DSL versus Kabel: Informationsexternalitäten als Determinanten von Pfadabhängigkeit und Wechselkosten bei der Adoption von Breitband-Technologien.
Heute möchte ich mal wieder ein interessantes und vorallem sehr aktuelles Buch (Bucherscheinung 28. Oktober 2008) vorstellen. Der Titel ist mächtig, greift aber die aktuell hohe Wechselbereitschaft der Kunden von herkömmlichen DSL-Anbietern zu den Kabel-Anbietern auf.
Auf 263 Seiten behandelt Thomas Bach die mangelnde Breitbandpenetration auf dem deutschen Markt für Informations- und Kommunikationstechnologien der aktuellen Diskussion um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. In diesem Zuge stellt sich die Frage, warum sich das TV-Kabel trotz hervorragender Ausgangsbedingungen nicht als gleichwertige Infrastrukturalternative zum DSL durchsetzen konnte.Vor dem Hintergrund von Pfadabhängigkeit und Netzwerkeffekten analysiert Thomas Bach mit Hilfe einer anspruchsvollen empirischen Erhebung das Informations- und Kaufverhalten der Nutzer auf dem Netzmarkt der schnellen Internetzugänge.
Die Untersuchung zeichnet sich durch eine geschickte Kombination moderner Methoden, u.a. Conjoint-Analyse, Kaufentscheidungssimulation und Logistische Regression, aus und bietet interessante und innovative Ansätze für zukünftige Marktforschungsbemühungen. Dem Autor gelingt der Nachweis für die Existenz von Herdeneffekten und die Messung von Wechselkosten bei der Adoption von Breitbandanschlüssen, die damit quantifizierbare Belege für einen Lock-in und Pfadabhängigkeit auf dem deutschen Breitbandmarkt liefern.
Die Zielgruppe:
Führungskräften aus der Informations- und Kommunikationstechnologiebranche bietet das Buch eine wertvolle Perspektive auf das Verhalten der Verbraucher Dozenten und Studenten der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Marketing und Innovationsforschung
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Über den Autor:
Dr. Thomas Bach war im DFG-Graduiertenkolleg des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Freien Universität Berlin tätig.


