Telekommunikation 2009
Das neue Jahr hat so lange eine weiße Weste, bis man sie anzieht. Hans Fallada (1893-1947)
Pflichten zur Datenspeicherung erweitert: Ab 1. Januar 2009 werden zusätzliche Kommunikationsdaten von Bürgern und Unternehmen zu Sicherheitszwecken für 6 Monate gespeichert. Dazu zählen die E-Mail-Adressen von Absender und Empfänger beim Versand elektronischer Nachrichten sowie die Protokollierung von IP-Adressen bei der Internutzung. Zudem werden Rufnummern sowie Beginn und Ende von Gesprächen per Internettelefonie erfasst. Seit 2008 werden bereits die Verbindungsdaten von Telefongesprächen im Festnetz und im Mobilfunk aufgezeichnet. Gespeichert wird nicht der Inhalt von E-Mails oder Telefonaten, sondern wann und von wem gemailt oder telefoniert wurde. Die Speicherpflicht betrifft alle Telefongesellschaften und Internetprovider sowie Anbieter von E-Mail-Diensten. Die Daten sollen den Ermittlungsbehörden zur Prävention und Verfolgung von Straftaten dienen. Allerdings ist die so genannte Vorratsdatenspeicherung juristisch hoch umstritten. Eine Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichts wird für 2009 erwartet.
Rundfunkgebühren steigen: Ab Januar steigen die Rundfunkgebühren für die Nutzung von Fernsehern, Radios sowie internetfähigen Computern und Handys. Die Gebühr für Fernseher steigt um 95 Cent auf 17,98 Euro. Das entspricht einer Steigerung von rund 6 Prozent. Die Gebühr für Radios sowie internetfähige PCs und Handys steigt um 24 Cent auf 5,76 Euro (plus 4 Prozent). Der BITKOM lehnt Rundfunkgebühren auf PCs und Handys ab und fordert einen grundlegenden Systemwechsel. Die nutzungsabhängige Rundfunkgebühr sollte durch eine niedrige Pauschalabgabe für alle Haushalte und Firmen ersetzt werden. Damit ließe sich auch der Apparat der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) abschaffen.
Alte Telefone entsorgen: Nutzer von bestimmten schnurlosen Telefonen müssen sich bald ein neues Gerät zulegen. Betroffen sind Funktelefone der alten Standards CT1+ und CT2. Deren Frequenzbereiche werden ab Januar anderweitig genutzt. Ab diesem Zeitpunkt dürfen diese Geräte nicht mehr betrieben werden. Verbraucher sollten zunächst in die Bedienungsanleitung ihres Telefons schauen, ob sie einen Hinweis auf CT1+, CT2 oder einen der Frequenzbereiche 885-887, 930-932 oder 864-868 Megahertz finden. Wer keine Betriebsanleitung mehr besitzt, sollte sich im Internet oder direkt beim Hersteller informieren. Werden die alten Telefone weiter genutzt, drohen hohen Kosten. Stellt die Bundesnetzagentur wiederholten Missbrauch fest, muss der Besitzer die Kosten für die Ermittlung der Störungsquelle tragen. Hinzu kann ein Bußgeld kommen.
via www.bitkom.org
Ich denke, dass das Thema DTAG WIA und WITA im nächsten Jahr frischen Wind in die deutsche Breitbandszene bringen werden. Ich habe mir fest vorgenommen in den Feiertagen einen Beitrag zu beiden Themen zu schreiben. Die neue DTAG IT-Landschaft WITA wird die meisten Wholesale Schnittstellen ablösen. Schon im Juni 2008 informierte die Deutsche Telekom in ihrem Wholesale Newsletter über die neuen Möglichkeiten von WITA. Der Umstieg wird in mehrere Phasen unterteilt und gestartet wird mit Resale-DSL, Teilnehmeranschlussleitungen (TAL), Carrier-Line-Sharing (CLS), Preselection und BSA. Die DTAG liegt wohl gut in der Zeit, die ersten großen Partner wurden bereits zum 13. Januar 2009 zu einer Informationsveranstaltung zum Thema WITA eingeladen. Auch der Bereich IPTV könnte 2009 den Durchbruch in der Masse schaffen, hier kommt es ganz stark auf das Angebot der Unternehmen an. Bis heute gibt es keinen Anbieter der ein wirklich massentauglichen Dienst anbietet – zu wenig hochwertige Filme oder umständliche und fehleranfällige Technik (Stichwort DRM) verhindern derzeit einen Hype.

Ich denke, dass das Thema


Die steigenden Rundfunkgebühren dürften einigen Leuten wieder sauer aufstoßen. Ebenso die Tatsache, dass man u.U. sein Telefon “wegwerfen” muss, weil die Frequenz andersweitig genutzt wird.