Studie: Breitbandausbau des deutschen TK-Netzes
2. Breitbandausbau erfolgt nicht als Selbstzweck
„Weiße Flecken“ in der Breitband-Versorgung
Die Diskussion um den Ausbau der Breitbandinfrastruktur und die Beseitigung von „weißen Flecken“ (White Spots) lässt manchmal vergessen, dass es nicht um die Erfüllung eines „Breitband-Fetisches” geht, bei dem die Bandbreite immer schneller immer höher werden soll. Der Bedarf nach Bandbreiten ergibt sich aus der stetig steigenden Zahl von Internetnutzern, einer steigenden Nutzungsintensität und dem Aufkommen innovativer und multimedialer Dienste.
Breitband als essenzielle Voraussetzung
Großunternehmen nutzen die Vorteile von Breitbandanwendungen schon lange und setzen auf eigene Datenkommunikationsnetze, mit denen Standorte und Geschäftspartner untereinander verbunden sind. Oft basieren diese Verbindungen bereits auf Glasfaserstrecken, um so Datenvolumina im GByte- oder TByte-Bereich schnell und sicher zu transportieren. Eigene Corporate Networks (CNs) sind nur in Ausnahmefällen auch für mittelständische Unternehmen rentabel oder auch nur erschwinglich. Für diese Zielgruppe ist eine gute Breitbandanwendung somit eine notwendige Voraussetzung, um von neuen Anwendungen Gebrauch machen zu können.
Umfassende Vorteile
Zu den Anwendungen, die für mittelständische Unternehmen Nutzen im Sinne einer Steigerung der Effizienz in den eigenen Geschäftsabläufen durch höhere Transparenz und bessere Steuerungsmöglichkeiten ermöglichen, eine Ausweitung des bedienten Marktes, der Einsparung von Kosten, aber auch der Umsetzung neuer Geschäftsmodelle, gehören neben der mittlerweile allgemein akzeptierten Internetrecherche und der E-Mail-Nutzung:
• Hosting von Webseiten
• Nutzung von Web-2.0-Diensten für die Kommunikation und Einbindung von Kunden
• sichere und regelmäßige Backups von Datenbeständen
• zentrale Sicherheitsfunktionen für Virenschutz usw.
• automatische Backups von Anwendungsprogrammen
• Verlagerung des Netzwerkmanagements auf einen externen Dienstleister
• Automatisierung von geeigneten Abläufen, z.B. die Integration von papiergebundenen Dokumenten in den Workflow
• Auslagerung von Geschäftsprozessen an Dienstleister (Dokumentenmanagement, Rechnungsstellung, Auftragserfassung usw.)
• Mobilisierung der Arbeitsplätze bei vollständiger Integration in die internen Prozesse, z.B. durch Heimarbeitsplatz-Lösungen und mobile Zugänge von fremden Computern
• Verlagerung von Softwareanwendungen aus dem Desktop zu externen Rechenzentren
• Einrichtung einer zentralen Arbeitsplatzadministration mit Remote-Zugriff
• Nutzung von modernen Kollaborationstechniken – angefangen mit Telefonkonferenzen über Video- bis zu Webkonferenzen
Vorteile für nahezu alle Unternehmen
Welche Anwendung für welches Unternehmen Vorteile schafft, muss der Unternehmer nach einer kritischen Analyse der bestehenden Geschäftsabläufe und der Möglichkeiten für Ausweitung und Wachstum entscheiden. Allerdings ist kein Unternehmen zu klein, um Nutzen aus Breitbandanwendungen zu ziehen. Die Voraussetzung hierfür ist natürlich die Verfügbarkeit einer leistungsfähigen Netzinfrastruktur.
- Wachsender „Breitband-Hunger“
- Breitbandausbau erfolgt nicht als Selbstzweck
- Problemfall regionale Zugangsnetze
- Ablauf eines Breitbandprojektes im ländlichen Raum
- Ziele und Realität beim Breitbandausbau klaffen auseinander
- Förderung heute auf „schmalbandigen“ Breitbandausbau begrenzt
- Techniken für eine zukunftssichere Breitbandversorgung
- Breitbandausbau in der Fläche braucht neue Geschäftsmodelle
- Politische Rahmenbedingungen zur Zielerreichung anpassen
- T-City als Beispiel für Veränderungen durch Breitbandanwendungen
- Fazit






Ein wirklich wunderbarer Beitrag von Herrn Dr. Jürgen Kaack! Eine wirklich ganzheitliche Betrachtung des deutschen Breitbandmarktes. Großes Kompliment,…