LTE – Glücksfall für Politik und Netzbetreiber – Pech für die Kommunen?
18 Jul. 2010 – 12:45 | 2 Comments

Die LTE-Technologie wurde mit vielen Vorschuss-Lorbeeren behandelt und die Versteigerung der Mobilfunklizenzen im Mai 2010 hat die Öffentlichkeitswirksamkeit weiter gesteigert. Es scheint unstrittig, dass die verwendete Modulation eine höhere Frequenz-Effizienz ermöglicht als dies bei den …

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„Es dürfen keine weißen Flecken in den weißen Flecken zurückbleiben“

Submitted by JdC on 09 Mar. 2010 – 20:27No Comment

Die Bedeutung von Funk- und Satellitenlösungen bei der Schließung von weißen Flecken in der Breitbandversorgung nimmt zu. „Für uns ist klar, dass eine lückenlose Breitbandversorgung nur mit einem Technologiemix zu erreichen ist. Die letzten drei Prozent, die uns noch fehlen, sind die schwierigsten“, betonte Hans-Joachim Otto, Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, bei der Veranstaltung des „Treffpunkt Technologiemix – Wir schaffen den Anschluss! Mit Funk und Satellit zur 100-Prozent-Marke beim “ auf der CeBIT in Hannover. Wie entscheidend dabei das Engagement der rund 260 kleinen und mittleren Unternehmen ist, die den größten Anteil bei der Versorgung schwer erschließbarer Gebiete haben, zeigt eine Zahl aus einer aktuellen -Abfrage. Bis Ende des Jahres wollen diese insgesamt 5.540 Gemeinden und Ortsteile mit dem schnellen Anschluss versorgt haben.

-Geschäftsführer Jürgen Grützner diskutierte mit Staatssekretär Otto sowie Dr. Klaus Ritgen vom Deutschen Landkreistag, Dr. Peter Schüler, ASTRA Broadband Services, Utz Wilke, Filiago GmbH & Co KG, und Alexander Bendler, dasNetzAG, darüber, wie Kommunen per Funk und Satellit doch noch den in 2010 schaffen. Es herrschte Einigkeit, dass die Rahmenbedingungen auch hinsichtlich der Förderung und Kreditbewilligung stimmen und Funk und Satellit gleichberechtigt in die Förderrichtlinien aufgenommen werden müssen. Beim Thema Kreditbewilligung und Bürgschaften handele es sich um ein strukturelles Problem, bei dem auch die Bundesregierung auf eine Verbesserung hinwirken müsse, so Grützner. Otto wies zudem darauf hin, dass das Bundeswirtschaftsministerium seit kurzem zudem Kreditmediation anbiete, die in besonders schwierigen Fällen helfen soll.

Eine positive Entwicklung sieht Filiago-Geschäftsführer Utz Wilke bei der Akzeptanz von Funk- und Satellitenlösungen: „Wir hatten mit Vorurteilen zu kämpfen. Doch der Knoten ist geplatzt. Die Leistungsstärke und Effizienz von Funk- und Satellitenlösungen wird immer mehr gesehen. Auch Stiftung Warentest hat uns mit gutem Ergebnis getestet.” Bis 4 Mbit/s seien per Satellitenantenne, bis zu 10 Mbit/s per Funk machbar. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass Geschwindigkeiten von 1 bis 4 Mbit/s heute im Konsumerbereich für alle Anwendungen im Internet völlig ausreichend sind. Für 50 oder mehr Mbit/s gibt es – außer TV und Videoübertragung – derzeit noch gar keine Anwendungen. Und genau das, nämlich Fernsehen in HD-Qualität, bietet der Satellit ohnehin zusätzlich – unabhängig von der Internetanbindung. Und die Telefoniequalität via Satellit ist gleichwertig mit der des Mobilfunks”, unterstrich Dr. Schüler, Commercial Director von ASTRA Broadband Services, die bereits jetzt rund 60.000 Nutzer in Europa mit Breitband via Satellit versorgen.

In anderen Ländern wie der Schweiz und Frankreich stehen diese Funk- und Satelliten-Breitbandlösungen ohnehin hoch im Kurs. In Frankreich etwa, so Wilke, könnten Endkunden ihren Satellitenanschluss zum Beispiel direkt fördern lassen, wenn der Bürgermeister kurz bescheinigt, dass eine wirtschaftliche Anbindung per Kabel nicht möglich ist. Und insbesondere mit der Verbindung von Funk und Satellit lasse sich auch tatsächlich eine 100-Prozent-Abbdeckung in den bisher un- oder unterversorgten Gebieten erreichen, sagten Dr. Schüler und Wilke. „Wir wollen nicht, dass wir weiße Flecken in den weißen Flecken zurückbehalten”, betonte auch Dr. Ritgen vom Deutschen Landkreistag. Er sprach sich ebenfalls für die stärkere Einbeziehung von Funk- und Satellitentechnologie sowie mehr Kooperationen auf dem Weg aus der Breitband-Diaspora aus. Der setzt sich dafür ein, in die Förderrichtlinien die Verpflichtung aufzunehmen, wirklich 100 Prozent auszubauen.

-Geschäftsführer Grützner unterstrich, dass der Weg von Funk zu Glas führen müsse, damit möglichst schnell und effizient in Deutschland flächendeckend der Anschluss erreicht werden kann. „Innovative, maßgeschneiderte Funk- und Satellitenlösungen führen dabei nicht in eine technologische Sackgasse. Im Gegenteil: Sie sind zentraler Faktor für eine wirtschaftlich vernünftige Migration zur schnellen Anbindung via Glasfaser. Wenn wir Glasfaser auf dem Land haben wollen, müssen wir zwei Dinge erreichen: Wir müssen die Nutzerzahlen dort deutlich erhöhen und die Kosten senken”, so Grützner. „Nur wenn die TK-Unternehmen mit Funk- und Satellitenlösungen Kunden gewinnen, können sie weiter investieren.”

via www.vatm.de

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