Konferenzbericht – IKT meets Energie 2009
Am 7. und 8. Oktober fand die erste Glasfaser-Konferenz unter dem Namen IKT meets Energie in Mainz statt. 120 Teilnehmer trafen sich hier, um über die Möglichkeiten zu diskutieren, die weißen Flecken auf der Breitbandkarte durch den Ausbau von Glasfaseranschlüssen zu erschließen. Die Diskussion um Stadtwerks- und Energieunternehmen als Netzbetreiber war als Thema prominent platziert. Daneben präsentierten Beratungsunternehmen Möglichkeiten zur Gestaltung eines optimalen Dienste-Angebotes.
Sechs Vorträge befassten sich direkt oder indirekt mit der kommunalen Breitbandversorgung durch Stadtwerke. Dabei stellten die Stadtwerke Neumünster und Schwerte aus Deutschland sowie die Stadt- und Energiewerke Winterthur und Zürich aus der Schweiz ihre aktuellen Bestrebungen im Glasfaserausbau vor. Sie zeigten, dass es mittlerweile über das Pilotstadium hinausgehende Projekte gibt und Fiber to the Home (FTTH) eine wirtschaftliche Technologie zum Anschluss von Haushalten an das Breitbandnetz darstellt. Dr. Eric Heitzer erläuterte das Vorgehen beim Netzausbau von HanseNet und machte auf die wirtschaftlichen Unterschiede öffentlicher und privater Unternehmen aufmerksam. Seine Erläuterungen legten nahe, dass vor dem Hintergrund der Renditeforderungen privater Kapitalgeber und des kapitalintensiven Netzausbaus der Betrieb von FTTH-Netzen für Privatunternehmen derzeit nur wenig rentabel ist. Ursachen hierfür sind die aktuellen Unsicherheiten bei bevorstehenden Regulierungen und der immer noch vorherrschenden Marktstellung der Deutschen Telekom, die bereits über Infrastruktur wie bspw. Leer-Rohre zur Nutzung beim FTTH-Ausbau verfügt.
Konsens bestand bei den Teilnehmern der Konferenz darüber, dass die Senkung der Kosten für Tiefbauarbeiten und der Verlegung von Hausanschlüssen sowie ein attraktives Service-Portfolio maßgeblich zum Erfolg des Betriebs eines FTTH-Netzes beitragen. Dabei profitieren Stadtwerksbetreiber insbesondere von den Möglichkeiten des lokalen Vertriebs und der Unterstützung durch Amtsträger.
Autor:
Alexander Steffan





