LTE – Glücksfall für Politik und Netzbetreiber – Pech für die Kommunen?
18 Jul. 2010 – 12:45 | 2 Comments

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VDSL: Breitband-Monopol der Telekom muss fallen Vodafone will in eigenes Glasfasernetz investieren

Submitted by JdC on 10 Jul. 2009 – 17:183 Comments

vodafone_logo will mit einem umfangreichen Investitionsprogramm in die nächste Technologiegeneration für Hochgeschwindigkeits-Internet einsteigen und ein eigenes Glasfasernetz in Deutschland aufbauen. In Heilbronn wird der Konzern in einem Pilotprojekt erstmals ein eigenes -Netz bauen und betreiben. Der Bau erfolgt in Kooperation mit der Deutschen Telekom, eine Fortsetzung oder Ausweitung auf andere Städte bleibt zunächst jedoch aus. Grund ist die bislang fehlende aber notwendige Einigung mit der Deutschen Telekom über die flächendeckende Nutzung von Leerrohren, Zuleitungen für Glasfaserkabel und Zugang zu Verteilerkästen. Friedrich Joussen, CEO von Deutschland und Vorstandsvorsitzender der Arcor AG, will mit dem Piloten in Heilbronn ein Signal für mehr Wettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt setzen. „Wettbewerb ist investitions- und innovationsfördernd. Monopolstrukturen, wie wir sie jetzt im -Bereich erleben, bremsen Fortschritt und Investitionen.“

betonte im Hinblick auf das Heilbronner Projekt, das Zugangsmonopol der Deutschen Telekom müsse fallen. „17 Jahre in Deutschland haben gezeigt: Wo ein Wettbewerb der Anbieter besteht, entstehen Angebote, Produkte und Preise im Wettbewerb. Davon profitieren die Verbraucher und der Standort Deutschland.“ Der kürzlich geschlossene Vertrag über den Wiederverkauf von -Produkten der Telekom wird bei nur als erster Schritt gewertet. -Produkte der Telekom zu verkaufen ermöglicht Wettbewerbern und deren Kunden zwar kurzfristigen Zugang in den Markt, langfristig stärkt das jedoch das Monopol der Telekom.

testet in Heilbronn im Livebetrieb mit eigener Infrastruktur. Die „Very Highspeed Digital Subscriber Line“ ermöglicht schnelles Internet mit einem Surftempo von bis zu 50 Megabit in der Sekunde. 50.000 Heilbronner Haushalte sollen ab Herbst mit Geschwindigkeiten bis zu 50 Megabit pro Sekunde surfen können.

Georg Benzer, Verantwortlicher für das Netz bei /Arcor, startete heute das Pilotprojekt zusammen mit Richard Drautz, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, dem Heilbronner Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach sowie Stephan Gammersbach, Deutsche Telekom AG.

Ziel des Pilotprojektes in Heilbronn ist es, Lösungen für einen Ressourcen schonenden Aufbau der -Technologie zu realisieren und Erfahrungen beim Ausbau einer Stadt zu sammeln. „Schnelle Datenautobahnen sind in der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts die wichtigste Lebensader“, betonte -Manager Georg Benzer: „Wir setzen auf Investitionen in moderne Netze und auf echten Infrastrukturwettbewerb.“

Staatssekretär Richard Drautz erklärte: „Heilbronn ist als Pilotstadt in einer besonders komfortablen Situation: Als Wirtschaftsstandort gewinnt die Stadt in ihrer Rolle als Oberzentrum mit der digitalen Struktur an Attraktivität. Und mit den neuen Hochgeschwindigkeits-Zugängen ins Internet haben wir zumindest in Heilbronn echten Wettbewerb im Sinne der künftigen Kunden, da am Ausbau gleich zwei Unternehmen beteiligt sind.“

„Digitale Infrastrukturen prägen zunehmend die Attraktivität eines Standortes nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, sondern auch mit Blick auf die Wohn- und Lebensqualität. Der Zugang zum Hochgeschwindigkeits-Internet ist daher nicht nur für Großunternehmen, sondern auch für die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands mitentscheidend“, sagte Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach. Das gelte gerade für ein Oberzentrum wie Heilbronn mit einer Vielzahl von Betrieben. „Mit kann Heilbronn zu anderen Ballungsräumen aufschließen“, unterstrich Himmelsbach.

Der -Ausbau verkürzt die letzte Meile – das Leitungsstück zwischen Hausanschluss und Vermittlungsstelle – auf wenige hundert Meter. In Heilbronn errichtet dazu so genannte Multifunktionsgehäuse (MFG). Sowohl als die Deutsche Telekom installieren darin ihre Vermittlungstechnik. Die MFG werden per Glasfasern an die jeweiligen Transportnetze angebunden.

verantwortet in Heilbronn den Ausbau des -Netzes. Ein weiteres -Pilotprojekt realisiert das Unternehmen zusammen mit der Telekom in Würzburg. In der fränkischen Stadt ist die Telekom für die Bauausführung zuständig.

via www.vodafone.de

3 Comments »

  • Isabel says:

    Ich finde es wirklich extrem vorbildlich, wie Vodafone immer wieder neue Technologien vorantreibt und entwickelt. Die sind in vielen Angelegenheiten wirklich ganz weit vorne, aber mir scheint, sie können das einfach meist nicht gut an die Kunden weitertragen. Die Angebote sind einfach nicht angemessen und dazu noch recht undurchsichtig, so dass es mich nicht wundert, wenn auch die ambitionierteste Imagekampagne nicht zieht.

  • Conny says:

    Ich sehe das ganz anders. Vodafone kann meiner Meinung nach mit den anderen Dienstleistern in allen Punkten mithalten. Natürlich variieren die Angebote zum Teil, aber das ist doch eigentlich bei jedem mal der Fall. Grundsätzlich daher davon auszugehen, dass diese keine angemessenen Angebote bieten können, kann ich nicht teilen.

  • Martin says:

    Mich überzeugt Vodafone bis heute eigentlich überhaupt nicht. Die Angebote zeigen doch ganz deutlich, dass diese hinter den anderen Anbietern liegen und so bleibt es nicht aus, dass immer mehr Kunden zu anderen Anbietern wechseln.

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