Kommunen können von T-City lernen
“Gerade in der Finanzkrise kann die Modernisierung der Verwaltung Chancen eröffnen”, sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, beim ersten Netzwerktag des Netzwerkes Zukunftsstädte in Berlin. Um die Herausforderungen zu bewältigen, müssten die Städte und Gemeinden noch mehr miteinander aber auch mit der Privatwirtschaft kooperieren. Zudem sei der Einsatz modernster Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) unverzichtbar.
Der Netzwerktag stand unter dem Motto “Starke Kommunen durch Kooperation und Innovation”. Rund 30 Kommunalpolitiker aus allen Teilen Deutschlands diskutierten gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft die dringendsten Herausforderungen ihrer Städte. Als Beispiel für eine starke Kommune durch Kooperation und Innovation wurde Friedrichshafen vorgestellt. Hier entwickelt die Deutsche Telekom gemeinsam mit der Stadt Friedrichshafen bis 2012 eine Zukunftsstadt, die T-City. Zahlreiche IKT-Projekte wurden bereits umgesetzt, die Verwaltungen, Bürgern und Unternehmen das Leben erleichtern.
“Wir setzen in Friedrichshafen auf Breitband-Anwendungen, die die Lebensqualität steigern, die Standortqualität verbessern und die Vernetzung fördern”, sagte Jürgen Kaack, Projektleiter T-City der Stadt Friedrichshafen. Wichtige Vorhaben seien die Schaffung eines integrierten Verkehrsleitsystems, Anwendungen zur Förderung des Tourismus sowie die Modernisierung des Verwaltungswesens. Die vom Bundesinnenministerium entwickelte De-Mail, die ab Sommer in Friedrichshafen getestet werde, stelle sicher, dass Behörden, Bürger und Unternehmen elektronische Nachrichten rechtsverbindlich, vertraulich und fälschungssicher versenden und empfangen können. Auch die Erprobung neuer Bildungsansätze als Alternative zum Frontalunterricht zusammen mit den Schulen sei ein wesentliches Projekt.
“In der T-City Friedrichshafen werden die Anforderungen von morgen bereits heute erfüllt”, sagte Jörg Bollow, Projektleiter T-City der Deutschen Telekom. Er erläuterte die Fernablesung von Zählerdaten durch Smart Metering, eine elektronische Lösung zum Übertragen von Verbrauchsdaten wie Strom, Gas und Wasser aus dem Haushalt an den Energieversorger. “Die Energieversorger erfüllen damit die Vorgaben der neuen EU-Energieeffizienz-Richtlinie, die sie ab 2010 verpflichtet, ihren Kunden auf Wunsch einmal pro Monat den Energieverbrauch mitzuteilen.”Außerdem würden sich die Energieversorger die kosten- und zeitaufwändigen Fahrten zu den Kunden sparen, um die Zählerstände abzulesen. Smart Metering sei bereits bei mehr als 200 Kunden der Technischen Werke Friedrichshafen in der T-City erfolgreich im Einsatz.
“T-City Friedrichshafen ist das beste Beispiel dafür, wie Kooperationen und Innovationen eine Kommune stärken können”, sagte Gerd Landsberg. “Ich freue mich, wenn die heute gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen in das Netzwerk Zukunftsstädte einfließen und die Teilnehmer vom Wissen anderer Städte profitieren.” Landsberg verwies darauf, dass der erste Netzwerktag den Austausch zwischen den kommunalen Entscheidungsträgern weiter intensivieren wird.
via www.telekom.com





