Freenet Poker
Vor einigen Monaten gab es einen Überraschungssieger in der deutschen Telkommunikationslandschaft, den Freenet Chef Eckhard Spoerr. Wie ein austrainierter Feldhase verwirrte er die Konkurrenz mit seinem Zick-Zack-Manöver, um dann ganz überraschend Debitel ins eigene Portfolio zu stecken. Damals hat dies Herrn Spoerr wohl keiner zu getraut und man konnte den Spross einer schwäbischen Steuerberater-Familie doch des öfteren mit einem breiten Grinsen im Gesicht über den Weg laufen.
Schnell war klar in welche Richtung das Ganze gehen wird, Handy rein – DSL raus. Gleich waren die üblichen Verdächtigen am Pokertisch versammelt und waren stark an dem Freenet DSL Geschäft interessiert, doch damals waren Herrn Spoerr alle Angebote zu niedrig. Naja das ist wie in einem Pokerspiel, wenn man ein paar Spiele überlegen gewinnt neigt man zu glauben immer zu gewinnen – ich denke jeder weiß was dann meistens passiert. Versatel verabschiedete sich schnell bei einem Angebot von ca. 275 Millionen Euro, im HeadsUp spielten jetzt nur noch Freenet und United Internet. Nach ein paar Runden wollte aber auch UI nicht mehr mit dem “Callboy” (Pokerslang) mitgehen und stieg auch aus:

Eckhard Spoerr
„Der Vorstandsvorsitzende der freenet AG, Herr Eckhard Spoerr, hat ausweislich eines Artikels der Börsen-Zeitung vom 15. November 2008 dieser gegenüber geäußert, United Internet habe in dem von freenet betriebenen Verfahren zum Verkauf des freenet DSL-Geschäftes ein Angebot abgegeben. Soweit damit der Eindruck erweckt wird, United Internet nehme an diesem Verkaufsverfahren noch teil, trifft dies nicht zu. United Internet ist vielmehr bereits im Oktober mit einem an die Vertreter von freenet gerichteten Schreiben aus diesem Verfahren ausgeschieden”. (UI Pressemeldung)
Da es wenig Spaß macht allein Poker zu spielen muss sich Freenet wohl nun neue Mitspieler suchen oder die Blinds (Pokereinsatz) reduzieren.
Vielleicht steigt ja nun Solarworld in das Spiel ein.


