Regulierungsoptionen bei Leerkapazitäten auf Vorleistungs- und Endkundenmärkten des Festnetzes
Die Telekommunikationsmärkte zählen weiterhin zu den dynamischsten Märkten der Wirtschaft und unterliegen ständigen Veränderungen. So sind beispielsweise die Preise für mobile Sprachtelefonie in den letzten Jahren, insbesondere nach der Einführung attraktiver Flatrate-Tarife, stark gesunken. Gleichzeitig hat mobiles Breitband, also Breitbandinternet über UMTS bzw. HSPA, starke Wachstumsraten erzielt. Die Anzahl der mobilen Breibandanschlüsse hat jene der Kabelanschlüsse bereits Ende 2007 überholt und nähert sich nun der Anzahl der DSL-Anschlüsse an. Mit einer Durchdringung von 11,4 % der Bevölkerung ist Österreich sogar Nummer 1 in Europa bei mobilem Breitband (siehe 14. Implementierungsbericht der Europäischen Kommission). Diese stürmische Entwicklung im Mobilbereich hat sich auch auf das Festnetz ausgewirkt .
Sowohl der Anteil des Festnetzes an den Sprachtelefonieminuten als auch die Anzahl der Festnetzanschlüsse ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Selbst bei den Breitband- anschlüssen über DSL und CATV war aufgrund des Wettbewerbsdrucks durch mobiles Breitband ein deutliches Abflachen des Wachstums zu bemerken. Nur durch signifikante Preissenkungen und Bündelangebote konnte diesem Trend entgegengewirkt werden. Angesichts dieser Entwicklungen stellt sich die Frage, inwieweit es zu Anpassungen bei der bestehenden Regulierung im Festnetzbereich kommen sollte. Zu diesem Zweck hat die RTR-GmbH Prof. Ingo Vogel- sang von der Boston Uni ver sity, einen der weltweit renommiertesten Experten auf dem Gebiet der Telekommunikationsregulierung, mit der Er stellung einer Studie zu eben diesem Thema beauftragt.
Download: Band1-2009 (PDF)
via www.rtr.at


