischen Aufwände für eine Beantragung nur zögerlich. In diesen beiden Jahren beschränkten sich Förderanträge in der Mehrzahl auf Beratungs- und Planungsleistungen. Seit Anfang 2010 gehen aber mehr und mehr Förderanträge ein für einen Ausbau (in der Regel zur Deckung einer Wirtschaftlichkeitslücke bei dem ausgewählten Netzbetreiber). Schon für kleinere Ortsteile überschreiten die erforderlichen Deckungslücken 100.000 Euro je Ortsteil. So könnten zumindest die GAK-Mittel schon 2011 erschöpft sein, GRW-Mittel werden wohl länger verfügbar sein, da die Anzahl der laut Rahmenbedingungen förderfähigen Gewerberegionen vergleichsweise gering ist.</p>
<p>Aber nicht nur für die Politik kommt LTE zur rechten Zeit. Auch für die Netzbetreiber ist LTE als Ausbau-Technologie sicher hoch willkommen. Die wirtschaftlich erschließbaren Regionen im städtischen und ländlichen Raum sind inzwischen weitgehend mit Breitbandlösungen ausgebaut. Die verbleibenden weißen oder grauen Flecken liegen entweder weit entfernt von Breitbandnetzen oder weisen eine so dünne Besiedlungsdichte auf, dass ein Ausbau auch mit Investitions-Zuschüssen im laufenden Betrieb unwirtschaftlich ist. In diesen Fällen ist LTE eine gute Möglichkeit, mit vergleichsweise geringen Investitionskosten Flächen von 10 bis 20 Kilometer im Radius um eine Basisstation zu versorgen. Allerdings sind trotzdem die Basis-Stationen mit Glasfaser anzubinden, um die erforderlichen Bandbreiten zuzuführen. Vermutlich werden die LTE-Sendestationen bevorzugt auf den Funkmasten für GSM installiert und die Mehrzahl dieser Funkmasten dürfte immer noch mit Kupferkabeln angebunden sein. Somit entstehen unter Umständen auch beim LTE-Ausbau für die Betreiber nicht geringe Kosten für Tiefbauarbeiten. Immerhin wird bei einer Versorgung mit LTE der Druck auf die Betreiber geringer, den Kommunen eine nachhaltig zukunftssichere Lösung in der <a href="http://www.telecomde.com/tag/breitbandversorgung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Breitbandversorgung">Breitbandversorgung</a> zu schaffen. So können sich die Betreiber verstärkt den rentableren Ballungsgebieten zuwenden und hier weiter ausbauen.</p>
<p>Bei diesem nicht unrealistischen Szenario sind die Kommunen die Verlierer, die bislang noch keine Anstrengungen für einen Ausbau mit Fördermitteln unternommen haben. Da mit einer LTE-Versorgung vermutlich keine Fördermittel mehr beantragt werden können und die Haushaltsmittel vieler Kommunen nicht für die Finanzierung eines Ausbaus mit Glasfaser-Kabeln reichen dürfte, könnte für diese Kommunen der Zug für einen zukunftssicheren Ausbau mit höheren Bandbreiten zunächst für lange Jahre abgefahren sein. Ob die Bürger mit der dann garantierten Bandbreite von 2 MBit/s zufrieden sein werden, darf bezweifelt werden. So könnte eine neue Art der digitalen Spaltung zwischen Ballungsgebieten und dem ländlichen Raum geschaffen werden.</p>
<p>Somit lösen sich die ganz großen Erwartungen an LTE weitgehend in Wohlgefallen auf! Immerhin steigert das Angebot von LTE die Zahl verfügbarer Breitbandtechnologien, die im Einzelfall für den Ausbau in einer Kommune geprüft werden können. Ein Ausbau mit LTE erfordert zudem die Zuführung von Bandbreiten bis zur Basis-Station. Hierfür kommen sowohl Glasfaser- als auch Richtfunk in Betracht. Mit dem Ausbau der LTE-Zellen werden somit Backhaul-Lösungen in die Fläche gebracht, die für den weiteren Ausbau genutzt werden können. Zudem bringt LTE für die Nutzung des mobilen Internets in Ballungsgebieten aufgrund der höheren Frequenz-Effizienz absehbar deutliche Fortschritte. Somit bleibt als subjektives Fazit zu den bisher vorliegenden Informationen über LTE:</p>
<ul>
<li>LTE lässt deutliche Vorteile für <strong>mobile</strong> Internet-Anwendungen erwarten</li>
<li>für den Ausbau der stationären Breitbandanschlüsse kann LTE im 800 MHz-Band für einige Jahre als Brückentechnologie dienen</li>
<li>Preismodelle und Konditionen werden voraussichtlich näher an heutigen Mobilfunk-Diensten liegen als bei DSL- oder Kabel-TV-Angeboten</li>
<li>vor Mitte 2011 werden Anschlüsse im Praxis-Einsatz kaum zur Verfügung stehen</li>
<li>eine Koordination der Ausbaugebiete unter den Lizenznehmern scheint es nicht zu geben</li>
</ul>
<p>Betrachtet man die Gesamt-Situation im Breitband-Markt <a href="http://www.telecomde.com/tag/deutschland/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutschland">Deutschland</a>, so sehen die Perspektiven nicht rosig aus:</p>
<ul>
<li>für die zunehmende Anzahl von Kommunen in der Haushaltssicherung und mit Nothaushalt gibt es keine Lösung für den Breitbandausbau mit Förderprojekten (oder mit LTE)</li>
<li>der genaue Stand noch verfügbarer Fördervolumina ist nicht bekannt. Es zeichnet sich aber ab, dass die Fördermittel vielleicht schon Mitte 2011 ausgeschöpft sind</li>
<li>die Finanzierung von Vorhaben, deren Umsetzung über das Jahresende hinaus gehen, ist offen. Die hierfür erforderlichen Verpflichtungs-Ermächtigungen für die Bezirks-Regierungen stehen derzeit nicht zur Verfügung. Damit wären Projekte, die erst nach März eines Jahres zur Vergabe kommen, nicht mehr umsetzbar!</li>
</ul>
<p>Vor diesem Hintergrund bleibt die Frage, wie die beiden Ziele der Bundesregierung für 2010 (Schließung der weißen Flecken) und 2014 (75% der Haushalte haben mehr als 50 MBit/s) in der Praxis erreicht werden sollen.</p>
<p>LTE wird bei Einsatz in einem höheren Frequenzband und damit bei niedrigeren Zellradien deutlich höhere Bandbreiten bieten. So könnte in Ballungsgebieten mit LTE eine Bandbreite von 50 MBit/s realisiert werden. Damit können mobil selbst Videokonferenzen abgehalten werden. Dies allerdings nur bei Zellradien von ca. 500 Metern. Für die Mobilfunkbetreiber ist ein solcher Ausbau dann rentabel, wenn genügend Nutzer in den Zellen anzutreffen sind. Wie die mobilen Dienste ausgestaltet sein werden und wie die Endgeräte aussehen werden, scheint noch nicht fest zu stehen. Bei <a href="http://www.telecomde.com/tag/wimax/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WiMAX">WiMAX</a> wurde angestrebt, dass von den Chip-Herstellern, insbesondere Intel Chip-Sätze entwickelt werden, die wie jene für <a href="http://www.telecomde.com/tag/wlan/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WLAN">WLAN</a> automatisch in alle Laptops und Smart-Phones eingebaut werden. Bei <a href="http://www.telecomde.com/tag/wimax/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WiMAX">WiMAX</a> hat dies allerdings nicht funktioniert.</p>
<p>So bleibt es auf jeden Fall spannend zu sehen, wie die Entwicklung um LTE weiter gehen wird und insbesondere welche Rolle LTE beim Breitbandausbau einnehmen wird. Allerdings steht zu befürchten, dass die großen Erwartungen an LTE für die Schließung der „weißen“ Flecken nicht erfüllt werden. Ein nachhaltiger Breitband-Ausbau basiert nach wie vor auf der Verlegung von Glasfasern bis in die Teilortschaften und langfristig auch bis in jeden Haushalt.</p>
<p>von Dr. rer. nat. Jürgen Kaack (<a href="http://www.telecomde.com/tag/telecomde/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with TelecomDE">TelecomDe</a>.com, weitere Informationen zum <a href="http://www.telecomde.com/die-autoren/">Autor</a>)</p>
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		<title>Rahmenbedingungen für den Breitbandausbau von Dr. Jürgen Kaack</title>
		<link>http://www.telecomde.com/dsl/rahmenbedingungen-fur-den-breitbandausbau-von-dr-jurgen-kaack/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 11:49:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
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Die flächendeckende Breitbandversorgung ist ein wichtiger Standortfaktor nicht nur in Ballungsgebieten sondern gerade auch in ländlichen Regionen. Dabei ist unter Breitband nicht nur der von der EU definierte Wert von 2 MBit/s im Sinne der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/06/Fotolia_10479744_XS.jpg" rel="shadowbox[sbpost-2129];player=img;"><img class="size-full wp-image-2131  alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Kabeltrommel - © schaltwerk - Fotolia.com" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/06/Fotolia_10479744_XS.jpg" alt="" width="254" height="170" /></a></p>
<p>Die flächendeckende <a href="http://www.telecomde.com/tag/breitbandversorgung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Breitbandversorgung">Breitbandversorgung</a> ist ein wichtiger Standortfaktor nicht nur in Ballungsgebieten sondern gerade auch in ländlichen Regionen. Dabei ist unter Breitband nicht nur der von der EU definierte Wert von 2 MBit/s im Sinne der Daseinsvorsorge zu verstehen, sondern ein Wert von derzeit 16 MBit/s, der in nächsten 5 bis 10 Jahren vermutlich auf 50 MBit/s und mehr steigen wird. Mit 16 MBit/s sind zurzeit die wichtigsten privaten und professionellen Internet-Anwendungen problemlos nutzbar. Für spezielle Anwendungen wie z.B. Videostreaming und die Übertragung von drei-dimensionalen Konstruktionsplänen reicht diese Bandbreite allerdings schon heute nicht.</p>
<p>Unter anderem angetrieben durch neue Anwendungen aus dem Web2.0-Umfeld wie z.B. den seit 2004 immer stärker genutzten „social networks“ (z.B. MySpace, Facebook, SchülerVZ, StudiVZ, Xing) steigen der Bandbreiten-Bedarf und das übertragene Datenvolumen kontinuierlich. Video-Dienste wie YouTube und Bilderdienste wie Flikr haben in selbst für Experten so unvorhersehbar starkem Maße Nutzer gefunden, dass sie alleine über 10% des gesamten Internet-Datenvolumens bedingen. Es ist schwer zu prognostizieren, welche neuen Anwendungen in Zukunft entstehen und Bandbreite benötigen. Absehbar ist allerdings, dass stimuliert durch verfügbare Bandbreiten und sinkende Übertragungspreise mit Cloud-Computing neue Dienste für Unternehmen entstehen werden, die ebenfalls für eine Erhöhung des übertragenen Datenvolumens sorgen werden.</p>
<p>Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen ist es unabdingbar, dass in den nächsten Jahren flächendeckende <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaser/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaser">Glasfaser</a>-Netze bis zum Hausanschluss verlegt werden. Dies ist aufgrund der erforderlichen Tiefbauarbeiten zur Verlegung von <a href="http://www.telecomde.com/tag/leerrohren/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Leerrohren">Leerrohren</a> nicht nur teuer sondern auch zeitaufwändig. Allerdings steht für eine flächendeckende Versorgung eine Zeitspanne von etwa 15 Jahren zur Verfügung, da es bislang oberhalb von 25 MBit/s noch keine Massenmarkt-tauglichen Produkte gibt. Mit 25 MBit/s ist die Übertragung von hochauflösenden Fernsehsendungen verzögerungsfrei gleichzeitig mit Internet-Anwendungen möglich. Glasfaser-Anschlüssen ermöglichen 100 MBit/s und mehr, so dass mehrere HD-Sendungen gleichzeitig empfangen werden können, während zudem Online-Games gespielt und größere Dateien aus dem Internet herunter geladen werden. Das Angebot an HD-Sendungen ist bislang allerdings noch überschaubar, so dass selbst mit 25 MBit/s für den Durchschnitts-Anwender in nächster Zeit kein Engpass auftreten sollte. In einem typischen Haushalt sollte der Bedarf mit einem VDSL- oder einem Rückkanal-fähiger Kabel-TV-Anschluss ausreichen bedient werden.</p>
<p>In den Städten ist diese Bandbreite bereits heute weitgehend Standard. Mit Kabel-TV oder VDSL sind je nach Entfernung vom Outdoor-DSLAM 50 MBit/s verfügbar und das Angebot entwickelt sich schnell weiter. VDSL wird demnächst auch mit 80 MBit/s angeboten werden und über Koaxialkabel sind durchaus 100 MBit/s stabil übertragbar. In diesem Bereich wird allerdings dann auch die Grenze für die Übertragung über Kupferkabel liegen. Der nächste Entwicklungsschritt braucht eine durchgängige Glasfaser-Anbindung. <a href="http://www.telecomde.com/tag/netcologne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with NetCologne">NetCologne</a> wird als einer der ersten Anbieter noch 2010 den ersten kommerziellen 1 GBit/s-Anschluss auf der Basis von FttB realisieren.</p>
<p>Diese Entwicklung ist in der Fläche aber noch keineswegs absehbar. Selbst für die Versorgung mit 16 MBit/s sind zum Teil erhebliche Investitionen erforderlich, insbesondere im ländlichen Raum. Für die <a href="http://www.telecomde.com/tag/netzbetreiber/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzbetreiber">Netzbetreiber</a> ist der Ausbau in dünn besiedelten Räumen und nur wenigen Wohneinheiten je Anschluss in vielen Fällen nicht rentabel, da trotz geringer Kundenpotenziale in nicht unerheblichem Maße in Tiefbauarbeiten investiert werden muss.</p>
<p>Da die Netzbetreiber im Interesse ihrer Gesellschafter, in den meisten Fällen Aktienbesitzer, für Renditen sorgen müssen, werden auch im ländlichen Raum Amortisationszeiten von vier bis fünf Jahren unterstellt und so ergeben sich Deckungslücken zwischen den zu erwartenden Mehreinnahmen und den erforderlichen Investitionen für den Netzaufbau und die zusätzlichen Betriebskosten. Zur Schließung dieser Deckungslücken wurden verschiedene Förderprogramme aufgelegt, die entweder den Ausbau in unterversorgten Wohnsiedlungen im ländlichen Raum (GAK) oder in Gewerbegebieten in ausgewiesenen Regionen (GRW) mit staatlichen Mitteln unterstützen sollen. Auch Mittel aus dem Zukunftssicherungsgesetz (Konjunkturpaket II) können in vielen Bundesländern für den Breitbandausbau eingesetzt werden. Die Förderprogramme für GAK- und GRW-Mittel laufen bis Ende 2013, das Zukunftssicherungsgesetz fordert, dass Maßnahmen noch in 2010 begonnen und bis Ende 2011 abgeschlossen werden müssen. Die Rahmenbedingungen für die Förderprogramme erfordern einen aufwändigen Prozess. Es dauert daher in der Regel 1,5  bis 2 Jahre, bis nach Beginn eines Breitband-Projektes die tatsächliche Versorgungslage verbessert ist.</p>
<h4>Reduzierung bürokratischer Hürden</h4>
<ul>
<li><strong>Durchführung eines separaten Interessenbekundungsverfahrens</strong> zusätzlich zur Ausschreibung nur bei absehbaren technologischen Alternativen</li>
</ul>
<p>In den meisten Fällen sind die Möglichkeiten für einen Ausbau offensichtlich und es reicht eigentlich ein öffentliches Ausschreibungsverfahren ohne die zusätzliche Stufe der Interessenbekundung. Das Interessenbekundungsverfahren ist immer dann sinnvoll, wenn alternative technische Konzepte möglich sind oder ein Technologie-Mix niedrigere Kosten verspricht.</p>
<ul>
<li>Genereller <strong>Verzicht auf eine Bedarfs- und Potenzialerhebung</strong> mit Befragungsaktion</li>
</ul>
<p>Das Potenzial für Neukunden oder Upgrader kann auch im ländlichen Raum leicht durch statistische Überlegungen und die Zahl der unterversorgten Haushalte abgeschätzt werden. Die Ergebnisse einer Befragung erlauben  nur selten eine belastbare Hochrechnung auf die Gesamtbevölkerung und werden weder von den Kommunalverwaltungen noch von den Netzbetreibern benötigt. Der einzige Zweck der Befragung ist die Erfüllung der Rahmenbedingungen für eine Förderung.</p>
<ul>
<li><strong>Auswahlverfahren statt Ausschreibung</strong></li>
</ul>
<p>Bislang muss eine Kommune ein streng formal durchzuführendes Ausschreibungsverfahren für die Vergabe einer Beihilfe durchführen, das nach der Vergaberichtlinie für Dienstleistungen (VOL) erfolgen muss. Dies bereitet zusätzlichen formalen Aufwand und einen hohen Grad an Verbindlichkeit. Hinzu kommt, dass viele Kommune sich zwar mit den Bedingungen der VOB aus der Vergabe von Baugewerken auskennen, aber kaum Erfahrungen mit Ausschreibungen nach VOL haben. Zum Erreichen der Zielsetzung wäre es sicher ausreichend, auf ein weniger formales Auswahlverfahren zu setzen, da als Ergebnis der Ausschreibung „nur“ die Gewährung einer Beihilfe steht.</p>
<ul>
<li><strong>Verpflichtender Stufenplan für den weiteren Ausbau der Bandbreite</strong></li>
</ul>
<p>Die Förderprogramme der Gemeinschaftsaufgaben erlauben nur die Forderung nach einem Ausbau auf 2 MBit/s. Diese Bandbreite ist bereits heute nicht mehr ausreichend für eine sinnvolle Nutzung des Internets. Da eine Kommune nach Erreichen der Grundversorgung mit 2 MBit/s nicht mit weiteren Fördermitteln rechnen kann, sollte entweder direkt eine höhere Bandbreite gefordert werden (z.B. 16 MBit/s) oder zumindest die Aufstellung eines verbindlichen Stufenplans zur Steigerung der Bandbreite auf 50 MBit/s bis 2014.</p>
<ul>
<li>Öffnung der Förderprogramme für <strong>Schaffung von kommunalem Eigentum </strong></li>
</ul>
<p>Fast alle Breitbandprojekte bedingen Tiefbauarbeiten zur Verlegung von Leerrohren und ohne Leerrohre wird der weitere Ausbau zu einem Glasfasernetz zusätzlich verteuert. Nur selten ist die Wirtschaftlichkeitslücke der Betreiber ausschließlich durch Tiefbauarbeiten bedingt. Sollte dies der Fall sein, kann die Kommune über eine Förder-Maßnahme Leerrohre verlegen, die im kommunalen Eigentum verbleiben und den Netzbetreibern zur Nutzung vermietet werden. Die Miete zur Nutzung kann dabei durchaus auch Null sein, wenn hierdurch die Deckungslücke der Betreiber geschlossen wird.</p>
<p>In allen anderen Fällen bleibt der Kommune nur die Ausschreibung der Beihilfe als verlorener Zuschuss, da es sich bei Förderung des Leerrohr-Ausbaus und einer Wirtschaftlichkeitslücke nach derzeitiger Auffassung um eine Doppelförderung handelt. Das verlegte Leerrohr befindet sich in diesem Fall im Eigentum des Netzbetreibers. Solange es sich um <strong>eine </strong>Fördermaßnahme handelt (andernfalls handelt es sich auf jeden Fall um eine nicht erlaubte Doppelförderung), sollte es den Kommunen ermöglicht werden, den bewilligten Gesamt-Förderbetrag für die Verlegung von Leerrohren <strong>und</strong> den den Ausgleich der Deckungslücke aufzuteilen. Dies würde weder die Fördersumme erhöhen noch den Aufwand für die Bearbeitung oder die Bewilligung.</p>
<ul>
<li><strong>Schaffung von Rechtssicherheit</strong> im Hinblick auf das europäische Beihilferecht</li>
</ul>
<p>Jede Zuwendung finanzieller oder sonstiger Art einer Kommune an einen Netzbetreiber ist als eine Beihilfe zu verstehen und unterliegt somit strengen Regeln der Europäischen Kommission. So soll verhindert werden, dass auf dem Wege einer Beihilfe aus Haushaltsmitteln eine Wettbewerbsverzerrung durch Bevorzugung einzelner Betreiber erfolgt. Unklar ist allerdings, wann eine Beihilfe gerechtfertigt  ist und wann nicht. Im Fall einer Unterversorgung ist dies noch relativ eindeutig, aber wie steht es um solche Fälle, in denen keine Unterversorgung vorliegt, die Kommune aber trotzdem zur Absicherung des Standorts eine Verbesserung der Versorgung anstrebt (z.B. zur besseren Vermarktung von Gewerbeflächen)? Wie steht es um den Aufbau von NGA (Next-Generation-Access)-Netzen mit durchgängigen Glasfaserstrecken? Eng verknüpft mit der Frage nach der Beihilfe ist die Frage nach den kommunalen Aufgaben in Verbindung mit dem Breitbandausbau und der Breitbandversorgung als Daseinsvorsorge.</p>
<p>Da die Breitbandversorgung auch im Fall unversorgter Gebiete als freiwillige Leistung gesehen wird, kann eine Kommune in der Haushaltssicherung ohne Zustimmung der Bezirksregierung keine Fördermittel beantragen, wenn sie einen Eigenanteil übernehmen muss – und sei es auch nur 10% des Gesamtvolumens. Bei der steigenden Anzahl von Kommunen mit Haushaltsproblemen dürfte es so zu einer weiteren Form der digitalen Spaltung kommen! Sinnvoller wäre es schon, die Breitbandversorgung als Teil der Grundversorgung zu behandeln. So könnten alle Kommunen die staatlichen Förderprogramme nutzen.</p>
<ul>
<li>Offene Kommunikation über <strong>verfügbare Fördervolumina</strong></li>
</ul>
<p>In den Jahren 2008 und 2009 wurden nur wenige Förderprojekte abgewickelt und hierbei handelte es sich in erster Linie um die Finanzierung von Planungsarbeiten. Seit Frühjahr 2010 steigt die Anzahl der Projekte sprunghaft an, bei denen der tatsächliche Ausbau durch Zuwendungen oder den Bau von Leerrohrnetzen gefördert werden soll. Eine Ursache hierfür ist die lange Vorlaufzeit bis zur Stellung eines Förderantrags (bedingt durch Marktanalysen, Bedarfserhebungen, Interessenbekundung und Ausschreibung) und zum anderen das steigende Bewusstsein vieler Kommunen für die Breitbandversorgung. Bei Abschätzung der kommunizierten Volumina ergibt sich, dass die vorhandenen Fördermittel schneller erschöpft sein könnten, als dies ursprünglich geplant war. So ist es ein mögliches Szenario, dass die Mittel aus dem GAK-Programm bereits Mitte 2011 aufgebraucht sind – ohne tatsächlich alle weißen Flecken beseitigt zu haben.</p>
<p>Aus dem GRW-Programm für die Verbesserung der Versorgung von Gewerbegebieten in ausgewiesenen Förderregionen sind aber offensichtlich bislang nur wenig Mittel abgeflossen. Dies ist eigentlich nicht erstaunlich, da nur wenige Kommunen in die Förderkulisse fallen und die Grenze von 2 MBit/s für Unternehmen realitätsfern ist, Unternehmen benötigen mindestens 16 MBit/s mit einer schnell steigenden Tendenz auf 50 MBit/s. Gewerbegebiete mit 6 MBit/s Versorgung sind faktisch unterversorgt, gelten aber offiziell als versorgt!</p>
<h4>Technologieneutralität oder Nachhaltigkeit?</h4>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die neutrale Betrachtung der unterschiedlichen Technologien ist vom Grundsatz sicher richtig, da mit öffentlichen Mitteln nicht ein Betreiber und eine Technologie einseitig bevorzugt werden sollte. Allerdings sollte es genauso selbstverständlich sein, dass öffentliche Mittel nur in nachhaltige Technologien investiert werden. Als nachhaltig kann – auch bei Berücksichtigung der Ziele der Bundesregierung von Anfang 2009 – nur eine solche Technologie gelten, die geeignet ist, bis 2014 Bandbreiten von 50 MBit/s und mehr zuverlässig und unabhängig von der Nutzerzahlen bereitstellen zu können. Hierfür kommen im Teilnehmeranschluss-Bereich derzeit verschiedene Technologien in Betracht:</p>
<ul>
<li>Glasfaser als Point-to-Point Ethernet-Verbindung</li>
<li>Glasfaser für Point-to-Multi-Point Netze (z.B. GPON)</li>
<li>Kabel-TV Netze auf der Basis von Koaxialkabeln (z.B. mit DOCSIS 3.0)</li>
<li>VDSL auf der Basis der Kupferdoppelader bei Kupfer-Längen deutlich unter einem Kilometer</li>
</ul>
<p>Funklösungen können unter Laborbedingungen oder als Infrastruktur-Komponenten mit hoher Strahlbündelung zwar ebenfalls sehr hohe Bandbreiten ermöglichen, mit Richtfunk sind durchaus Bandbreiten über 2 GBit/s möglich. Mit dieser Technologie lassen sich längere Strecken (ab etwa 4 Kilometer) überbrücken, für die eine Glasfaser-Verlegung zu teuer ist. Für den Anschlussbereich sind diese Technologien allerdings aus verschiedenen Gründen nicht geeignet.</p>
<p>Mit den 2006 mit großen Vorschuss-Lorbeeren für den Aufbau von <a href="http://www.telecomde.com/tag/wimax/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WiMAX">WiMAX</a>-Netze versteigerten Frequenzen sind im Labor Bandbreiten von über 50 MBit/s möglich, Netze im praktischen Betrieb werden typischerweise allerdings mit nur 2 MBit/s im Download realisiert. Mobilfunk ermöglicht mit HSDPA 7,2 MBit/s im Download (mit einer Perspektive auf über 10 MBit/s mit HSPA), allerdings um den Preis sehr kleiner Zellenradien (weit unter einem Kilometer) und somit vieler Basisstationen. Aufgrund der hohen Nutzerdichte rechnen sich die Aufwendungen zum Aufbau eines solchen Netzes für die mobile Internetnutzung in Ballungsgebieten. Es ist aber ebenso wenig erstaunlich, dass HSDPA-Netze aus genau diesem Grund im ländlichen Raum kaum anzutreffen sind.</p>
<p>Ob sich dies mit <a href="http://www.telecomde.com/tag/lte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with LTE">LTE</a> tatsächlich ändern wird, bleibt abzuwarten. Immerhin ermöglichen die im Juni 2010 mit versteigerten 800 MHz-Frequenzen größere Zellenradien und eine gute Indoor-Versorgung. Vermutlich wird aber auch mit <a href="http://www.telecomde.com/tag/lte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with LTE">LTE</a>-Netzen in der Praxis nur eine im Vergleich eher moderate Bandbreite von ca. 6 MBit/s ermöglicht. Für bislang unversorgte oder nur mit niedrigen Bandbreiten versorgte Regionen stellt dies natürlich eine wesentliche Verbesserung der Situation dar. <a href="http://www.telecomde.com/tag/lte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with LTE">LTE</a>-Netze versprechen eine schnelle Versorgung der dünn-besiedelten Räume. Die für die Anbindung der Basisstationen benötigten Glasfaser-Strecken bringen zudem Bandbreite in die unterversorgten Räume und schaffen Ansätze für einen späteren leitungsgebundenen Ausbau. Es sollte allerdings nicht übersehen werden, dass der <a href="http://www.telecomde.com/tag/lte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with LTE">LTE</a>-Ausbau als Substitut für eine stationäre Anbindung nur eine Brücken-Technologie für die nächsten 5 bis 10 Jahre darstellt und keinen Ersatz für einen flächendeckenden Ausbau von Glasfaser-Netzen.</p>
<p>Funkfrequenzen sind anders als leitungsgebundene Übertragungswege nicht beliebig vermehrbar. Nach der abgeschlossenen Frequenzauktion im Juni 2010 sind weitere größere Frequenzzuweisungen unwahrscheinlich. Das knappe Gut der Funkfrequenzen sollte daher möglichst effizient eingesetzt werden im Bereich der mobilen und portablen Nutzung. Das stetig steigende Datenvolumen für mobile Internetnutzung spricht dafür, für diesen Bereich Kapazitäten vorzuhalten. Dabei ergänzt das Funknetz den stationären Anschluss als komplementäre Lösung, idealerweise mit einer durchgängigen („seamless“) gestalteten Dienste-Oberfläche. Die Verwendung von Funklösungen als Substitution von stationären Anschlüssen sollte daher die Ausnahme für abgelegene und dünn besiedelte Regionen sein oder eine zeitliche Überbrückungslösung.</p>
<p>Während die Deckungslücken der Betreiber von Funknetzen oft niedriger liegen als für leitungsgebundene Alternativen, sind die Kundenpreise in vielen Fällen signifikant höher. Dabei sind noch nicht mal die in der Regel (bei <a href="http://www.telecomde.com/tag/wlan/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WLAN">WLAN</a>-Netzen und Satelliten-DSL-Lösungen) zusätzlich erforderlichen Außenantennen mit 100 bis 200 Euro Einmalkosten entscheidend, sondern die höheren laufenden Monatskosten. Auf diesem Wege wird mit niedrigeren Beihilfen eine höhere Kaufkraftabschöpfung eingehandelt. Eine gesamtwirtschaftliche Betrachtung ist daher grundsätzlich sinnvoll bei der Bewertung unterschiedlicher Ausbau-Konzepte, erhöht aber den Aufwand und die Unsicherheit bei der Entscheidung.</p>
<h4>Definition von Schnittstellen und technischen Standards</h4>
<p>Die derzeitige Förderpraxis sorgt eher für einen Fleckenteppich von Einzel-Lösungen auf der Ebene von Ortsteilen mit unterschiedlichen Betreibern als für großflächige und homogene Netz-Architekturen. Für die weitere Entwicklung kann man vermuten, dass eine Reihe von Betreibern regionaler Zugangsnetze entstehen werden, die Leistungen auf unterschiedlichen Ebenen der Wertschöpfung anbieten (reine Infrastrukturbetreiber auf der Basis von Leerrohren, Netze aus beleuchteten Glasfasernetzen, Netze mit einer Plattform für Marktplätze zur Anbindung unterschiedlicher Dienste-Anbieter und Vollsortimenter mit eigenem Dienstebetrieb).  Es werden je nach Voraussetzung Netze mit Point-to-Point Ethernet Glasfasern, Point-to-Multipoint (GPON) Glasfasernetze und Breitbandnetze auf der Basis von DOCSIS 3.0 und Kabel-TV Installationen parallel und in angrenzenden Regionen nebeneinander entstehen. Für die Sicherstellung der Durchgängigkeit von Dienste-Merkmalen ist daher eine Standardisierung der Schnittstellen unerlässlich.</p>
<p>Neben den Schnittstellen zwischen den Netzen auf den verschiedenen Ebenen sind auch die Schnittstellen und Abschluss-Geräte im Haus zu definieren, damit die Voraussetzung für hohe Stückzahlen und  einen Roll-out in breiter Fläche gegeben werden.</p>
<p>Für die verschiedenen Standardisierungsaufgaben und die Definition der Schnittstellen fehlt bislang eine eindeutige Zuständigkeit im Bund. Die Schnittstellen dürfen auf keinen Fall auf Landesebene begrenzt sein, sondern mindestens das Bundesgebiet abdecken, besser aber ganz Europa.</p>
<h4>Förderung von Eigeninitiativen für regionale Projekte</h4>
<ul>
<li>Aufsetzen eines Fonds zur <strong>Stützung von Neugründungen durch Bürgschaften</strong></li>
</ul>
<p>Fördermittel gehen oft als „verlorene Zuschüsse“ an Netzbetreiber. Aus Sicht einer Kommune oder eines Landkreises wäre es wünschenswert, neben der Verbesserung der Breitbandversorgung auch wirtschaftliche Effekte durch die Gründung regional agierender Netzbetreiber zu stimulieren. Die Neugründung von Betreiber-Gesellschaften schafft Arbeitsplätze, generiert Gewerbesteuer-Einnahmen und bietet den Ansatz, zusammen mit den Betreibern auf die Region zugeschnittene Konzepte umzusetzen. Ein Problem vieler Ansätze zur Gründung entsprechender regionaler Betreiber ist die Absicherung von Finanzierungskonzepten durch Bürgschaften. Die Schaffung eines Fonds zur Gewährung von Bürgschaften könnte insgesamt eine stärkere Hebelwirkung erzeugen als die Gewährung von Fördermitteln</p>
<ul>
<li>Unterstützung von Kommunen und Kreisen bei der Planung von Netzbetreiber-Projekten und der Gestaltung von <strong>Private-Public-Partnerships (PPP)</strong></li>
</ul>
<p>Der flächendeckende Breitband-Ausbau von NGA (Next Generation Access) Netzen auf der Basis von Glasfaser-Anschlüssen ist durch die Netzbetreiber alleine nicht wirtschaftlich auf zu bauen. Alleine die Investitionen bei einem unabhängigen Aufbau liegt bei über 40 Mrd. Euro. Nur durch Kooperationen mit kommunalen Organisationen und anderen Mitwirkenden wie z.B. Tiefbauunternehmen oder Energieversorgungs-Unternehmen (EVU) lassen sich <a href="http://www.telecomde.com/tag/geschaftsmodelle/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschäftsmodelle">Geschäftsmodelle</a> entwickeln, die eine tragfähige Umsetzung ermöglichen. Der Aufbau von Glasfasernetzen in der Fläche benötigt eine auf über mindestens 15 Jahre angelegte Planung. Auch die Amortisationszeiten liegen in vergleichbarer zeitlicher Dimension. Für kommunale Organisationen und EVUs sind das durchaus übliche Zeiträume. Zudem lassen sich in dieser Konstellation Verlege-Arbeiten von Leerrohren mit anderen Tiefbaumaßnahmen kombinieren, so dass die Kosten erheblich gesenkt werden können.</p>
<p>Problematisch ist bei diesen Partnerschaften, in der Regel in der Form von Private-Public-Partnerships (PPP) zwischen öffentlichen Einrichtungen und Privatunternehmen, dass sie nicht üblich und erprobt sind, die Partner unterschiedliche Unternehmenskulturen haben und die Umsetzung konzeptionelle und formal-rechtliche Überlegungen erfordert. Die Prüfung der kommunalen Aufgaben und die Bereitstellung von Finanzmitteln (oder Bürgschaften) dürften gerade in Zeiten enger Haushaltsmittel oder sogar bei Nothaushalten erhebliche Hürden für eine Umsetzung aufbauen.</p>
<ul>
<li>Verlegung von <strong>Leerrohren bis an den Hausanschluss bei allen Neubau-Erschließungen und allen Tiefbauarbeiten</strong></li>
</ul>
<p>Ohne erhebliche Zusatz-Investitionen kann bereits heute bei der Neu-Erschließung von Wohn- oder Gewerbegebieten die Verlegung von Leerrohren zusammen mit den übrigen Hausanschlüssen erfolgen – und somit erhebliche Investitionen in der Zukunft einsparen. Es ist unverantwortlich, dass dies immer noch keineswegs selbstverständlich ist.</p>
<p>Es macht allerdings auf der anderen Seite keinen Sinn, Leerrohre irgendwie mit zu verlegen. Jede Trasse ist genau zu dokumentieren, sie sollte nicht unter der Fahrbahndecke verlaufen und am Anfang und Ende der Strecken sowie in Abständen von etwa 100 Metern sollten Schächte installiert werden, damit die verlegten Leerrohre später wieder aufgefunden und zu einem Gesamt-Netz verbunden werden können mit Muffen und Abzweige.</p>
<p>In Baden-Württemberg besteht bereits seit 2009 die verbindliche Verpflichtung aller Kommunen zur Verlegung von Standard-Leerrohren im Beilauf bei allen Tiefbaumaßnahmen im öffentlichen Raum. Diese Verfügung sollte als Muster für alle anderen Bundesländer herangezogen werden. So lassen sich Diskussionen in den einzelnen Gemeinderäten ersparen und auch Kommunen in der Haushaltssicherung oder mit Nothaushalt wären mit erfasst. Selbst bei einem Nothaushalt erscheint es sinnvoll bei anstehenden Tiefbauarbeiten im öffentlichen Raum ein Standard-Leerrohr mit zu verlegen.  Bei Verlegekosten von ca. 100 Euro pro Meter bei versiegelter Oberfläche bedeutet de Mitverlegung von Leerrohren Mehrkosten von unter 10 Euro pro Meter (einschließlich der notwendigen Schächte).</p>
<ul>
<li><strong>Erarbeitung eines Masterplans</strong> für den Aufbau eines flächendeckenden Leerrohrnetzes</li>
</ul>
<p>Damit Leerrohre, die im Beilauf zu Tiefbauarbeiten verlegt werden, später zum Aufbau eines FttB-Netzes genutzt werden können, bedarf es einer gründlichen Vorplanung. Zunächst muss sichergestellt werden, dass die verlegten Leerrohre später bei Bedarf wieder aufgefunden werden. Eine sorgfältige Dokumentation sollte wie oben beschrieben selbstverständlich sein. Leerrohre sollten zudem in einer einheitlichen Tiefe verlegt werden. Wenn bei Beginn der Verlege-Tätigkeiten ein Masterplan für die Zielstruktur erstellt wird, kann der Bau nach diesem Plan erfolgen und verbleibende Lücken in der Struktur Zug-um-Zug schließen.</p>
<ul>
<li>Benennung von <strong>Breitbandbeauftragten</strong> in den Kommunen</li>
</ul>
<p>In den meisten Kommunen fehlt eine eindeutige Zuständigkeit für den Breitbandausbau. Bei Breitband-Projekten ist entweder die Wirtschaftsförderung oder das Tiefbauamt als Projektpartner zuständig. Grundsätzlich ist es nicht entscheidend, zu welchem Amt oder welcher Institution der Zuständige gehört. Wichtiger sind die Kontinuität bei der Bearbeitung und die Möglichkeit, über einen längeren Zeitraum Kompetenzen für das Thema aufzubauen und kontinuierlich weiter zu entwickeln. So kann auch die Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern vor Ort gezielt entwickelt werden. Natürlich ist es bei der Umsetzung notwendig, die Zuständigkeit für Breitband in die Stellenbeschreibung und die Zielvereinbarungen aufzunehmen. Bei stetig abnehmenden Mitarbeiterzahlen ist dies für viele kommunale Verwaltungen eine Herausforderung.</p>
<h4><a href="http://www.telecomde.com/tag/politik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politik">Politik</a> als gestaltende Institution bislang nicht präsent</h4>
<p>Der Aufbau von flächendeckenden Glasfasernetzen als entscheidender Standortfaktor für <a href="http://www.telecomde.com/tag/deutschland/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutschland">Deutschland</a> ist im Hinblick auf die Rahmenbedingungen eine nationale Aufgabe. Die Langfristigkeit des Netzaufbaus und die Komplexität der Organisation für die Umsetzung macht es sinnvoll, dass sich der Staat um die Organisation und die Rahmenbedingung kümmert.</p>
<p>Im föderalen System haben die Bundesländer oft nicht nur eigene Förderbedingungen und Förderquoten, sondern auch eine unterschiedliche Form der Unterstützung von Kommunen mit Beratungsleistungen. Ein Landes-weites Breitband-Kataster gibt es derzeit nur in Nieder-Sachsen, in anderen Bundesländern gibt es dagegen nur einzelne Breitband-Berater. Die konsequente Begleitung und Umsetzung von Kooperationsmodellen für regionale Betreiber fehlt dagegen ebenso wie die Unterstützung von zukunftsweisenden NGA-Netzen.</p>
<p>Während in NRW der stufenweise Ausbau mit Glasfasernetzen zunächst als Fiber-to-the-Curb (<a href="http://www.telecomde.com/tag/fttc/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FttC">FttC</a>) und in einem späteren Schritt als Fiber-to-the-Building (FttB) propagiert wird, verfolgt man in Hessen die Schließung der weißen Flecken bevorzugt mittels Funklösungen. Es gibt zwar durchaus eine Reihe von Szenarien, in denen der Breitbandausbau mittels Funk schneller und mit niedrigeren Kosten erfolgen kann, z.B. wenn die nächste Möglichkeit zur Anbindung an ein Backbone-Netz weit entfernt ist, die zu versorgenden Teilnehmer weit auseinander liegen oder die Qualität der Leitungen im Anschluss-Bereich schlecht ist.</p>
<p>Im Bundeswirtschaftsministerium (<a href="http://www.telecomde.com/tag/bmwi/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BMWI">BMWi</a>) hat man im Juni 2010 die Errichtung eines Breitbandkompetenzzentrums (BBCC) ausgeschrieben. Analysiert man die Leistungsbeschreibung der Ausschreibung kann sich der Verdacht einschleichen, dass es hierbei um ein Kommunikationsorgan für die Ziele der Bundesregierung und eine übergreifende „Bürgermeister-Hotline“ handelt. Diese Zielsetzung scheint nicht stringent, wenn gleichzeitig die Fördermöglichkeiten mit Mitteln aus dem Zukunftssicherungsgesetz („Konjunkturpaket II“) bald ausläuft und die steigende Nachfrage nach Fördermitteln aus dem GAK-Programm (Gemeinschaftsaufgabe Agrarentwicklung und Küstenschutz) eine baldige Erschöpfung der verfügbaren Mittel befürchten lässt! Während einerseits viele Förderanträge gestellt werden, können zunehmend mehr Kommunen keine Fördermittel in Anspruch nehmen, weil sie keinen ordentlichen Haushalt mehr erstellen können und der Haushaltssicherung unterliegen. Wen soll das geplante BBCC dann aber beraten und unterstützen?</p>
<p>Eigentliche Kernaufgaben eines BBCC werden gleichzeitig durch die <a href="http://www.telecomde.com/tag/bundesnetzagentur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bundesnetzagentur">Bundesnetzagentur</a> wahrgenommen wie z.B. mit dem im Mai 2010 gestartete NGA-Forum. Dabei sollte es doch Aufgabe der <a href="http://www.telecomde.com/tag/bundesnetzagentur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bundesnetzagentur">Bundesnetzagentur</a> sein, den Wettbewerb zwischen den Marktteilnehmern sicher zu stellen. Die Gestaltung neuer Märkte gehört eigentlich nicht dazu! Andere wesentliche Aufgaben eines BBCC sollten in der Entwicklung und Begleitung von Pilotprojekten für den Netzausbau nach Schließung der weißen Flecken und dem Auslaufen der Förderprogramme liegen, Es ist unstrittig, dass der Breitbandausbau bei richtiger Planung auch ohne staatliche Mittel wirtschaftlich betrieben werden kann – und dass nicht nur in Ballungsgebieten! Hierfür müssen aber Partner zusammen gebracht werden, die bislang nicht gewohnt sind, zu kooperieren wie z.B. Netzbetreiber, Stadtwerke, Energieversorger und Tiefbauunternehmen. Neue Gesellschaftformen wie PPPs (Private-Public-Partnerships) müssen erprobt und gestaltet werden. Diese Aktivitäten entstehen derzeit eher zufällig oder durch Eigeninitiativen Einzelner.</p>
<p>Nicht nur die Gestaltung neuer Betreiber-Modelle abseits der etablierten Ansätze muss koordiniert und kommuniziert werden, auch neue Breitband-Anwendung mit übergreifender Bedeutung sollten entwickelt und gefördert werden. Neben den gesellschaftlich relevanten Themen Bildung und Telemedizin als Element zur Kostensenkung im Gesundheitswesen sind auch intelligente Lösungen in Verbindung mit dem Energiemanagement von hoher Zukunftsbedeutung. Hierzu gehören Smart-Grid Lösungen, die Energieverbraucher und –Erzeuger in einer Region „managen“, sowie Konzepte für die Umsetzung der Elektromobilität. Entsprechende Dienste müssen in Kooperation mit der betroffenen Industrie entwickelt und erprobt werden, damit Deutschland in diesem Feld nicht den Anschluss verliert. Erfolgreiche und in Pilotversuchen bewährte Lösungen müssen standardisiert werden, damit es im Ergebnis flächendeckende und wirtschaftlich zu produzierende Lösungen gibt.</p>
<p>Im Umfeld von Breitband-Netzen und Anwendungen gibt es also offensichtlich eine Reihe von wichtigen Aufgaben, die bislang nicht wahrgenommen werden und Kernaufgaben eines BBCC sein sollten. Dabei sei betont, dass es nicht um zusätzliche Fördertöpfe und staatliche Finanzierung geht, sondern in erster Linie um die Stimulation der Entwicklungen, die Koordination der beteiligten Partner, die beratende und Interessen-ausgleichende Begleitung der Umsetzung, die Unterstützung bei der EU-weiten Standardisierung und die Multiplikation erfolgreicher Vorhaben. Leider fehlen bisher erkennbare Ansätze der Politik für eine konsequente Umsetzung dieser Aufgaben.</p>
<h4>Umdenken bei Betreibern</h4>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die bislang bewährten Geschäftsmodelle mit vertikal integrierten Betreibern werden wohl nur bedingt auch in Zukunft ein Erfolgsmodell sein. Im traditionellen Telekommunikationsmarkt sind Kooperationen untereinander bislang weitgehend beschränkt auf die Nutzung von Leerrohren und Backbone-Kapazitäten sowie Zusammenschaltung der Netze und Kollokation. Kooperationen mit Unternehmen aus anderen Branchen oder öffentlichen Institutionen sind dagegen eher die Ausnahme.</p>
<p>Die Investitionen für den weiteren Netzausbau sind von einzelnen Unternehmen nicht zu bewältigen. Daher sind Kooperationen in Form von Joint-Ventures und PPPs mit Kommunen, Kreisen und Stadtwerken unerlässlich. Dabei treffen Unternehmen mit unterschiedlichen Unternehmenskulturen und Traditionen, aber auch mit unterschiedlichen Planungsansätzen aufeinander, so dass die richtigen Geschäftsmodelle gefunden und geübt werden müssen.</p>
<p>Auch die heutigen Kabel-TV Anbieter müssen neue Wege gehen, um ihre Märkte zu sichern und weiter auszubauen. Derzeit bauen Kabel-TV-Anbieter ihre Netze zwar zügig Rückkanal-fähig aus, es werden aber mit der Ausnahme von Neubaugebieten keine neuen Netze verlegt. Die Verwendung des Koaxialkabels ist hierfür vermutlich in Zukunft nicht mehr ausreichend. Mit dem richtigen Konzept und den richtigen Kooperationen haben die Kabel-TV Anbieter die Chance, eine Vorreiterrolle bei FttB-Netzen einzunehmen.</p>
<p>Auch auf der anderen Seite der Wertschöpfung hat die heutige Struktur nicht unbedingt das Potenzial auf Zukunftsfähigkeit. Geschlossene Geschäftsmodelle können nicht schnell auf neue Anbieter reagieren. Dies wird aber insbesondere für Geschäftskunden zunehmend wichtiger werden, z.B. in Verbindung mit Cloud-Computing Anwendungen. Hierfür sind Plattformen erforderlich, die über noch zu schaffende Schnittstellen virtuelle Marktplätze ermöglichen, auf denen Anbieter von Lösungen und potenzielle Kunden zusammen kommen können. Neben den vermutlich auch in Zukunft von Privatkunden bevorzugten „Alles-aus-einer-Hand“-Angeboten können so individuell zusammengestellte Dienste-Portfolien treten. Auf den virtuellen Marktplätzen können neben großen Content- und Lösungs-Providern auch mittelständische Lösungsanbieter neue Geschäftsmöglichkeiten finden.</p>
<h4>Ein Zukunfts-Szenario</h4>
<p>Wenn die Blüte-Zeit der vertikal integrierten Universalanbieter wohl überschritten ist, sind recht unterschiedliche Szenarien für die zukünftige Entwicklung vorstellbar. Die jeweilige Ausgestaltung hängt wesentlich von den beteiligten Partnern und ihren spezifischen Kompetenzen und Strategien ab. Ein Szenario erscheint dabei für den Betrieb von FttB- (oder FttH-) Netzen realistisch:</p>
<ul>
<li>Ein im Landkreis agierendes <strong>Infrastruktur-Konsortium</strong> bestehend aus Stadtwerken der Kommunen, einem Energieversorger und einem Tiefbauunternehmen bauen das Leerrohrnetz konsequent von den Netzwerk-Knoten bis an den Hausanschluss aus. Die Planungen und Vorarbeiten werden fast zehn Jahre dauern und in dieser Zeit investieren alle Partner in das Zugangsnetz ohne größere Rückflüsse durch Umsatzerlöse.</li>
</ul>
<p>Mit dem Leerrohrnetz können mehrere Fasern oder Kabel parallel bis in jedes Gebäude gebracht werden. Wenn Standard-Leerrohre verlegt werden, bestehen Reserven für weitere interessierte Nutzer. Die Investitionen sind selbst bei Nutzung aller Synergien mit einigen Hundert Euro pro Hausanschluss nicht gering, daher wird neben dem ersten Konsortium mit hoher Sicherheit kein weiterer Infrastruktur-Betreiber ein eigenes Leerrohr-Netz errichten und das erste Konsortium hat somit in dem betreffenden Land-Kreis ein „natürliches“ Monopol.</p>
<p>Umsätze erzielt der Betreiber durch die langfristige Vermietung von Leerrohr-Kapazität an alle interessierten Betreiber zu marktüblichen Preisen von 0,05 bis 0,10 Euro pro Meter und Monat und je eingezogenes Kabel. Der Energieversorger ist einer der Kunden des Konsortiums und vernetzt die Stromzähler in jedem Haushalt, um so eine Smart-Grid-Applikation zu realisieren. Auch werden Stromzapfsäulen vielleicht in Kombination mit der Straßenbeleuchtung verbunden, so dass Elektromobilität im Land-Kreis möglich wird. Der Energieversorger zahlt dabei den gleichen Preis für die Leerrohrnutzung wie die anderen Kunden, eine eigene Verlegung von Leerrohren hätte sich aber auch für EVU wirtschaftlich nicht rentiert.</p>
<ul>
<li>Ein <strong>regionaler Plattformbetreiber</strong> zieht Fasern in die Leerrohre zu den Kunden, die einen Glasfaser-Anschluss benötigen. Auch der Betrieb von Lasern zur Beleuchtung der Fasern und zur Übertragung von Daten wird von ihm realisiert.</li>
</ul>
<p>Über Standardschnittstellen können sich Dienste-Anbieter mit ihren Produkten an seine Plattform anschließen. Damit wird sowohl aus Sicht des Kunden wie auch aus Sicht der Dienste-Betreiber ein virtueller Marktplatz geschaffen. Der Plattformbetreiber verrechnet seine Leistung in der Regel an die Dienste-Betreiber, die ihrerseits dem Kunden ihre Dienste und den Anschluss gemeinsam in Rechnung stellen.</p>
<p>Einzelne Kunden, die sich ihr Dienste-Portfolio selber zusammenstellen, buchen nur die Leistung des Breitbandanschlusses und zahlen hierfür ca. 10 Euro pro Monat an den Plattformbetreiber. Einen Teil seiner Einnahmen führt der Plattformbetreiber in Form einer Miete für die Leerrohr-Nutzung an die Infrastruktur-Gesellschaft ab.</p>
<ul>
<li><strong>Klassische Telekommunikation-Anbieter</strong> verbinden die verschiedenen Netze mit den nationalen und internationalen Backbone-Netzen und realisieren wichtige Basis-Dienste wie die Sprachtelefonie, den Internetzugang und Standard-Internet-Dienste. Fernseh- und Video-Angebote werden ebenfalls auf diesem Wege angebunden und über das Glasfasernetz in die Haushalte transportiert. Ergänzend werden Videotelefonie, Back-up Lösungen, Virenschutz und andere ergänzende Dienstleistungen als Zusatz-Module angeboten.</li>
</ul>
<p>Die Anbieter akquirieren wie heute auch ihre Kunden direkt und auf eigene Rechnung und übernehmen das Kundenmanagement mit Rechnungsstellung und Hotline. Ein Kunde kann je nach Vorlieben entweder alle Leistungen aus einer Hand nehmen oder Dienste unterschiedlicher Anbieter kombinieren.</p>
<p>Seine Rechnung erhält der Kunde von dem oder den von ihm ausgewählten Telekommunikations-Anbietern. Dieser wiederum zahlt an den Plattformbetreiber für den Zugang zum Kunden einen monatlichen  Betrag in Höhe von ca. 10 Euro.</p>
<ul>
<li><strong>Spezialisierte Lösungs- und Inhalte-Anbieter</strong> realisieren für ihre Zielgruppen spezielle Anwendungen, z.B. Vernetzungsdienste für Unternehmen oder Cloud-Computing Lösungen und lassen die IT-Services des Kunden im eigenen Rechenzentrum laufen, so dass der Kunde nur ein Eingabe- und Ausgabegerät („Netz-PC“) benötigt.</li>
</ul>
<p>Da die Anwendung über eine eigene Datenkommunikationsverbindung realisiert wird und nicht über das öffentliche Internet ist die Sicherheit für den Anwender ungleich höher. Die Kundenbetreuung und die Zahlungsströme entsprechen denjenigen der klassischen Telekommunikations-Anbieter.</p>
<p>Die Zusammensetzung der jeweiligen Anbieter-Gruppen kann  von Fall zu Fall anders ausfallen. So könnte das Geschäft als Plattformbetreiber auch für Lieferanten der eingezogenen Kabel interessant sein sowie für Hersteller von System- und Verbindungstechnik, die auf diesem Wege nicht nur den eigenen Marktanteil absichern, sondern auch in neue Geschäftsmodelle mit absehbaren Renditechancen einsteigen. Es ist ebenso vorstellbar, dass der Infrastruktur- und der Plattform-Betreiber von einem gemeinsamen Konsortium realisiert werden.</p>
<p>Zwar entstehen nach diesem Modell mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit neue regionale Monopole für die Glasfaserzugangsnetze und möglicherweise auch für den regionalen Plattform-Betrieb. Dies ist aber unter Wettbewerbsgesichtspunkten unkritisch, wenn im Sinne eines offenen Zugangs („<a href="http://www.telecomde.com/tag/open-access/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Open Access">Open Access</a>“) alle interessierten Telekommunikations-Anbieter angeschlossen werden können. Selbst für den Fall, dass nicht alle Schnittstellen zu Content- und Dienste-Bereitstellern realisiert werden können, kann das Geschäftsmodell funktionieren. In diesem Fall ist alternativ eine eigene Glasfaser für den jeweiligen Anbieter durch das Leerrohr zu ziehen und an der Plattform vorbei direkt an die Plattform des jeweiligen Anbieters anzuschließen. Da dies zu höheren Kosten führt, werden die Bemühungen zur Schaffung von Schnittstellen beschleunigt vorangetrieben.</p>
<p>Ein wichtiger Vorteil des skizzierten Szenarios liegt in der Öffnung des Marktes, der nicht wie heute durch den Besitz der Anschlussleitung dominiert wird. Zwar wird über die Vermietung der <a href="http://www.telecomde.com/tag/tal/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with TAL">TAL</a> (Teilnehmer-Anschluss-Leitung) und den Bitstream-Access eine Öffnung für den Wettbewerb realisiert, die aber immer wieder zu Unzufriedenheit und laufenden Verhandlungen führt. Kabel-TV-Angebote können heute zudem nur in den Regionen genutzt werden, in denen bereits ein Koaxialkabel verlegt ist. Über die regionalen Plattformen könnte jeder Kunde an jeder Stelle jeden Dienst buchen und nutzen. So sollte sich der Wettbewerb verlagern von der Schaffung des besten Zugangs hin zur Gestaltung der besten und für die Zielgruppen optimalen Dienste. Da der Zugang für alle Betreiber gleichermaßen möglich ist, können auch kleinere Zielgruppen mit speziellen Angeboten bedient werden. Insgesamt wäre mit diesem Modell allen Bedürfnissen gedient und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes gesteigert!</p>
<p>von Dr. rer. nat. Jürgen Kaack (TelecomDe.com, weitere Informationen zum <a href="../die-autoren/">Autor</a>)</p>
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		<title>Open Access-Geschäftsmodelle für den Breitbandausbau in Deutschland</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 16:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JdC</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Open Access für den Zugang zu neuen Glasfaser-Hochgeschwindigkeits-Netzen sind der Schlüssel zum Erfolg für eine flächendeckenden Breitbandversorgung in Deutschland&#8221;, sagt Erna-Maria Trixl, Präsidentin des Bundesverbandes Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) und Geschäftsführerin der LEW TelNet beim Experten-Talk ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-1987" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="© Benjamin Haas - Fotolia.com" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/03/glasfaser-200x300.jpg" alt="" width="120" height="180" />&#8220;<a href="http://www.telecomde.com/tag/open-access/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Open Access">Open Access</a> für den Zugang zu neuen <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaser/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaser">Glasfaser</a>-Hochgeschwindigkeits-Netzen sind der Schlüssel zum Erfolg für eine flächendeckenden <a href="http://www.telecomde.com/tag/breitbandversorgung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Breitbandversorgung">Breitbandversorgung</a> in <a href="http://www.telecomde.com/tag/deutschland/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutschland">Deutschland</a>&#8221;, sagt Erna-Maria Trixl, Präsidentin des Bundesverbandes Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) und Geschäftsführerin der LEW TelNet beim Experten-Talk auf dem Sommerfest des BREKO. Für die Ausgestaltung von Open Access-Geschäftsmodellen sollten Gestaltungsspielräume bestehen. Darüber erzielte die Talkrunde am frühen Abend des BREKO Sommerfestes Einigkeit.</p>
<p>Rund 180 Teilnehmer waren zum Sommerfest des BREKO ins ewerk nach Berlin gekommen, in dessen Rahmen eine Experten-Talkrunde zum Thema Open Access stattfand.</p>
<p>Neben Frau Trixl (Präsidentin des BREKO und Geschäftsführerin der LEW TelNet) diskutierten Herr Dr. Wolfgang Spahn (CTO, KEYMILE GmbH) und Prof. Dr. Hartwig Tauber (Director General, <a href="http://www.telecomde.com/tag/ftth/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FTTH">FTTH</a> Council Europe) moderiert von Herrn Dr. Karl-Heinz Neumann (Geschäftsführer und Direktor des WIK) über das Thema Open Access.</p>
<p>Übereinstimmend bestätigten die Podiumsteilnehmer, dass für einen flächendeckenden, schnellen Auf- und Ausbau von hochbitratigen Breitbandnetzen in Deutschland ein Engagement einer Vielzahl von Investoren erforderlich ist. Grundvoraussetzung für eine Investitionsbereitschaft von Unternehmen ist dabei die unternehmerische Freiheit in Bezug auf die Vermarktung, beziehungsweise die Gestaltung des Zugangs zu den Breitbandanschlüssen. Anderenfalls sind Investoren nicht bereit, das sehr hohe Investitionsrisiko für einen <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaserausbau/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaserausbau">Glasfaserausbau</a> bis zum Hausanschluss (FTTB/H) zu tragen. Die Modalitäten eines Netzzugangs sind also zwischen den Marktteilnehmern auszuhandeln. &#8220;Für Privatkunden und Unternehmen bedeute ein so gestalteter Open Access ein Maximum an Wettbewerb, Innovation und Dienstleistungsgüte&#8221; betont Dr. Stephan Albers, Geschäftsführer des BREKO. Dies schließt das Interesse der investierenden Unternehmen, Dritten Zugang zu Ihrem Netz zu geben, um die Auslastung der Netze zu erhöhen und damit den Return on Investment zu beschleunigen, mit ein. Der BREKO bringt Open Access <a href="http://www.telecomde.com/tag/geschaftsmodelle/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschäftsmodelle">Geschäftsmodelle</a> auf eine ganz einfache Formel:</p>
<p>&#8220;Open Access beinhaltet Geschäftsmodelle zur Forcierung des Glasfaserausbaus unter diskriminierungsfreier Bereitstellung von Netzzugang für Dritte&#8221;.</p>
<p>Die Herausforderung ist es, Open Access-Geschäftsmodelle gleichermaßen attraktiv für Anbieter und Nachfrager zu machen. Integraler Bestandteil attraktiver Open Access-Geschäftsmodelle ist daher ein diskriminierungsfreier Zugang, der den Gestaltungsspielraum für Anbieter und Nachfrager fair ausgestaltet. Leitlinie ist der gleichberechtigte Zugang für die nachfragenden Unternehmen, ohne Vorrechte für einzelne Marktteilnehmer. Kriterien des diskriminierungsfreien Zugangs für Dritte sind ein angemessener, marktgerechter Preis sowie die zeitnahe Bereitstellung der Vorleistungsprodukte. Wobei die Freiwilligkeit der Einräumung von Netzzugang sowie eine zeitnahe Bereitstellung der jeweiligen Vorleistungsprodukte oberstes Gebot bleibt.</p>
<p>Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Feststellung, dass mit Open Access nicht die bestehende <a href="http://www.telecomde.com/tag/netzinfrastruktur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzinfrastruktur">Netzinfrastruktur</a> der <a href="http://www.telecomde.com/tag/telekom/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Telekom">Telekom</a> Deutschland gemeint ist. Dieses zum Großteil zu Monopolzeiten errichtete, aus öffentlichen Mitteln finanzierte Netz ist bereits vollständig abgeschrieben. Die ex-ante Regulierung der Vorleistungsprodukte des Exmonopolisten ist daher zur Sicherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen auch zukünftig geboten.</p>
<p>Zum Abschluss der Diskussion betonten die Podiumsteilnehmer, dass neben der inhaltlichen Ausgestaltung der Open Access-Geschäftsmodelle eine wesentliche Herausforderung in der Erarbeitung einheitlichen technischer Standards liegt. &#8220;Hier werden die Hersteller einen wichtigen Beitrag leisten&#8221; erklärte Dr. Wolfgang Spahn, CTO KEYMILE GmbH. Denn nur mit einheitlichen technischen Standards können Anbieter und Nachfrager Open Access-Geschäftsmodelle praktikabel und erfolgreich umsetzen.</p>
<p>via <a href="http://www.breko.de " target="_blank">breko.de </a></p>
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		<title>Breitbandausbau und Förderung</title>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 11:08:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit 2008 wird der Breitbandausbau in ländlichen Regionen mit Fördermitteln von EU und Bund gefördert, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Das GAK-Programm (Gemeinschaftsaufgabe Agrarentwicklung und Küstenschutz) stellt Kommunen, die zur so genannten ländlichen Kulisse ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-528" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Dr. rer. nat. Jürgen Kaack" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2009/01/kaack6-196x300.jpg" alt="" width="118" height="180" />Seit 2008 wird der <a href="http://www.telecomde.com/tag/breitbandausbau/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Breitbandausbau">Breitbandausbau</a> in ländlichen Regionen mit Fördermitteln von <a href="http://www.telecomde.com/tag/eu/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with EU">EU</a> und Bund gefördert, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Das GAK-Programm (Gemeinschaftsaufgabe Agrarentwicklung und Küstenschutz) stellt Kommunen, die zur so genannten ländlichen Kulisse gehören (eine Graphik hierzu findet sich auf den Seiten der Bundeländer und Bezirksregierungen) und mehrheitlich mit weniger als 2 MBit/s versorgt sind, Fördermittel für den <a href="http://www.telecomde.com/tag/breitbandausbau/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Breitbandausbau">Breitbandausbau</a> zur Verfügung. Je Vorhaben können bis zu 500.000 Euro bei einer Förderquote von bis zu 90% an die Kommunen ausgeschüttet werden. Die Volumina und Förderquoten sind je nach Bundesland unterschiedlich, so werden in NRW und in Hessen 200.000 Euro je Vorhaben gefördert bei 90% Förderquote in NRW und 60% in Hessen. Der Bund stellt jedes Jahr 10,7 Mio. Euro für diese Förderung bereit.</p>
<h4>Förderprogramme greifen erst seit Anfang 2010</h4>
<p>2008 sind noch so gut wie keine Mittel abgerufen worden, weil die meisten Kommunen noch nicht auf die Durchführung von <a href="http://www.telecomde.com/tag/breitband/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Breitband">Breitband</a>-Projekten vorbereitet. Im Folgejahr wurden erste Beratungsprojekte für Planungsarbeiten mit Fördermitteln unterstützt. Vielleicht 20% der verfügbaren Fördermittel wurden 2009 abgerufen. Die nicht abgerufenen Fördermittel sollten auf die Folgejahre übertragen werden.<br />
<br />
Seit Anfang 2010 kommen zunehmend auch Projekte für den konkreten Breitbandausbau hinzu. Dabei wird in der Regel die Wirtschaftslücke der <a href="http://www.telecomde.com/tag/netzbetreiber/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzbetreiber">Netzbetreiber</a> gefördert, die zwischen den Investitionen und den Betriebsmitteln über einen Zeitraum von 60 Monaten im Vergleich zu den rechnerischen Einnahmen über diesen Zeitraum möglicherweise verbleibt. Bei der steigenden Anzahl der Projekte stellt sich die Frage, wie weit die vorhandenen Fördermittel denn tatsächlich reichen. Je nach Aufwand beim Ausbau liegt die Deckungslücke der Betreiber für eine Ortschaft mittlerer Größenordnung (zwischen 2.500 und 5.000 Einwohner) bereits bei 200.000 Euro. Selbst bei kleineren Ortschaften ergeben sich oft Werte oberhalb von 50.000 Euro. Dabei haben Kommunen in ländlichen Regionen oft mehr als eine unterversorgte Ortschaft, die ausgebaut werden müssen. 5 unterversorgte Ortschaften sind für ländliche Kommunen durchaus üblich. Kommen fünf derartiger Projekte zur Entscheidung, so wird damit das Jahresbudget eines Bundeslandes schnell erschöpft.</p>
<p>Ein Blick auf das Portal Media.NRW zeigt, wie viele Projekte derzeit nur in NRW bearbeitet werden. Es bleibt die Frage, was mit den anderen Vorhaben geschieht, die bereits vorbereitet werden, für die aber keine Fördermittel mehr bereit stehen. Eine Möglichkeit wäre eine Verschiebung der Maßnahme in die Folgejahre. Aber dies verstopft die Möglichkeiten für andere Kommunen. Eine weitere Frage ist, was eine Kommune tun soll, die fünf unterversorgte Ortsteile hat, aber nur für einen Ortsteil eine Förderung erhält? Im Sinne einer Gleichbehandlung aller Kommunen im Land, dürfte dieser Fall nicht besonders unwahrscheinlich sein!</p>
<p>Die Haushaltslage vieler Kommunen erlaubt nicht, verbleibende Lücken aus dem eigenen Haushalt zu finanzieren. Werden die Verwaltungen so gezwungen, sich einen Ortsteil für einen geförderten Ausbau aus zu suchen, so verbleiben unzufriedene Bürger in den weiterhin unterversorgten Ortsteilen. Diese benachteiligten Ortschaften haben nicht nur unzufriedene Bürger sondern auch einen erheblichen Standortnachteil gegenüber den versorgten Ortsteilen. Dies kann den Zuzug von Familien und den Verbleib von Unternehmen gefährden!</p>
<p>Ein Konstruktionsfehler der Förderprogramme liegt in der nur unzureichenden Unterstützung der Schaffung von kommunalem Eigentum an <a href="http://www.telecomde.com/tag/leerrohren/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Leerrohren">Leerrohren</a>. Die <a href="http://www.telecomde.com/tag/leerrohr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Leerrohr">Leerrohr</a>-Förderung ist zwar möglich, aber in vielen Fällen nicht ausreichend, um die Wirtschaftlichkeitslücke eines Netzbetreibers zu decken. Da eine Doppelförderung (aus nachvollziehbaren Gründen) ausgeschlossen ist, bleibt einer Kommune in diesem Fall nichts anderes übrig, als einen Förderantrag für die Wirtschaftlichkeitslücke zu stellen. Das verlegte <a href="http://www.telecomde.com/tag/leerrohr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Leerrohr">Leerrohr</a> kommt so in das Eigentum des Netzbetreibers. Warum es ausgeschlossen wird, dass die Mittel aus einem (!) Förderantrag nicht anteilig für die Verlegung von Leerrohren und zur Schließung einer Wirtschaftlichkeitslücke genutzt werden kann, ist allerdings von der Sache her nicht zu verstehen. Leerrohre sollten nach Möglichkeit und im Sinne einer nachhaltigen Förderung nach der Verlegung im Eigentum einer Kommune verbleiben und im Laufe der Zeit so ausgebaut werden, dass ein flächendeckendes Netz bis zu den Hausanschlüssen entsteht (<a href="http://www.telecomde.com/tag/fiber/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fiber">Fiber</a>-to-the-Building oder <a href="http://www.telecomde.com/tag/fiber-to-the-home/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fiber-to-the-Home">Fiber-to-the-Home</a>).</p>
<h4>Förderung nach dem Zukunftssicherungsgesetz läuft aus</h4>
<p>Auch mit Mitteln aus dem Zukunftssicherungsgesetz (Konjunkturpaket II) kann in vielen Fällen ein Breitbandausbau finanziert werden. Dabei wurden je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen getroffen, so verzichtet Hessen ganz auf den Einsatz dieser Mittel für den Breitbandausbau. Im Vergleich zum GAK-Programm ist die Abwicklung unbürokratischer. Eine sowohl für Kommune wie für Netzbetreiber unsinnige Bedarfsermittlung durch Befragung kann entfallen. Auch erfolgt eine Prüfung der Fördermaßnahme erst rückwirkend. Trotzdem müssen die allgemeinen Regeln für die Gewährung von Beihilfen beachtet werden. Eine öffentliche Ausschreibung ist verpflichtend und auch ein Interessenbekundungsverfahren kann sinnvoll sein. Da die Mittel aus dem Konjunkturpaket aber zeitlich befristet sind, muss noch in diesem Jahr mit der Umsetzung (z.B. im Sinne eines Baubeginns) gestartet werden und bis spätestens Ende 2011 müssen die betroffenen Maßnahmen vollständig abgeschlossen und abgerechnet sein. Für den Einsatz in Breitband-Projekten bedeutet dies bei den teilweise längeren Vorarbeiten, dass interessierte Kommunen vor dem Sommer mit den Projekten begonnen haben müssen.</p>
<h4>Förderprogramme alleine reichen nicht</h4>
<p>Es wird deutlich, dass Fördermittel alleine nicht ausreichen werden, um Lücken in der Breitband-Versorgung zu schließen. Es sind sicher neue Wege erforderlich, um Kommunen, kommunale Unternehmen und Netzbetreiber in einer Zusammenarbeit einen wirtschaftlichen Ausbau zu ermöglichen. Kommunen können Wegerechte und Erfahrung bei der Bereitstellung von Hausanschlüssen einbringen und sicherstellen, dass bei jeder Tiefbaumaßnahme Standard-Leerrohre mit verlegt werden. Gegebenenfalls können geplante Baumaßnahmen vorgezogen werden oder mit Maßnahmen von Energie-, Wasser- oder Gas-Versorgern koordiniert werden. Auf diesem Wege lassen sich die für den Breitband-Ausbau nicht unerheblichen Tiefbau-Kosten erheblich senken. Dies erfolgt zwar um den Preis der Schnelligkeit, da jede Straße im Schnitt nur alle 15 Jahre einmal geöffnet wird. Außerdem erfordert es eine Vorausplanung und Koordination, die sonst nicht anfällt. Aber es hilft auf der anderen Seite, Nachteile durch eine dauerhafte Unterversorgung zu vermeiden.</p>
<p>Auch in Verbindung mit Fördermaßnahmen könnte Eigeninitiative schon heute verstärkt eingebracht werden. Eigenleistungen bei Baumaßnahmen können bereits heute mit bis zu 10 Euro pro Stunde aus Fördermitteln unterstützt werden. Sammelt die Bürgerschaft allerdings Gelder, um diese der Kommune zur Verfügung zu stellen, so sinkt das Fördervolumen um genau diesen Betrag. Dies ist juristisch sicher richtig und begründbar, in der Sache bleibt es unverständlich!</p>
<h4>Eigeninitiative und neue <a href="http://www.telecomde.com/tag/geschaftsmodelle/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschäftsmodelle">Geschäftsmodelle</a></h4>
<p>Es gibt immer wieder Ambitionen engagierter Unternehmer zum Aufbau von regionalen Netzbetreibern, die auf eigenes unternehmerisches Risiko den Breitbandausbau vorantreiben wollen. Selbst Banken finden sich, die ein solches Unterfangen mit einer Finanzierung unterstützen würden, wenn entsprechende Bürgschaften nachgewiesen werden können. Hieran können solche Vorhaben scheitern. Es wäre sicher kein Fehler, wenn es ähnlich wie für Banken auch für neugegründete Netzbetreiber, die neben ihren ureigenen unternehmerischen Interessen die Breitband-Versorgung im Sinne des Gemeinwohls verbessern wollen, Bürgschaften für die ersten Jahre erhalten.</p>
<p>Dass der Breitbandausbau in Eigenregie durch Kommunen und Bürger funktionieren kann, belegen Projekte in den Städten Coburg, Gelsenkirchen und Schwerte. Aber auch kleine Kommunen wie die Gemeinde Oerel in Niedersachsen sind ein Beweis, dass in Eigenregie auch dort ein Breitbandausbau realisiert werden kann, wo große Netzbetreiber keine wirtschaftliche Basis sehen. Allerdings benötigen auch diese Projekte eine sachkundige Koordination.</p>
<p>Mit solchen Maßnahmen könnten die Förder-Programme mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein sein und  nicht nur den Breitbandausbau stimulieren, sondern Initiativen von Kommunen und Bürgern stärken und entwickeln. Dies wäre in jedem Fall hilfreich, da der Breitbandausbau erst dann abgeschlossen sein wird, wenn alle Haushalte mit einem <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaser/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaser">Glasfaser</a>-Anschluss versorgt sind. Dies wird sich zwar über einen Zeitraum von 15 Jahren hinziehen, braucht aber Initiative und Koordination. Dabei ist die Beseitigung der weißen Flecken nur ein erster Schritt …</p>
<p>von Dr. rer. nat. Jürgen Kaack (<a href="http://www.telecomde.com/tag/telecomde/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with TelecomDE">TelecomDe</a>.com, weitere Informationen zum <a href="http://www.telecomde.com/die-autoren/">Autor</a>)</p>
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		<title>BUGLAS: Der VATM betreibt Klientelpolitik</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 18:45:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Bundesverband Glasfaseranschluss (BUGLAS) lehnt den Vorstoß des VATM zu ei- nem „Open-Access-Marktkonzept“ ab. “Selbstverständlich ist es richtig, dass sich Unternehmen und Verbände in einem komplexer werdenden Umfeld beispielsweise Gedanken zur technischen Abstimmung der Netze ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2009" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Dr. Hans Konle" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/04/presse_drkonle_thumb.jpg" alt="" width="105" height="149" />Der Bundesverband Glasfaseranschluss (<a href="http://www.telecomde.com/tag/buglas/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BUGLAS">BUGLAS</a>) lehnt den Vorstoß des <a href="http://www.telecomde.com/tag/vatm/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with VATM">VATM</a> zu ei- nem „Open-Access-Marktkonzept“ ab. “Selbstverständlich ist es richtig, dass sich Unternehmen und Verbände in einem komplexer werdenden Umfeld beispielsweise Gedanken zur technischen Abstimmung der Netze und Dienste machen, wie es zur Zeit unter Moderation der <a href="http://www.telecomde.com/tag/bundesnetzagentur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bundesnetzagentur">Bundesnetzagentur</a> auch geschieht“, sagt <a href="http://www.telecomde.com/tag/buglas/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BUGLAS">BUGLAS</a>-Präsident <a href="http://www.telecomde.com/tag/dr-hans-konle/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Dr. Hans Konle.">Dr. Hans Konle.</a> „Es ist allerdings sehr irritierend und nicht akzeptabel, wenn der VATM dabei gerade solchen Unternehmen, die er gar nicht vertritt, Vorprodukte und Preise vorschreiben will.“ Produktgestaltung und Preissetzung seien im nicht regulierten Bereich ausschließlich Sache der Unternehmen selbst. „Die Initiative des VATM ist daher nicht, wie sie vorgibt, ein Ausgleich der Interessen der Marktbeteiligten, sondern reine Klientelpolitik“, so Konle weiter.<br />
Es erstaune daher auch nicht, dass die Vorschläge des VATM letztlich auf eine Ausweitung der Regulierung hinausliefen. Und die träfe genau die Unternehmen, die regional und lokal in Glasfaseranschlussnetze investierten. Damit würde dieses erhebliche Investitionspotenzial gefährdet. „Gerade neu in den Glasfasermarkt eintretende Unternehmen aus dem regionalen Versorgungssektor achten bei ihren Investitionsentscheidungen sehr genau darauf, ob ihre Investitionen einer Zugangs- oder Entgeltregulierung unterworfen werden sollen“, warnt Konle. Die Investitionen dieser Unternehmen würden aber für einen zügigen und möglichst weiträumigen Ausbau von Glasfasernetzen benötigt.</p>
<p>Auch die Einschätzung des VATM, wonach der <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaserausbau/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaserausbau">Glasfaserausbau</a> in <a href="http://www.telecomde.com/tag/deutschland/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutschland">Deutschland</a> nur zäh und gebremst verlaufe, teilt Konle nicht: „Die BUGLAS-Unternehmen haben bis Ende 2009 268 Millionen Euro in den Aufbau von Glasfaseranschlussnetzen investiert und damit über 500.000 Haushalte ans Glasfasernetz angebunden. Bis 2014 werden allein durch BUGLAS-Unternehmen mindestens 1,5 Millionen Haushalte mit <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaser/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaser">Glasfaser</a> versorgt sein. Wir glauben, dass gerade die Vielfalt lokaler und regionaler Initiativen den <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaserausbau/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaserausbau">Glasfaserausbau</a> in Deutschland belebt und forciert.“</p>
<p>Im Übrigen würden die Glasfasernetzbetreiber aus eigenem Interesse schon bald marktge-rechte und angemessene Zugangsangebote unterbreiten. Schließlich sei zur Refinanzie- rung der erheblichen Investitionen eine hohe Netzauslastung erforderlich. Die Produkt- gestaltungs- und Preissetzungshoheit müsse dabei aber, wie allgemein üblich, natürlich beim Anbieter liegen. „Mit diesen bitstreambasierten Angeboten sind wir, was den Netzzugang betrifft, dann schon weiter als der <a href="http://www.telecomde.com/tag/mobilfunk/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mobilfunk">Mobilfunk</a> nach 20 Jahren“, so Dr. Konle.</p>
<p>via<a href="http://www.buglas.de" target="_blank"> buglas.de </a></p>
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		<title>Kommentar: Sinn oder Unsinn der Vorratsdatenspeicherung</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 21:01:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
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		<category><![CDATA[TelCo]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesgerichtshof]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem der Bundesgerichtshof die Vorratsdatenspeicherung in der bisherigen Form für nicht mit dem Grundgesetz konform erklärt hat, müssen alle Provider die gespeicherten Daten löschen. Zu den bislang gespeicherten Daten gehörten Zeit eines Gespräches, Zielrufnummer und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2009/01/kaack_foto.png" rel="shadowbox[sbpost-1964];player=img;"><img class="alignleft size-full wp-image-579" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Dr. rer. nat. Jürgen Kaack" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2009/01/kaack_foto.png" alt="" width="90" height="137" /></a>Nachdem der Bundesgerichtshof die <a href="http://www.telecomde.com/tag/vorratsdatenspeicherung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vorratsdatenspeicherung">Vorratsdatenspeicherung</a> in der bisherigen Form für nicht mit dem Grundgesetz konform erklärt hat, müssen alle Provider die gespeicherten Daten löschen. Zu den bislang gespeicherten Daten gehörten Zeit eines Gespräches, Zielrufnummer und Dauer eines Gespräches. Bei <a href="http://www.telecomde.com/tag/mobilfunk/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mobilfunk">Mobilfunk</a>-Gesprächen kam noch der Ort hinzu, von dem aus das Gespräch geführt wurde. Im Online-Bereich wurden Email-Adressen, IP-Adressen und Termine gespeichert. Was nicht erfasst wurde, waren Inhalte von Gesprächen oder Mail-Nachrichten. Diese konnten und können nur nach vorherigem Gerichtsbeschluss abgehört werden.</p>
<p>Mit den Daten über den gespeicherten Zeitraum lassen sich Persönlichkeits- und Bewegungsprofile erstellen, die zu unterschiedlichen Zwecken verwendet werden können. Möglicherweise sind die Daten für Ermittlungen sinnvoll. Besteht daher jetzt nach dem Löschen der  Verbindungsdaten eine erhöhte Gefahr durch kriminelle Aktivitäten? Vermutlich nicht, denn bei Verwendung von Prepaid-Karten und Internet-Cafes lässt sich die Speicherung von Verbindungsdaten weitgehend umgehen.</p>
<p>Auf der anderen Seite liegt in der Speicherung aller Daten ein nicht unerhebliches Risiko durch Datenverluste oder –missbrauch bei den speichernden Stellen. Es hat in den letzten Monaten ja mehrere Beispiele dafür gegeben, dass das Datenlecks auch bei den großen Netzbetreibern nicht ausgeschlossen werden können!</p>
<p>Viele Bürger gehen unvorsichtig mit ihren Daten um und geben mehr preis, als eigentlich nötig wäre. So sammeln die Betreiber von Bonus- und Kundenbindungsprogrammen viele Daten, die ebenfalls geeignet sind, Persönlichkeitsprofile zu erstellen. Allerdings erfolgt dies freiwillig und niemand ist gezwungen, die Angebote der Bonus- oder Rabatt-Karten zu nutzen. Bei der Nutzung von Telekommunikationsdiensten sieht dies anders aus, wenn man die Vorteile eines Festnetz-Anschlusses, eines Mobilfunk-Vertrags und einer dauerhaften Email-Adresse nutzen will.</p>
<p>Daher ist es zu begrüßen, dass die unbegründete Speicherung der Verbindungsdaten zunächst unterbunden wurde.</p>
<p>von Dr. rer. nat. Jürgen Kaack (<a href="http://www.telecomde.com/tag/telecomde/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with TelecomDE">TelecomDe</a>.com, weitere Informationen zum <a href="http://www.telecomde.com/die-autoren/">Autor</a>)</p>
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		<title>Europa &#8211; Das Kommunikationswunder</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 09:44:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JdC</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Indicators Information Society Statistical]]></category>
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		<description><![CDATA[Die ITU veröffentlichte eine interessante Studie mit vielen Statistiken zur weltweiten Situation in der Telekommunikationsbranche. Die geamte Studie kann am Ende des Beitrages auch kostenlos als PDF geladen werden. Herausstechend finde ich den Wachstumsunterschied zwischen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.telecomde.com/tag/itu/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ITU">ITU</a> veröffentlichte eine interessante <a href="http://www.telecomde.com/tag/studie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Studie">Studie</a> mit vielen Statistiken zur weltweiten Situation in der Telekommunikationsbranche. Die geamte <a href="http://www.telecomde.com/tag/studie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Studie">Studie</a> kann am Ende des Beitrages auch kostenlos als PDF geladen werden. Herausstechend finde ich den Wachstumsunterschied zwischen Mobile und Fixed und den großen Unterschied der Abdeckung auf den einzelnen Kontinente.</p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/02/Bildschirmfoto-2010-02-27-um-10.30.01.png" rel="shadowbox[sbpost-1955];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-1956" title="ITU-Technikverteilung" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/02/Bildschirmfoto-2010-02-27-um-10.30.01-300x147.png" alt="" width="300" height="147" /></a></p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/02/Bildschirmfoto-2010-02-27-um-10.30.01.png" rel="shadowbox[sbpost-1955];player=img;"> </a></p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/02/Bildschirmfoto-2010-02-27-um-10.27.47.png" rel="shadowbox[sbpost-1955];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-1957" title="ITU-Kontinentverteilung" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/02/Bildschirmfoto-2010-02-27-um-10.27.47-300x163.png" alt="" width="300" height="163" /><br />
</a></p>
<p>Source: <a href="http://www.itu.int" target="_blank">www.itu.int</a></p>
<p>Download: <a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/02/D-IND-RPM.EUR-2009-R1-PDF-E.pdf"> Statistics and Indicators Information Society Statistical Profiles – Europe 2009</a> (PDF, 5,4MB)</p>
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		<title>Deutschland bei IKT international auf Platz 13</title>
		<link>http://www.telecomde.com/telco/deutschland-bei-ikt-international-auf-platz-13/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 09:10:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die ITU als internationale Institution zur Standardisierung analysiert regelmäßig die Entwicklung der Durchdringung und Nutzung von Informations- und Kommunikations-Technologien (IKT) und ihren Anwendungen. Da dies ein komplexes Feld ist, hat die ITU einen Index entwickelt, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-579" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Dr. rer. nat. Jürgen Kaack" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2009/01/kaack_foto.png" alt="" width="90" height="137" />Die <a href="http://www.telecomde.com/tag/itu/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ITU">ITU</a> als internationale Institution zur Standardisierung analysiert regelmäßig die Entwicklung der Durchdringung und Nutzung von Informations- und Kommunikations-Technologien (<a href="http://www.telecomde.com/tag/ikt/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with IKT">IKT</a>) und ihren Anwendungen. Da dies ein komplexes Feld ist, hat die <a href="http://www.telecomde.com/tag/itu/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ITU">ITU</a> einen Index entwickelt, der einen Vergleich der Länder ermöglicht. In den Index gehen drei Komponenten ein:</p>
<p>die Versorgung mit IKT-Anschlüssen und Diensten in Form von Festnetz- und, Mobilfunkanschlüssen, die verfügbare Bandbreite für die Internetnutzung und die Verfügbarkeit von Computern (z.B. gemessen an der Penetration<br />
die Nutzungsintensität bei Telefonie und Internetnutzung<br />
die Erfahrung der Nutzer für die Nutzung von Geräten und Diensten sowie die Effizienz der IKT-Nutzung</p>
<p>Die umfassende Berücksichtigung der verschiedenen Parameter gleicht unterschiedliche Entwicklungsstufen und Nutzungs-Vorlieben aus. So bekommt der Index trotz des generellen Nachteils von hoch-aggregierten Kennzahlen eine relevante Aussagekraft.<br />
Die neueste Bewertung für 2007 zeigt, dass die skandinavischen Länder wieder an der Spitze rangieren, was an sich wenig erstaunlich ist. Zur Spitzengruppe gehören aber auch Korea, Großbritannien  und die Schweiz. <a href="http://www.telecomde.com/tag/deutschland/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutschland">Deutschland</a> liegt auf Platz 13 und damit u.a. vor Österreich, Frankreich, den USA und Kanada. Im Vergleich zur Bewertung von 2002 hat <a href="http://www.telecomde.com/tag/deutschland/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutschland">Deutschland</a> einen Platz gut gemacht. Bemerkenswert ist die Entwicklung von China auch im IKT-Bereich mit einer Verbesserung um ganze 17 Plätze, bislang allerdings immer noch auf Platz 73. Steigerungen in ähnlich hohem Maße werden in einigen arabischen Staaten registriert, z.B. Saudi-Arabien um 18 Plätze (auf Platz 55). Auch Iran und Syrien haben sich um respektable 14 bzw. 13 Plätze verbessert.</p>
<p>Bei der Analyse der drei Komponenten zeigen sich interessante Unterschiede zwischen den Ländern. Bei den Ländern der Top10-Gruppe gibt es trotz hoher Durchdringung und intensiver Nutzung eine weitere Verbesserung insbesondere im Bereich der Nutzungseffizienz, aber auch bei der Nutzung  von Internetdiensten. Deutschland weist ein Profil mit vergleichsweise guter Versorgung mit Anschlüssen und Geräten auf bei eher unterdurchschnittlicher Erfahrung und Nutzungseffizienz. Wenig verwunderlich ist, dass es nach wie vor einen erheblichen Unterschied zwischen den entwickelten Ländern, Schwellenländern und Entwicklungsländern gibt.</p>
<p>Die Analyse der IKT-Kennwerte bringt dann einen wirklichen Nutzen, wenn für die Weiterentwicklung die richtigen Schlüsse gezogen werden. In Deutschland ist die Durchdringung mit Telefon- und Mobilfunkanschlüssen auf einem hohen Niveau. Auch die verfügbare Bandbreite ist im Durchschnitt gut, insbesondere in den Ballungsgebieten. Daher findet sich Deutschland bei der ICT-Komponente „Versorgung“ sogar unter den Top10 aller Länder (2002 lag Deutschland noch auf Platz 12).</p>
<p>Für die weitere Entwicklung ist die noch vorhandene Spaltung zwischen Ballungs- und ländlichen Gebieten bedenklich, da Einwohner und Unternehmer im ländlichen Raum im Hinblick auf die <a href="http://www.telecomde.com/tag/breitbandversorgung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Breitbandversorgung">Breitbandversorgung</a> oft noch benachteiligt sind. Daneben fehlt in Deutschland ein Masterplan, der die Migration von der heute ausreichenden Versorgung zielgerichtet zu einer zukünftig notwendig Glasfaserversorgung bis in die Wohnung (<a href="http://www.telecomde.com/tag/fiber-to-the-home/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fiber-to-the-Home">Fiber-to-the-Home</a>) aufzeigt. Zwar wird die Notwendigkeit für Bandbreiten von über 100 MBit/s für Standarddienste erst in 10 oder 15 Jahren in der Breite entstehen. Heute gibt es – außer für ausgewählte Unternehmenslösungen – keine Dienste, die eine solche Bandbreite überhaupt benötigen. Selbst hochauflösendes (HD)-Fernsehen ist mit unter 30 MBit/s realisierbar und dies ist derzeit die Anwendung mit dem derzeit höchsten Bandbreitenbedarf.<br />
Unbestritten ist aber, dass der Bandbreiten-Bedarf laufend steigt und neue Anwendungen entwickelt werden, so dass es zu einer flächendeckenden Glasfaserversorgung bis zum Haushalt längerfristig keine Alternative gibt. Wenn nicht heute gezielt auf den Aufbau einer flächendeckenden <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaser/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaser">Glasfaser</a>-Versorgung hingewirkt wird, kann sich der Aufbau später als unverhältnismäßig teuer erweisen. Von alleine wird der notwendige Masterplan allerdings nicht entstehen und auch die <a href="http://www.telecomde.com/tag/netzbetreiber/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzbetreiber">Netzbetreiber</a> werden diesen Plan nicht aus eigener Kraft aufstellen, da sie als Aktien-notierte Wirtschaftsunternehmen kürzere Amortisationszeiten brauchen. In einer Kooperation zwischen Netzbetreibern, Kreisen und Kommunen sowie Versorgungsunternehmen lassen sich allerdings durchaus tragfähige <a href="http://www.telecomde.com/tag/geschaftsmodelle/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschäftsmodelle">Geschäftsmodelle</a> vorstellen.<br />
Neben dem Masterplan für den Ausbau der <a href="http://www.telecomde.com/tag/breitband/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Breitband">Breitband</a>-Infrastruktur sollten in Deutschland Maßnahmen im Hinblick auf Verbesserung bei der Effizienz der IKT-Nutzung ergriffen werden. Dies beginnt bei der konsequenten Nutzung von IKT im Bildungssystem und bezieht die Förderung der Anwendungs-Entwicklung ebenso mit ein wie die Realisierung von Smart-City Lösungen. Bei den ICT-Kennzahlen drückt sich dies in einem Platz 20 bei der Nutzungsintensität und Platz 38 bei Erfahrungen und Effizienz aus. Bei beiden Kennwerten hat sich Deutschland relativ zu den anderen Ländern verschlechtert gegenüber 2002. Diese Kennzahlen sollten natürlich nicht überbewertet werden, aber sie zeigen doch Trends und Entwicklungsphasen auf.<br />
Es gibt eine Reihe von Feldern, in denen die Entwicklung von Breitband-Anwendungen sinnvoll vorangetrieben werden kann. Dies betrifft sicher das Bildungssegment, das Ansätze für Verbesserungen der Lernerfolge unter Einsatz von IKT bietet. Gleichermaßen gilt es aber auch für den Gesundheitsbereich, in dem mit Hilfe von Telemedizin sicherlich Kosten ein zu sparen sind. Im Energiesektor steht die intensivere Nutzung von IKT-Lösungen noch aus, aber Begriffe wie „Internet-der-Energie“ und „Smart-Grid“ zeigen auf, dass hier Entwicklungen zu erwarten sind, die weit über einen intelligenten Stromzähler im Haushalt hinausgehen. Elektromobilität ohne eine intelligente Verteilung und Abrechnung ist kaum vorstellbar.<br />
Im Bereich eGovernment sind Breitband-Dienste möglich, die sowohl die Effizienz bei der Erledigung erhöhen als auch die Interaktion zwischen Unternehmern, Bürgern und der Verwaltung erleichtern. Im Bereich der Mobilität bieten sich ebenfalls viele Ansätze zur Nutzung von IKT. Beginnend mit der Erfassung des Verkehrs über eine Kommunikation zwischen Fahrzeugen und mit der Straße bis hin zu einer gezielten Verkehrsleitung und dem Management der Schnittstellen zwischen verschiedenen Verkehrsträgern.</p>
<p>von Dr. rer. nat. Jürgen Kaack (<a href="http://www.telecomde.com/tag/telecomde/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with TelecomDE">TelecomDe</a>.com, weitere Informationen zum <a href="http://www.telecomde.com/die-autoren/">Autor</a>)</p>
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		<title>Mobilfunk: M2M &#8211; Wacht der schlafende Riese auf?</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 08:46:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JdC</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Rampenlicht der Medien stehen neue Endgeräte wie Smartphones oder innovative Tarife &#8211; Über den Bereich, der 2014 bereits knapp 18,9 Mrd. Dollar Umsatz machen soll, mit den wohl größten Wachstumschancen in den nächsten Jahren ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rampenlicht der Medien stehen neue Endgeräte wie Smartphones oder innovative Tarife &#8211; Über den Bereich, der 2014 bereits knapp 18,9 Mrd. Dollar Umsatz machen soll, mit den wohl größten Wachstumschancen in den nächsten Jahren redet man nur selten: <strong><a href="http://www.telecomde.com/tag/m2m/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with m2m">M2M</a> (Machine to machine)</p>
<p><span style="font-weight: normal;"><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/02/Bildschirmfoto-2010-02-13-um-09.39.01.png" rel="shadowbox[sbpost-1922];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-1923" title="Jupiter Research - M2M" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/02/Bildschirmfoto-2010-02-13-um-09.39.01-300x190.png" alt="" width="300" height="190" /></a></span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">Jupiter Research stellte diese Woche eine <a href="http://www.telecomde.com/tag/studie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Studie">Studie</a> mit dem Titel &#8220;M2M &#8211; Rise of the maschines&#8221; vor, die sich mit dem Ausblick und den Chancen dieser Industrie beschäftigt. M2M findet man z.B. in Smart Grids (Stromnetze), Telematikdiensten und in einer atemberaubender</span> </strong>Anzahl von Consumerprodukten, schon heute steht M2M auf Platz 3 der Mobilfunknutzung.</p>
<p>Ergänzt wird diese Studie durch Zahlen von Berg Insight. In Europa gibt es derzeit knapp 2,3 Millionen M2M Einheiten, die bis 2014 auf über 22 Millionen Integrationen wachsen werden. Im gleichen Zeitraum werden Integrationen von M2M Diensten im Bereich der Alarmanlagen und Überwachung von 10 Millionen auf 34 Millionen wachsen. Die Sättigung ist hier noch lang nicht erreicht und es kann mit sehr hohen Gewinnen gerechnet werden.</p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/02/Bildschirmfoto-2010-02-13-um-09.38.40.png" rel="shadowbox[sbpost-1922];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-1924" title="Jupiter Research - M2M" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/02/Bildschirmfoto-2010-02-13-um-09.38.40-300x206.png" alt="" width="300" height="206" /></a></p>
<p>ABI Research hat hier die weltweiten Zahlen untersucht, im Jahr 2009 wurden 76 Millionen M2M Module verbaut, besonders gefragt waren die Systeme in den neuen Strom- und Telekommunikationsnetzen zur Überwachung und Steuerung. 2012 rechnet ABI bereits mit über 212 Millionen Einheiten pro Jahr. Was bei solchen Zahlen auffällt ist die Dringlichkeit der ganzheitlichen Einführung von IP6. Es ist nicht die steigende Anzahl an Endkunden die den Umstieg nötig machen, sondern die rasant steigende Anzahl von M2M Einheiten.</p>
<p>Download: <a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/02/JRL_M2M-White-Paper.pdf">Jupiter Research M2M Studie</a> (PDF, 713kb)</p>
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		<title>Umfrage: Was sind die größten DTAG WITA Probleme?</title>
		<link>http://www.telecomde.com/dsl/umfrage-was-sind-die-grosten-dtag-wita-probleme/</link>
		<comments>http://www.telecomde.com/dsl/umfrage-was-sind-die-grosten-dtag-wita-probleme/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 20:17:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JdC</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[poll id="4"]
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1898" title="Chart" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/02/256.png" alt="" width="1" height="1" />[poll id="<strong>4</strong>"]</p>
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		<title>Top 10 der deutschen TelCo Websites &#8211; Dezember 2009</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 10:37:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JdC</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Gemessen am Alexa Traffic Rang 30 Tage Durchschnitt.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/01/Bild-3.png" rel="shadowbox[sbpost-1763];player=img;"><img class="alignnone size-full wp-image-1777" title="TOP10 TelCo Website" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/01/Bild-3.png" alt="" width="450" height="320" /></a></p>
<p>Gemessen am Alexa Traffic Rang 30 Tage Durchschnitt.</p>
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		<title>Morgan Stanley&#8217;s &#8216;The Mobile Internet Report&#8217; und das fehlende Carrier Businessmodell</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 09:04:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JdC</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1754" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="morgan_logo" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/01/morgan_logo.png" alt="" width="203" height="31" />Bereits Mitte Dezember erschienen, allerdings habe ich etwas gebraucht die über 400 Seiten zu überfliegen. Es ist klar, dass in den nächsten Jahren <a href="http://www.telecomde.com/tag/mobile-internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with mobile Internet">Mobile Internet</a> ganz groß geschrieben wird und die Anwenderzahlen extrem steigen werden. Hierfür muss die entsprechende Technik und vor allem Businessmodelle bereit stehen. Gerade beim Thema Businessmodelle tun sich die Carrier schwer, denn die Gesprächsminuten gehen zurück und die Einnahmen verlagern sich zu Serviceanbietern im Internet welche die Netzkosten nicht tragen müssen. Die Carrier verlieren also Einnahmen und bleiben auf den hohen Netzkosten sitzen. Ich habe hier einige Diagramme aus der <a href="http://www.telecomde.com/tag/studie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Studie">Studie</a> entnommen, um das Problem zu visualisieren. Ein kleines Beispiel noch, seit Jahren reden die Carrier über die neuen Möglichkeiten von HD-Video-Calls &#8211; bis jetzt aber ohne eine Killer-App auf den Markt gebracht zu haben. Vor einigen Tagen <a href="http://ces.cnet.com/8301-31045_1-10424922-269.html" target="_blank">veröffentlichte Panasonic mit Skype</a> einen neuen Fernseher der das Thema perfekt umsetzt und wieder profitieren von einer alten Carrieridee externe Internetunternehmen.</p>
<p>Gerade das letzte Diagramm zeigt das imense Problem der Carrier ihre eigenen Dienste an den Kunden zu bekommen, hier verlieren sie unglaublich schnell an Boden.</p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/01/mobile_subs.png" rel="shadowbox[sbpost-1753];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-1755" title="mobile_subs" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/01/mobile_subs-300x225.png" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/01/mobile_subs.png" rel="shadowbox[sbpost-1753];player=img;"> </a></p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/01/mobile_content.png" rel="shadowbox[sbpost-1753];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-1756" title="mobile_content" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/01/mobile_content-300x224.png" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/01/mobile_content.png" rel="shadowbox[sbpost-1753];player=img;"> </a></p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/01/mobile_cost.png" rel="shadowbox[sbpost-1753];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-1757" title="mobile_cost" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/01/mobile_cost-300x226.png" alt="" width="300" height="226" /></a></p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/01/mobile_cost.png" rel="shadowbox[sbpost-1753];player=img;"> </a></p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/01/mobile_prot.png" rel="shadowbox[sbpost-1753];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-1758" title="mobile_prot" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/01/mobile_prot-300x222.png" alt="" width="300" height="222" /></a></p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/01/mobile_prot.png" rel="shadowbox[sbpost-1753];player=img;"> </a></p>
<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/01/mobile_carrier.png" rel="shadowbox[sbpost-1753];player=img;"><img class="alignnone size-medium wp-image-1759" title="mobile_carrier" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2010/01/mobile_carrier-300x224.png" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p>Die gesamte Studie können Sie sich kostenlos <a href="http://www.morganstanley.com/institutional/techresearch/mobile_internet_report122009.html" target="_blank">hier</a> herunterladen. (424 Seiten, 50MB, PDF)</p>
<p>via <a href="http://www.morganstanley.com" target="_blank">www.morganstanley.com</a></p>
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		<title>Open Access muss zum Marktmodell werden</title>
		<link>http://www.telecomde.com/dsl/open-access-muss-zum-marktmodell-werden/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 21:05:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JdC</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Der offene Zugang zum neuen Hochgeschwindigkeits-Netz wird das Marktmodell der Zukunft sein“, so Robert Hoffmann, VATM-Präsidiumsmitglied und Vorstandssprecher der 1&#38;1 Internet AG, beim Glasfasertag des VATM. Die genaue Ausgestaltung und die Spielregeln müssen von den ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2009/12/Bildschirmfoto-2009-12-16-um-22.03.06.png" rel="shadowbox[sbpost-1733];player=img;"><img class="alignleft size-medium wp-image-1734" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="vatm Glasfasertag" src="http://www.telecomde.com/wp-content/uploads/2009/12/Bildschirmfoto-2009-12-16-um-22.03.06-300x236.png" alt="vatm Glasfasertag" width="210" height="165" /></a>„Der offene Zugang zum neuen Hochgeschwindigkeits-Netz wird das Marktmodell der Zukunft sein“, so Robert Hoffmann, <a href="http://www.telecomde.com/tag/vatm/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with VATM">VATM</a>-Präsidiumsmitglied und Vorstandssprecher der 1&amp;1 Internet AG, beim Glasfasertag des <a href="http://www.telecomde.com/tag/vatm/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with VATM">VATM</a>. Die genaue Ausgestaltung und die Spielregeln müssen von den Unternehmen noch festgelegt werden. Darüber konnte Einigkeit auf den drei verschiedenen Diskussionsrunden erzielt werden. Rund 130 Teilnehmer waren zu der Veranstaltung unter dem Titel „<a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaserausbau/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaserausbau">Glasfaserausbau</a> in <a href="http://www.telecomde.com/tag/deutschland/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutschland">Deutschland</a> – Regulierung und Strategien im Wettbewerb 2010“ nach Düsseldorf gekommen. Neun Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und <a href="http://www.telecomde.com/tag/politik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politik">Politik</a> diskutierten mit den Gästen über Konzepte und Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Glasfaserausbau in <a href="http://www.telecomde.com/tag/deutschland/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutschland">Deutschland</a>.</p>
<p>Einigkeit herrschte auf dem Podium, dass kein Unternehmen den Ausbau des schnellen Netzes alleine bewältigen kann. Daher könne die Lösung nur lauten: offener Netzzugang für alle Marktteilnehmer. Dem stimmte auch der Präsident der <a href="http://www.telecomde.com/tag/bundesnetzagentur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bundesnetzagentur">Bundesnetzagentur</a>, Matthias Kurth, zu. Ein einheitliches Modell für alle werde es aber nicht geben. „Es wird eine Klassifikation verschiedener Stufen von <a href="http://www.telecomde.com/tag/open-access/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Open Access">Open Access</a> entwickelt“, so Kurth. Der BNetzA-Chef kündigte die Einrichtung eines <a href="http://www.telecomde.com/tag/nga/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with NGA">NGA</a>-Forums für das kommende Jahr an. Prof. Dr. Jürgen Kühling, Lehrstuhlinhaber Universität Regensburg, hielt es ebenfalls für erforderlich, dass Regulierung handhabbar bleibt: „Wir dürfen die zunehmende Komplexität beim Glasfaserausbau nicht mit steigender Komplexität der Regulierung beantworten.“</p>
<p>Für Privatkunden und Unternehmen bedeute Open Access ein Maximum an Wettbewerb, Innovation und Dienstleistungsgüte. Wie wichtig es ist, Auslastung durch Kunden und Dienste auf das Netz zu bekommen, betonten Vertreter aller drei Panels, die aus Sicht der Politik und Regulierung, des Marktes und der Strategen das Thema diskutierten. So sagte auch EWE-TEL-Geschäftsführer Hans-Joachim Iken, dass sein Unternehmen aus dem Glasfaserausbau keinen „closed shop&#8221; machen werde. Neuen Monopolen wurde bei der Veranstaltung einhellig eine klare Absage erteilt. „Regulierungsferien à la § 9a waren gestern – die Zukunft heißt Open Access“,  sagte der VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. „Wir gehen davon aus, dass ein konsequenter Open-Access-Ansatz, der alle Unternehmen anhält, den Kunden Wahlfreiheit in Bezug auf Ihre Anbieter einzuräumen und Dienstleistern diskriminierungsfreien Netzzugang zu gewähren, europaweit Modell für den ordnungspolitischen Rahmen der neuen Netzgeneration sein wird. Hierauf wollen wir die Unternehmen konsequent vorbereiten. Die Erzielung marktgerechter Preise steht dabei für uns im Vordergrund“, so Hoffmann später.</p>
<p>Regulierung solle nur dann zum Einsatz kommen, wenn gegen die von den Marktteilnehmern festgelegten Spielregeln verstoßen werde, Unternehmen andere diskriminieren oder ihre Marktmacht wettbewerbswidrig ausspielen. „Die Regel muss heißen: Drohe mit Regulierung, aber unterlasse sie, wo immer es möglich ist“, sagte VATM-Geschäftsführer Grützner. Die <a href="http://www.telecomde.com/tag/eu/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with EU">EU</a> werde durch den <a href="http://www.telecomde.com/tag/eu/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with EU">EU</a>-Review und die NGA-Empfehlung 2010 die richtigen Rahmenbedingungen festlegen, meinte auch Roland Honekamp, Head of Section Economic Regulation, Generaldirektion Informationsgesellschaft und Medien der <a href="http://www.telecomde.com/tag/eu/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with EU">EU</a>-Kommission: „Klar ist, dass die <a href="http://www.telecomde.com/tag/eu/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with EU">EU</a> auch auf den Glasfasernetzen den Wettbewerb forcieren wird.“ Bei der Legitimität der ex-ante-Regulierung gebe es keine Ausnahme.</p>
<p>Es wurde zudem schnell deutlich, dass sich die zukünftigen <a href="http://www.telecomde.com/tag/geschaftsmodelle/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschäftsmodelle">Geschäftsmodelle</a> deutlich mehr auf die einzelnen Wertschöpfungsebenen &#8211; passive Infrastruktur, Beleuchtung, Dienste und Service &#8211; konzentrieren werden. Außerdem werden Anbieter von reiner <a href="http://www.telecomde.com/tag/glasfaser/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Glasfaser">Glasfaser</a>- oder Lehrrohrinfrastruktur eine größere Rolle spielen. Es werde neue Player im Markt geben wie etwa <a href="http://www.telecomde.com/tag/stadtwerke/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Stadtwerke">Stadtwerke</a>, Energieversorger und Fonds, war insbesondere das Ergebnis der Runde  unter dem Titel „Der Markt: Glas rentiert sich“ mit Dr. Annette Schumacher, Leiterin Regulierung &amp; Public Affairs bei Kabel Deutschland, Dr. Josef Schäfer, Bereichsleiter Strategie und Innovation bei Vodafone, und <a href="http://www.telecomde.com/tag/ewe-tel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with EWE TEL">EWE TEL</a>-Geschäftsführer Iken.</p>
<p>„Am Ende wird in jedem Haus in Deutschland ein Glasfaseranschluss liegen &#8211; die Frage ist nur, wann&#8221; so Dr. Josef Schäfer. „Es muss ein Abschlussszenario für 2025 entworfen werden. Bis dahin gilt es, einige Meilensteine abzuarbeiten“, meinte Thomas Langer, Head of Telco, WestLB. Dieter Elixmann, Head of Department, WIK Consult, formulierte noch einen innovativen Vorschlag zur positiven Entwicklung des Breitbandausbaus mit Blick auf die Wohnungsbaugesellschaften. Er regte einen <a href="http://www.telecomde.com/tag/breitband/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Breitband">Breitband</a>- und Multimedia-Pass für Gebäude an, aus dem hervorgeht, welche Anschlüsse das jeweilige Haus zu bieten hat.</p>
<p>Während der Veranstaltung wurde zudem immer wieder deutlich, wie wichtig es für eine Erfolgsgeschichte Glasfaserausbau ist, bestehende Infrastrukturen zu nutzen und bei Baumaßnahmen Leerrohre mitzuverlegen, da dies zu enormen Kosteneinsparungen führt. „In Österreich zum Beispiel werden durchschnittlich alle sieben Jahre die Straßen aufgerissen“, sagte Prof. Hartwig Tauber, Director General, <a href="http://www.telecomde.com/tag/ftth/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FTTH">FTTH</a> Council Europe. BNetzA-Chef Kurth hatte bereits im ersten Panel auf den neu von seiner Behörde erstellten Infrastrukturatlas hingewiesen, der zu Synergien führen soll.</p>
<p>Hier wurde auch einem Universaldienst für Breitband eine deutliche Absage erteilt. „Wir wollen keinen Universaldienst, wir wollen keine Rolle rückwärts“, betonte etwa Prof. Kühling. Außerdem, so ein weiteres Ergebnis des Glasfasertages, sollte der Staat nur dort öffentliches Geld einsetzen, wo eine wirtschaftliche Lösung nicht möglich sei und die Förderung technologieneutral dem Wettbewerb nicht schade. Außerdem gelte es, bürokratische Hindernisse abzubauen. Einhellig auf Zustimmung stieß hingegen der Vorschlag von Dr.  Schäfer und Hoffmann zum Thema Finanzierbarkeit der neuen Netze, dass es verstärkt staatliche Bürgschaften geben solle sowie erleichterte Kreditvergaben und Zugang zu Risikokapital.</p>
<p>VATM-Präsidiumsmitglied Hoffmann fasste am Schluss wichtige Forderungen zusammen: „Wir müssen über Technologien sprechen sowie technische Standards/Schnittstellen definieren, damit der Ausbau geplant werden kann: Wir in der Industrie definieren die Standards. Außerdem müssen wir Kooperationsmodelle schaffen, um möglichst viele Marktteilnehmer zu vereinen. Die Internet-Dienste, die erst die Nachfrage nach dem Hochgeschwindigkeitsnetz sichern, entwickeln wir auch in Deutschland, es gibt nicht nur Commodity für Google und Co. Wir lassen uns nicht auf die Rolle als Infrastrukturanbieter reduzieren, sondern gestalten in Deutschland das Internet durch Dienste-Entwicklung mit. Am Schluss müssen Qualität und Service für den Endkunden bei den Angeboten stimmen. Die Politik muss Anreize für Investitionen schaffen. Wir erwarten klare Rahmenbedingungen, damit sich unser Invest rentiert. Von der Regulierung erwarten wir, dass sie neue Monopole verhindert. Regulierung darf sich nicht von realistischen Marktpreisen entfernen.“</p>
<p>via <a href="http://www.vatm.de" target="_blank">www.vatm.de</a></p>
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