Nutzung von Synergien verbessert Breitbandversorgung
Die Bundesnetzagentur hat heute einen Entwurf zu den Rahmenbedingungen der Nutzung eines bundesweiten Infrastrukturatlasses zur Konsultation veröffentlicht. Die Rahmenbedingungen legen fest, wie die Daten für den Infrastrukturatlas zukünftig übermittelt werden und wer zur Nutzung der Daten berechtigt ist.
“Mit dem Infrastrukturatlas setzen wir eine Maßnahme der Breitbandstrategie der Bundesregierung um, die das Ziel hat, die Nutzung von Synergien beim Infrastrukturausbau zu ermöglichen. Der Aufbau von TK-Hochleistungsnetzen und die Anbindung ländlicher Regionen an das Breitbandinternet kann umso schneller und kostengünstiger erfolgen, je effizienter bestehende Infrastrukturen mitgenutzt werden”, betonte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.
In den Infrastrukturatlas werden mittelfristig alle in Deutschland existierenden Infrastrukturen aufgenommen, die beim Aufbau von Breitbandnetzen mitgenutzt werden können. Dies sind insbesondere Glasfasernetze, Netzknotenpunkte und Leerrohre, Senderstandorte und Richtfunkstrecken. Zudem wird die Wegeführung von Netzen der Ver- und Entsorgung (Strom, Gas, Wärme, Wasser, Abwasser) erfasst.
Die Teilnahme am Aufbau des Infrastrukturatlasses ist für die Unternehmen freiwillig. “Wir appellieren jedoch an alle Infrastrukturinhaber, sich an dieser zukunftsorientierten Maßnahme zu beteiligen. Sie stärkt den Standort Deutschland und trägt zu einer besseren Versorgung der Bevölkerung mit Breitbandanschlüssen bei”, sagte Kurth. “Der Zeitplan ist eng und die in der Breitbandstrategie ausgewiesenen Ziele der Bundesregierung sind sehr ehrgeizig, aber wenn alle an einem Strang ziehen, ist es zu schaffen.” Knapp 300 Unternehmen haben gegenüber der Bundesnetzagentur bereits ihre aktive Unterstützung zugesagt.
Die Breitbandstrategie sieht vor, dass bereits im Herbst 2009 eine erste Version des Infrastrukturatlasses bereitgestellt wird. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Bundesnetzagentur zunächst eine vorläufige Version erstellen und parallel dazu eine dauerhafte Lösung des neuen Atlasses entwickeln.
Download: Entwurf Rahmenbedingungen Strukturatlas (pdf)


