Glasfaserausbau darf nicht zu „stiller Enteignung“ von Alternativen Telekom-Netzbetreibern führen
„Über viele Jahre haben Alternative Festnetzbetreiber trotz widriger Bedingungen erhebliche Investitionen auf sich genommen, um mittels Entbündelung Wettbewerb am Markt zu schaffen. Die jetzt von der Telekom Austria angekündigten Investitionen in Glasfaserleitungen, die auch von den Alternativen Telekom-Netzbetreibern begrüßt werden, dürfen aber nicht zu einer „stillen Enteignung“ des Mitbewerbs führen“, erklärte heute Alfred Pufitsch, Vizepräsident des Verbandes der Alternativen Telekom-Netzbetreiber und CEO von Tele2. Hintergrund sind die drohenden Qualitätsverschlechterungen für entbündelte ADSL- Leitungen, wenn die Telekom Austria ihren Glasfaserausbau wie geplant (Stichwort: „fiber to the curb“) durchzieht. Gleichzeitig lässt Telekom Austria den Einsatz neuer Breitbandtechnologien wie VDSL2 durch alternative Netzbetreiber nicht zu. Damit beschneidet sie den Mitbewerber und drängt ihn aus dem Markt. Die Telekom-Regulierungsbehörde sehe diesem Vorgehen tatenlos zu und fördere damit einmal mehr Tendenzen zur Remonopolisierung des Festnetzes.
VAT-Geschäftsführer Thomas Faast trat erneut für eine differenziertere Betrachtungsweise der Glasfasertechnologie ein: „Die aktuelle Imagekampagne der Telekom Austria weckt die Erwartungshaltung, dass mit der Investition von 1 Mrd. Euro selbst die Erschließung entlegener ländlicher Gebiete mit Glasfaser bevorstehe. Das würde aber ein Vielfaches dieser Summe verschlingen und exorbitante Endkundenpreise nach sich ziehen müssen, die niemand bezahlt. Im aktuellen Glasfaser-Hurra-Patriotismus geht auch unter, dass mobiles Breitband weit besser geeignet ist, den ländlichen Raum kostengünstiger und den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden entsprechend zu erschließen. Mobiles Breitband wird unterschätzt – gerade vor dem Hintergrund bevorstehender Technologiesprünge mit deutlich höheren Datenübertragungsraten und unter der Voraussetzung, dass die Mobilfunkbetreiber Zugang zur Digitalen Dividende erhalten, stellt mobiles Breitband aber eine
besondere Chance dar, die digitale Kluft zu schließen.“ Nur durch gemeinsame Österreich- Investitionen von Alternativen Telekom-Netzbetreibern könnten Versäumnisse aufgeholt werden.
Irritiert zeigte sich Faast über den Telekom Regulator Georg Serentschy, der im Rahmen eines Pressgesprächs des BMVIT mit Telekom Austria-CEO Hannes Ametsreiter auftrat, um die Glasfaserausbaupläne als Jahrhundertprojekt zu loben: „Offenbar ist der Geschäftsführer der Regulierungsbehörde nicht einmal mehr um den Anschein von Äquidistanz zu Betreibern bemüht“, sondern stelle sich auf die Seite des Ex-Monopolisten. Die in der Zielsetzung der Telekom-Regulierung unmissverständlich festgelegte Technologieneutralität werde von Serentschy nicht genügend ernst genommen.
via www.vat.at






Das ist alles Schwachsinn! Die VATler wollen ja gar nichts investieren! Die haben jetzt Angst den Technologiezug zu verpassen!
Denen gehts nur mehr um “Investitionsschutz”, einzementiert auf die nächsten 50 Jahre!
Mobiles Breitband ist der letzte Dreck! Solange es dort Latenzen hin bis in den Sekundenbereich gibt, ist mobiles Breitband unbrauchbar! Zudem auch die Geschwindigkeiten nicht im entferntesten an Festnetz-ADSL herankommen!